Grundlagen Lexikon Sport Training in Bildern
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Zusammengestellt aus dem Internet und bearbeitet Von Olav Lorscheider Danke 5 Platz beim Homepage-Award erreicht
Es gibt nichts schöneres, als wenn, ein Pfeil fliegt!
Bogensport hat viele Facetten, und viele glauben, das man für die einzelnen Stiele und Arten eigene Trainingsmethoden braucht. DAS IST ZUM TEIL RICHTIG, aber es gibt eine Grundtechnik die zu trainieren ist. Sicherlich hat man diese erlernt wird man anfangen (und das auch müssen) diese Technik auf sich und seinen Körper abzustimmen , aber der Grund wird immer der gleiche bleiben und mit diesem Grundtraining wollen wir uns hier befassen. Diese Anleitung soll auch nicht das non plus ultra sein, aber Sie basiert auf den Erfahrungen die ich als Schütze gemacht habe, und ich hoffe das Sie für manchen ein Wegweiser wird wie man ein guter Bogenschütze wird. Vieles wird man sich erarbeiten müssen aber das ist gewollt. Noch etwas möchte ich erwähnen vieles was Sie hier lesen ist nicht von mir (siehe Quellen) sondern andere haben es erarbeitet. Diesen Sportlern möchte ich an dieser Stelle danken für Ihre Mühe und für Ihre Leidenschaft zu diesem Sport. Olav Lorscheider im Jahr 2005
Den meisten von uns fällt es schwer, dem Drang zu widerstehen , einen lieben Mitmenschen oder auch nur einen Gegenstand mit irgend etwas zu bewerfen - vorzugsweise allerdings aus einer gewissen Entfernung. Der erste Mensch , der diesem Drang nachgab, fing vermutlich bei einem eben seine Höhle verlassenen Nachbarn an , und die pure Freude sowohl am Erfolg als auch Über die Tatsache, gleichzeitig einen lästigen Nachbarn losgeworden zu sein ermutigte ihn zweifellos, sich um die Vervollkommnung seiner Wurftechnik zu bemühen. Dieser Reiz muss , jedoch verschwunden sein ,nachdem die Nachbarn Brocken zurückschleuderten. Hinzukam das die meisten Mitmenschen nicht zum Verzehr geeignet waren, und so verlegte sich der Anfänger mit seinen sportlichen Ambitionen auf bekömmlichere Ziele , die da waren Mammuts , Elche, und Höhlenbären. Jedenfalls war dies besser als mit einem Knüppel hinter ihnen her zu rennen, und sie war vergnüglicher. So entstand aus einem Urtrieb die Ideale Kombination von Profit und vergnügen. Eines Tages entdeckte ein kluger Höhlenbewohner die Möglichkeit das Ende eines Astest anzuspitzen was wohl Zufall war und unter Zuhilfenahme der Zähne geschah . aber das aufregende Resultat , nachdem er diesen Zweig einem Nachbarn der mit Brocken warf auf den Pelz brannte, veranlasste ihn sich eine ganze Kollektion angespitzter Zweige zuzulegen. Der Speer war erfunden. Horn Blei und scharfe Steine machten das Schiessgeschäft noch um einiges vergnüglicher, während andere Schützen ballistische Experimente mit Schlingen und runden Steinen machten kam einige auf die Sache mit dem Bogen und den Pfeilen, es entstand ein Sport der bis heute allgemein beliebt ist - eine Methode bei der aus einiger Entfernung geschossen wird ( was einiger Übung bedarf) die dem Schätzen die Möglichkeit gab sich schleunigst aus dem Staub zu machen wen der die oder das Betroffene ungemütlich wurde. Lange Zeit also vor dem Mittelalter war Jedermann mit dem Pfeil und Bogen beschäftigt, zum Teil weil es damals eine Art Erlass gab der dazu verpflichtete zu üben um etwaigen Angriffen gewappnet zu sein zum grossen Teil aber auch weil das Bogenschiessen sich als Methode bewies schnell zu einer guten Mahlzeit zu kommen oder wildes Getier abzuwehren. Bei den ganz feinen Leuten nahm die Schiesserei bald sportliche Formen an und obwohl man sich auf seine Truppen verliess um Feinde abzuwehren galt das Bogenschiessen bald als ritterliche Kunst die den Schützen adelte. Sport wurde alsbald mit der Jagd verbunden. Bogenschiessen wurde "in". Ein besonderer Vorteil im Umgang mit Pfeil und Bogen lag auch darin das ein geübter Gastgeber immerhin in der Lage war ungebetene Gäste auf Entfernung loszuwerden, was heute den Tatbestand des Totschlages erfüllen würde und zu langen Aufenthalt in Gefängnis. Damals war man jedoch nicht so empfindlich was was die Angelegenheit bestimmt reizvoller machte. Gott sei Dank wurde man zivilisierter und verzichtete alsbald auf tot und wilde Jagd. Jäger in Hoheitlichem Auftrag stellten nun dem Wild nach . Um in Übung zu bleiben und aus der Freude am Bogenschiessen entstand allmählich das was wir noch heute betreiben der Jagdbogensport Frei nach :Tickners fröhliches Halali von 1965 aus dem Fackelträger-Verlag Schmidt-Käüter Gmbh Hanover Orginal: Tickners Rough Shooting
Was gehört zum Training 1) Körperliche Fitness – leichtes Ausdauertraining 2) Der richtige Bogen – Rechts- oder Linkshand; Zuggewicht nicht zu hoch 3) Die richtigen Pfeile – Länge zu Auszugslänge richtig ? Passt der Spinwert und das Gewicht 4) Die richtige Kleidung – keine Behinderung durch Ärmel oder Brusttaschen, 5) Armschutz, Tab oder Schießhandschuh 6) Köcher – irgendwo müssen die Pfeile hin, auf den Rücken oder auf die Seite, entscheide dich 7) Schuhe – fester Stand ist wichtig, wo trainierst du 8) Ruhe, Ausgeglichenheit, Konzentrationsfähigkeit 9) Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten 10) Und vor allem Spaß am Bogensport
Rechts oder Linkshand ein Kleiner Test
Am Anfang ist es wichtig herauszufinden ob ich Rechts oder Linkshandschütze bin. Das hängt nicht unbedingt davon ab ob ich Rechts oder Linkshänder bin, ein Rechtshänder kann durchaus auch Linkshandschütze sein, das hängt davon ab welches Auge Dein dominierendes Auge ist. Das festzustellen ist ganz einfach.
Schneide dir in ein Blatt Papier ein kleines Loch in der Mitte
Nun fixiere mit offenen Augen durch das kleine Loch einen Markanten Punkt ca. 8 mtr. Entfernt. Schließe nacheinander das recht und dann das linke Auge. Das Auge das, den Markanten Punkt mittig durchs Loch sieht, ist dein dominantes Auge. Rechts = Rechte Hand zieht = Rechtshandbogen Links = Linke Hand zieht= Linkshandbogen
Bist du dir unsicher mit dieser Methode versuche es mal so Schau mit beiden Augen durch das Loch, halte das Blatt mit ausgestreckten Armen, zieh es jetzt schnell zum Gesicht (beim ziehen weiter aufs Loch schauen) vor welchem Auge das Loch landet das ist in der Regel Dein dominantes Auge.
Das Material Hier wird es schwierig, die Geschmäcker sind nun mal verschieden. Ich empfehle jedoch zum Anfang einen Recurve Bogen, weil er für das anfängliche Training am besten zu Handhaben ist. Weiter ist zu empfehlen einen Leihbogen für das erst halbe Jahr zu nehmen, denn wir fangen mit sehr wenig Zuggewicht an und werden sicher das Zuggewicht steigern, da ist der Leihbogen günstiger (fragen Sie den Händler Ihres Vertrauens) Warum, fragen Sie sich wenig Zuggewicht? Ganz einfach, Sie können bestimmt 25-30 Pound ziehen, nur im Training werden Sie viel schießen und jede Ermüdung und Überlastung wirkt sich negativ auf Ihre zu erlernende Technik und auf Ihre Gesundheit (Gelenke) aus. Sie werden Muskeln benutzen die Sie vorher wahrscheinlich nie bewusst trainiert haben, die sollten sich erst entwickeln. Der Zeitpunkt einen stärkeren Bogen zu benutzen kommt früh genug. Ich empfehle mit einem Zuggewicht um 15 Pound anzufangen (Kinder je nach Alter weniger) zurück zum Anfang
Die Bogenarten
Recurvbogen Recurve Olympic Compound sowie Langbogen , Reiterbogen und Kyodobögen
Dieser Bogentyp stammt vermutlich aus Asien und stellt eine Weiterentwicklung des ursprünglichen Bogens dar. Im Ägyptischen Theben wurden Exemplare diesen Typs gefunden, die wahrscheinlich assyrischer Herkunft waren und vermutlich aus einer Zeit von 1200 Jahren v.Chr. stammen. Im Unterschied zum Langbogen sind beim Recurvebogen die Enden der Wurfarme so stark nach vorn gebogen, dass die Sehne anliegt. Dadurch erhält der Bogen einen weicheren Auszug und höheren Wirkungsgrad. Er kann weiter gespannt werden als ein europäischer Langbogen. Die daraus resultierenden Kräfte bedingen höhere Anforderungen an das Material der Wurfarme als beim in dieser Hinsicht unproblematischeren Langbogen oder amerikanischen Flachbogen. Die anliegenden Sehnen dämpfen den Handschock nach dem Schuss. Quelle: wikipedia.org
Kurz-/Langbogen |
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Bogentuning - Pfeileinstellung |
| Ihr könnt euch die folgende Anleitung zur Hand nehmen und den Bogen einstellen. Ein paar Ringe wird’s es bestimmt geben . |
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Die Grobeinstellungzuerst, wird der Pfeil in eine sogenannte Grundeinstellung gebracht. Dazu wird der Pfeil mittig zum Button mittels Pfeilauflage ausgerichtet. Anschließend wird der Abstand des Pfeils zum Bogenfenster eingestellt. Im letzten Schritt wird die Buttonhärte grob voreingestellt.
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Pfeilauflage ausrichten |
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Besitzer eines OK-Tunerblockes werden jetzt nur müde lächeln, denn Sie können die Höhe der Pfeilauflage per Einstellschraube sehr genau und vor allem einfach auf die Pfeilmitte ausrichten.
Für alle anderen heißt es, die alte Pfeilauflage runter und neu positioniert. Der Pfeil muss mittig auf dem Buttonkopf liegen. Wird der Pfeil zu hoch angesetzt (oberes drittel ist absolut tabu!) kann schnell der Pfeil auf dem Button aufsetzen. Wie immer beim Schiessen ist auch hier die Mitte goldrichtig. |
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Buttontiefe einstellen (Pfeilabstand) |
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Der Pfeilabstand wird so eingestellt, dass der Pfeil 1/4 bis 1/2 der Pfeilstärke vom Bogenfenster weg steht Gemessen wird dabei in der Form, dass die Sehne mittig auf das Bogenmittelteil ausgerichtet und die Laufrichtung des Pfeils kontrolliert wird. Sie müssen auf ihrem Mittelteil nach entsprechenden Punkten suchen, welche die Mitte des Mittelteils markieren. |
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Buttonhärte |
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Nachdem der Pfeil nun horizontal und auch vertikal in eine Grundposition ausgerichtet wurde stellen wir die Buttonhärte (oder auch Buttonstärke) grob ein. Man kann prinzipiell alle Bögen in die Klassen leicht (bis 25 lbs), mittel (25 .. 38 lbs) und schwer (>38 lbs) einteilen. Beim kauf der meisten Buttons werden auch unterschiedlich starke Federn mit geliefert. Je stärker der Bogen umso härter sollte auch die Feder gewählt werden. |
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Sollte man lediglich eine Feder zur Auswahl haben, so wird diese entsprechend der obere eingeführten Einteilung in leicht, mittel und schwer auf weich, mittel bzw.hart eingestellt.
Man sollte hierbei unbedingt darauf achten, dass der Button nicht bereits durch das Anlegen des Klickers eingedrückt wird. Ebenso darf der Laufweg, den der Buttonkopf hat weder auf den Anschlag laufen noch ungleichmäßig laufen. Getestet wird dies, indem der Button in das Mittelteil geschraubt wird und mit dem Finger der Buttonkopf eingedrückt wird. |
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Die Nockpunkthöhe |
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Der untere Nockpunkt sollte in einem ersten Schritt auf ca. 8mm Überhöhung eingestellt werden. Also, Checker so anlegen, dass er die Pfeilauflage berührt, aber nicht runterdrückt. Anschließend den unteren Nockpunkt 8mm höher anbringen, als die Pfeilauflage.
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| zurück zum Anfang | ||||||

Die Pfeile
Aluminium, Karbon, Holz was soll ich nehmen. Hierzu muss ich sagen nehmen Sie zum Anfang
Aluminium Pfeile, der Preis, die Haltbarkeit, die Möglichkeit des Richtens und die Bestimmung
der Pfeilwerte ist hier am günstigsten.
Welche Länge
Die Länge des Pfeils richtet sich hauptsächlich nach Ihrer Auszugslänge, Ihr Händler oder Trainer
wird einen Speziellen Testpfeil haben mit dem Sie diese bestimmen können.
Wollen Sie es allein herausfinden gehen Sie wie folgt vor:
Nehmen Sie einen ungekürzten Rohschaft, legen Sie das Eine Ende mittig der Schultern an der
Brust an, strecken Sie beide Arme längst des Schaftes vom Körper aus (richtig strecken) wo
Ihre Fingerspitzen enden( Mittelfinger) können Sie den Schaft abschneiden, mit Spitze und Nock
wird er nun die richtige Länge haben.
Spinewert
Lassen Sie sich gründlich beraten, hier gibt es Listen, aber Erfahrung ist mehr als hilfreich und
Ihr Händler oder Trainer oder erfahrene Schützen helfen Ihnen gern. Auch für Durchmesser und
Gewicht gilt das gleiche.
Zuggewicht und Material bestimmt Durchmesser und Gewicht
Durchmesser Gewicht Material und Länge bestimmt Spine
Die Befiederung
Befiederung
Im Laufe der Geschichte wurden für Pfeile die
unterschiedlichsten Befiederungen verwendet, wobei
mittelalterliche Bogenschützen Gänsefedern bevorzugten.
Die Befiederung dient dazu, dem Pfeil während seines
Fluges eine Eigenrotation um die Pfeilachse zu verleihen,
wodurch seine Flugbahn deutlich stabilisiert wird.
An historischen Pfeilen wurden 2-4 Federn gefunden, an
modernen Pfeilen kommen gelegentlich auch 6 Federn zum Einsatz.
Heute werden im Allgemeinen drei Arten von Federn eingesetzt.
Zum einen die Truthahnfedern, sie sind hauptsächlich an dicken Aluminiumpfeilen zu finden, die in der Regel für den Jagdsport
benutzt werden. Die am weitesten verbreiteten sind
Kunststofffedern, die es in verschiedenen Längen und
Steiffigkeiten gibt. Die sportliche Elite benutzt für lange
Distanzen (im Freien 70m) sogenannte Spin Wings. Sie sind
ebenfalls aus Kunststoff und sind parallel zur Pfeilachse
eingedreht, sodass sie sich noch schneller drehen.
Im Kyudo gelten Adlerfedern als die beste Qualität, da sie
auch einem Aufprall der Feder auf Stein widerstehen. Aus
Gründen des Artenschutzes sind Adlerfedern sehr teuer, ein
einziger Pfeil kann mehrere 100 kosten. Zu Trainingswecken
werden heute auch hier meist Truthahnfedern verwendet. Die
Befiederung an Kyudo-Pfeilen ist länger als an europäischen
Pfeilen und gerade angebracht. Die Rotation des Pfeiles wird
ähnlich wie beim Auftrieb von Flugzeugen durch das
"Tragflächen"-Profil des Feder erzeugt. Es wird pro
Durchgang jeweils ein Pfeil mit rechten ("Haya") und ein
Pfeil mit linken Federn ("Otoya") verschossen, dies wird
historisch damit begründet, dass der zweite Pfeil
(bei einem Meisterschützen ) durch die geringfügig anderen
Flugeigenschaften den ersten Pfeil nicht auf die Nocke
trifft und damit zerstört.
Quelle: wikipedia.org
Hier gibt es eine große Auswahl und jeder wird seinen Geschmack finden.
Regel ist: Plastik ist schneller als Natur, kürzer ist schneller als lang.
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Easton Plastik Spin Wing Elite Natur 10 Zoll
Die Nocks
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3D Nock Beiter Nocks (Empfehlung) Arizona
Die Spitzen
Pfeilspitzen
Die Spitze besteht heute im Allgemeinen aus Metall, aus
prähistorischer Zeit sind aber auch Spitzen aus Feuerstein,
Schiefer und Knochen bekannt. Prinzipiell kann man auch
den hölzernen Schaft anspitzen und im Feuer härten, aber
da sich solche Pfeile schlecht erhalten weiß man nichts über
die tatsächliche prähistorische Verwendung solcher Spitzen.
Die Spitze kann entweder als Hülse auf einen konisch
geformten Schaft aufgesetzt werden, oder ein Dorn an der
Spitze wird in eine Bohrung bzw. Kerbe im Schaft gesetzt.
Die Spitzen werden durch kleben oder aufschrauben
befestigt, mittelalterliche Spitzen waren oft zusätzlich mit
Garnwicklungen gesichert.
Eine einfache Pfeilspitze für das Schießen auf Targets.
vergrößern
Eine einfache Pfeilspitze für das Schießen auf Targets.
Heutige Spitzen für den Sport sind meist einfache, gedrehte,
Metallspitzen die als Hülse aufgesetzt werden und die darauf
ausgelegt sind die Ziele so wenig wie möglich zu beschädigen.
Jagdspitzen haben entweder zusätzlich ein Blatt mit
geschärften Schneiden oder stumpfe, ausgedehnte Spitzen,
um die Beute zu betäuben.
Vor allem zu Kriegszwecken gab es zahlreiche weitere
Spitzenformen. Die typische war wohl die "Bodkin"-Spitze,
die durch hohes Gewicht bei relativ kleinem Querschnitt
panzerbrechend auf die damaligen Rüstungen wirkte, aber
gleichzeitig sehr einfach zu schmieden war. Die im
mittelalterlichen England erfundene Bodkin-Spitze war
äußerst lang. Die Spitze eines Brandpfeils hatte direkt hinter
der eigentlichen Spitze einen metallenen Käfig, in dem
brennbares Material angebracht werden konnte, so dass die
Hitze direkt auf das Ziel wirkte, den Schaft aber nicht vorzeitig
beschädigte. Zum gezielten Töten von Pferden, die seltener als
ihr Reiter durch eine Rüstung geschützt waren, verwendete
man besonders breite Pfeilspitzen. Im Mittelalter waren zudem
Pfeilspitzen gebräuchlich, die mit Widerhaken versehen waren.
Ein mit solch einer Spitze ausgestatteter Pfeil verursachte
beim Herausziehen dermaßen schwere Verwundungen, dass
in mittelalterlichen Abhandlungen empfohlen wurde, den
Pfeil nach Möglichkeit durch den betroffenen Körperteil
durchzustoßen und die Spitze auf der anderen Seite
abzuschneiden.
Die heute so genannten "Sehnenschneider" waren Spitzen,
die in ein breites Blatt ausliefen, das nach vorne offen
halbmondförmig endete und dessen vordere Seite als Schneide
geschliffen war. Der tatsächliche Kriegseinsatz solcher Spitzen
ist unklar, sicherlich wurden sie jedoch nicht auf Personen
verschossen, sondern eher zum Durchtrennen von Seilwerk benutzt.
Vergiftete Pfeilspitzen waren historisch einerseits zur Jagd
vorgesehen, z.B. um in unwegsamem Urwaldgelände eine Flucht
der Beute zu verhindern, oder mit schwachen Bögen auch
große Beute zu erlegen. Andererseits wurden sie zu
Kriegszwecken genutzt, um die Wirkung nicht unmittelbar
tödlicher Treffer zu erhöhen. In Europa und Japan war der
Einsatz von Giftpfeilen jedoch als "unritterlich" verpöhnt
(was gelegentlichen Einsatz nicht ausschloss). Zum Einsatz
kam z.B. in Südamerika Curare und Hautsekret von
Pfeilgiftfröschen, in Europa z.B. Eisenhut.
Quelle: wikipedia.org
Auch die Spitze des Pfeils hat aufgrund ihrer Form und ihres Gewichtes Einfluss auf das
Flugverhalten des Pfeils hier ist wieder ausprobieren angesagt. Ich empfehle mit einem
Spitzengewicht von125 Grain anzufangen und eine Scheibenspitze zu verwenden.


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Scheibenspitze Blunt Bullet

Feld Mittelalterliche Spitzen
Findet heraus wie die heißen
Und wofür die waren
Eigenschaften von Pfeilen *
Auch wenn sich das der Anfänger kaum vorzustellen vermag, so ist der Pfeil doch sehr
komplex. Er ist aus verschiedenen Materialien aufgebaut und ist ebenfalls sehr individuell.
Mit individuell ist hier gemeint, dass man den einzelnen Schützen selbst in größeren
Vereinen an seinem Pfeil eindeutig identifizieren kann. Beginnen wir jetzt mit dem Aufbau
eines Pfeils. Das folgende Bild zeigt die Grundkomponenten eines Pfeilers.
1-Nock 2-Federn 3-Ringe 4-Schaftstärke 5-Schaft 6-Scheibenspitze

Der Pfeil besteht also mindestens aus den vier Komponenten Spitze, Schaft, Fletch, und Nock. .
Bei manchen Schäften benötigt man einen Adapter, um den Nock zu befestigen, bei anderen
einen Adapter, um die Spitze einzusetzen. Manchmal benötigt man sogar beides. Die Fletches
bestehen im Allgemeinen aus Kunststoff. Wenn man statt Kunststoff Federn nimmt, werden
diese dann auch als Federn und nicht als Fletch bezeichnet.
Wichtig ist ebenfalls zu wissen, dass es verschiedene Schaftmaterialien gibt. Die gebräuchlichsten
für das Compoundbogenschießen sind Schäfte aus Aluminium, Karbon, Alu-Karbon und Graphit.
Diese haben teilweise recht unterschiedliche Eigenschaften und Preise. Die preiswertesten
Schaftsorten zurück zum Anfang
sind, Aluminium und die teuersten bestehen aus Alu-Karbon.
Schaftmaterial |
Eigenschaften des Pfeils * |
Aluminium |
Aluminiumschäfte sind im Durchschnitt bei gleicher Steifigkeit im Vergleich zu Karbon oder Alu-Karbon schwerer und dicker. Deshalb werden sie gerne in der Halle geschossen. Da ein dicker Pfeil windanfälliger ist, wird er über mehr als 30m im Freien seltener geschossen. In der Halle versprechen sich einige aufgrund des höheren Durchmessers eine höhere Punktezahl. |
Karbon |
Karbon Pfeile sind dort sehr beliebt, wo Alu weniger gerne geschossen wird, also hauptsächlich im Freien und auf größere Distanzen. Das liegt daran, dass diese dünner und leichter als Alupfeile sind. Damit sind sie weniger anfällig für Wind. Da sie leichter sind, fliegen sie auch schneller, was vor allem beim Schießen auf Ziele unbekannter Entfernungen ein Vorteil ist. |
Alu-Karbon |
Die Alu-Karbon-Pfeile sind im Vergleich zu den anderen die teuersten. Man kann damit noch leichtere (z.b.: Easton ACE) oder auch dünnere (z.b.: Easton X10) Pfeile produzieren als mit Karbon allein. Sie bestehen aus einem dünnen Aluminiumschaft, der mit Karbon ummantelt ist. |
Graphit |
Graphit-Pfeile unterscheiden sich nicht wesentlich von Karbonpfeilen. Meines Wissens bestehen sie aus kleineren Partikeln. Sie verbiegen sich bei Überlastung daher auch nicht, sondern brechen. |
Richtwerte für Sehnenabstände, gemessen vom tiefsten Punkt der Griffschale senkrecht zur Sehne. |
Bogenlänge in Zoll: |
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Sehnenabstand in cm: |
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Richtwerte für die Nockpunkthöhe: | ||
Sie liegt bei ca. 11 bis 15mm Oberkante Nocke, also Unterkante oberer Nockpunkt. | ||
Der Rohschafttest | ||
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Der Rohschafttest wird auf ca. 15 m durchgeführt. (Es ist egal ob 12m, 15m oder 20 m. Aber weder zu nah noch zu weit weg!)
Bringen Sie sich einen Zielpunkt in der Mitte der Scheibe an. Schiessen sie 3 befiederte Pfeile auf die Scheibe. Diese Pfeile bilden eine Gruppe. | ||
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Sollte ihr Rohschaft ähnlich dem roten Punkt oberhalb der Gruppe liegen, müssen Sie den Nockpunkt an ihrer Sehne etwas nach oben versetzten. Entsprechend anders herum wird es bei dem grauen Punkt (also Rohschaft unterhalb der Gruppe) laufen. In diesem Fall den Nockpunkt etwas nach unten verschieben. Bei seitlichem Versatz wird mit dem Button nachgestellt. Sollte der Rohschaft rechts von der Gruppe stecken (blauer Punkt) wird der Button etwas härter eingestellt bei Rechtshandschützen. Entsprechend weichere Buttoneinstellung bei linkem Versatz. |
Nach einer Neueinstellung des Buttons und/oder des Nockpuktes, den Test wiederholen. | ||
Mit unbefiedertem Pfeil (Rohschaft) | |
| Ablauf:
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Tab oder Schießhandschuh und Armschutz
Wozu soll ich einen Tab oder Handschuh benutzen, was soll dieser Armschutz ist das wirklich nötig?
Ganz klar gesagt, ja. Beim Lösen rollt die Sehne über die Fingerkuppen, ein zwei dreimal ist das in
Ordnung nur will ich mehr schießen werde ich schnell feststellen das die dabei auftretenden Kräfte
auf die Fingerkuppen schmerzhaft werden und nicht selten werden die Fingerkuppen geprellt oder
sogar die Oberhaut aufgerissen. Also nutzen Sie eins von beiden, Tab oder Handschuh.
Was ist besser findet es selbst heraus.Ein Tip, Visierschützen kommen mit Tab meist besser zurecht
(Ankerplatte).
Blankschützen meist mit dem Handschuh.
Nun zum Armschutz, da will ich es kurz machen, selbst erfahrene Schützen treffen mit der Sehne
schon mal den Unterarm und ohne Armschutz geht das nicht gut. Schwerste Blutergüsse sind die Folge.

Handschuh Tab
Weiteres Zubehör
Cartel Flipper Auflage Dura Flipp Auflage Hoyt Super Auflage

Sehnendämpfer Befiederungsgerät Wickelgerät für Mittelwicklung



Bogenspannschnur Spitzeninlettset Federnklebeband
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Brustschutz Sehne Sehnenwachs Nocks


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Der Köcher
Auch hier gibt es eine große Vielfalt von Köchern für Seite (Seitenköcher) und für auf den Rücken
(Rückenköcher) Ich empfehle einen Seitenköcher weil, ich meine das mein eine bessere Übersicht
über seine Pfeile hat, und weil gebückt beim Rückenköcher oft Pfeile aus dem Köcher rutschen.
Es ist jedoch letztendlich Geschmacksache und beeinflusst das Schießen kaum.
Rückenköcher von Martin Seitenköcher PSE

Rückenköcher Selbstbau Seitenköcher klein
Kleine Bogenkunde(lexica)
Alle ins Gold |
Bogenschützen-Gruß: Man wünscht damit, dass alle(gemeint sind die Pfeile) ins Gold (genau mitten ins Ziel) gehen.
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Ankerpunkt |
Punkt am Kopf, der beim Auszug entweder von einer bestimmten Stelle der Sehne oder der ausziehenden Hand in immer gleicher Weise berührt wird.
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Auszugslänge |
Entfernung des Nock-Punktes vom tiefsten Punkt der Griffschale (bei vollem Auszug) + 1¾ Zoll. {AMO Standard}
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Armschutz |
Ein meist aus Leder oder Kunststoff gefertigtes Teil, das den Bogenarm vor der Sehne schützt. Meist wird dabei nur der Unterarm geschützt. |
barreled |
Als barreled bezeichnet man (Pfeil-)Schäfte, die zu beiden Enden im Vergleich zur Mitte dünner werden
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Baumstand |
Jagstellung eines Jägers im Baum
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Befiedern |
Einen Schaft mit Fletch oder Federn versehen.
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Befiederungsgerät |
Hilfsmittel, um das Befiedern zu erleichtern und eine höhere Gleichmäßigkeit zu erreichen
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Blankbogen |
Bogen ohne Visier
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Blunt(-spitze) |
Spitze eines Pfeilers, die platt ist. Wird vor allem bei Kleinwild eingesetzt.
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Bogenarm |
Arm, der den Bogen(-griff) hält.
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Bogenfenster |
Über dem Griff gelegene Ausschnitt im Mittelstück des Bogens, in der die Pfeilauflage montiert wird.
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Bogenlänge |
Beim Compoundbogen der Abstand der beiden Achsen, auf denen die Rollen(Cams) rotieren.
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Bogenschlinge |
Ein meist aus lederartigem Material gefertigte Schlaufe, die mit dem Bogen fest verbunden ist. Sie dient dazu, dass der Bogenschütze, der den Bogen zum Zeitpunkt des Lösens entspannt halten soll, diesen nicht fallen lässt.
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Bogenständer |
Vorrichtung, die den Bogen hält, wenn man gerade nicht schießt.
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Bogner |
Bogenschütze
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Bowyer |
Bogenbauer
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Broadhead |
Jagdspitze |
Cam |
die ovalen Rollen eines Compoundbogens werden Cams genannt
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Centershot-Bogen |
Bogen, bei dem der untere Teil des Bogenfensters über die Mittellinie des Bogens hinaus ausgeschnitten ist.
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Checker |
T-förmiges Hilfmittel, das dazu dient, die Spannhöhe des Bogens zu messen und die Höhe des(r) Nockpunkt(-s)(-e) festzulegen.
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Compoundbogen |
moderne Bogenart, bei der mit Hilfe eines geschickten Systems von Kabel die Auszugskennlinie optimiert wird. |
Deflex |
Als Deflex wird ein Bogen bezeichnet, dessen Griffmulde im Vergleich zum Mittelpunkt der Verbindungslinie der Wurfarmtaschen näher am Ziel ist als am Körper, d.h. sie haben die Form eines D´s. Das Gegenteil ist Reflex. Deflexe Bögen haben meist eine überdurchschnittliche Standhöhe und eine unterdurchschnittliche Geschwindigkeit.
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Deutscher Bogensportverband
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Deutscher Feldbogen Sport Verband
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dominantes Auge |
Wenn der Mensch mit beiden Augen geöffnet sieht, bestimmt ein Auge das Bild, das vom Gehirn wahrgenommen wird. Dieses wird das dominante oder dominierende Auge genannt.
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Deutscher Schützenbund | |
Fast-flight |
hochwertiges Sehnenmaterial, das sich sehr wenig dehnt.
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Feder |
Federn werden auf die Pfeile zur Stabilisierung ihres Fluges geklebt.
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Feldschießen |
Bogenschießen im Gelände. Dabei ist oft die Entfernung und der Steigungswinkel nicht bekannt und muss geschätzt werden
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Federation Internationale de Tir à l'Arc (Internationaler Bogensportverband)
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Fletch |
Kunststofffedern, die auf den Pfeil geklebt werden, um den Pfeilflug zu stabilisieren
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Fingerschlinge |
Band mit Schlaufen, dessen Funktion analog der Bogenschlinge ist. Im Gegensatz zur Bogenschlinge ist es aber nicht mit dem Bogen verbunden. |
Gipfelzuggewicht |
Das maximale Zuggewicht beim Compoundbogen
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Grain |
Gewichtseinheit für Schützen. Ein Grain entspricht 0,0648g
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Gruppierung(Gruppe) |
Meint das Auftreffen mehrerer Pfeile auf dasselbe Ziel. Von einer guten Gruppierung spricht man, wenn die Pfeile eng beieinander liegen. |
Handschock |
Der beim Abschießen des Pfeilers wirkende Rückschlag wird als Handschock bezeichnet. |
Hunter-Runde |
Turniermodus, bei dem nur ein Pfeil pro Scheibe geschossen wird |
International Field Archery Association (Internationaler Feldbogenverband)
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Inch |
englische Bezeichnung für Zoll. 1 Zoll = 2.54cm
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Instinktiv-Schiessen |
Beim instinktiven Schießen wird ohne jede Zieleinrichtung nur durch Anschauen des Zieles geschossen. |
Kabelabweiser |
Bestandteil der meisten Compoundbögen, der die Kabel aus der Flugbahn des Pfeils drückt.
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Kisser |
Eine zur zusätzlichen Kontrolle der konstanten Schussposition an der Sehne in Mundhöhe angebrachte Markierung.
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Klicker |
Kleine Metallzunge, die am Bogenfenster vor der Pfeilauflage montiert wird, die der Kontrolle eines gleichmäßigen Auszugs dient. Spielt bei Compoundbögen keine große Rolle.
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Köcher |
Behältnis zur Aufbewahrung und Transport der Pfeile
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Kreuzdominanz |
Ideal beim Bogenschießen ist, dass der "Rechtsschütze" ein rechtsdominantes Auge hat. Der "Linksschütze" sollte entsprechen ein links dominantes Auge haben. Ist das nicht der Fall, spricht man von Kreuzdominanz.
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Killzone |
Tötungszone bei Tierauflagen oder 3D-Tieren
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Kyudo |
Japanische Form des Bogenschiessens |
Laminierter Bogen |
Aus verschiedenen Schichten, die meist aus unterschiedlichem Material bestehen, zusammengesetzter Bogen
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Langbogen |
Eine dem englischen Bogen nachempfundene Bogenart, die über keinen sog. Recurve verfügt.
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Lb,lbs(plural) |
engl. Pfund. Entspricht etwa 454g
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Leitfeder |
Ist der Teil der Befiederung, der im rechten Winkel zu der Nockkerbe aufgesetzt ist. Diese ist meist farblich gekennzeichnet.
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Let off |
Zugreduzierung beim Compoundbogen. Sie gibt an um wie viel Prozent das maximale Zuggewicht bei vollem Auszug reduziert ist.
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Links(hand)schütze |
Linkshandschützen ziehen mit links die Sehne aus und halten den Bogen mit Rechts.
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Lösen |
Abschießen des Pfeils durch Loslassen der ausgezogenen Sehne. |
Mittelteil |
Am Mittelteil des Bogens sind die Wurfarme befestigt. Der Griff und eventuell das Bogenfenster sind Bestandteile des Mittelteils.
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Mittelwicklung |
Umwicklung des mittleren Teils der Sehne, um eine Fixierung des Nockpunktes zu erleichtern und die Sehne zu schützen. Diese Umwicklung wird mit sog. Wickelgarn erzeugt.
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Monostabi(-listator) |
einzeln eingesetzter Frontstabi. Siehe: Stabi.
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Mundmarke |
siehe Kisser |
Nachhalten |
Kurzes Verbleiben in der Abschusskörperhaltung nach Abfeuern des Pfeils bis dieser einschlägt..
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Nock(e) |
Hinteres Ende des Pfeilers, das auf die Sehne gesteckt wird.
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Nockpunkt |
Markierung auf der Sehne, die anzeigt, wo der Pfeil aufgesetzt werden muss. Meist werden ein oder zwei Nockpunkte gesetzt. Verwendet man einen, setzt man den Pfeil direkt unterhalb dieses Nocks. Verwendet man zwei Nockpunkte wird der Pfeil dazwischen auf die Sehne gesteckt. |
Overdraw |
Bei einem Overdraw handelt es ich um eine Pfeilauflage, bei der der Pfeil näher an der Sehne aufgelegt wird. Ziel ist es, kürzere Pfeile schießen zu können, die dann schneller fliegen und eine flachere Flugbahn haben. Die Präzision leidet aber unter Umständen. |
Parcour |
Trainings- oder Turniergelände
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Peep Sight |
auch Lochvisier, Sehnenvisier genannt. Das Peepsight ist ein Hilfsmittel, das in der Sehne des Bogens verankert ist, durch das man das Visier anpeilt.
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Pfeilauflage |
Anbauteil an einem Bogen, das im sog. Bogenfenster verankert ist. Wie der Name schon sagt, legt man den vorderen Teil des Pfeils dort auf. |
Rechts(Hand)schütze |
Schütze, der den Bogen(die Sehne) mit der rechten Hand auszieht
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Recurve |
Ende des Wurfarms, das sich im Zeitpunkt des Lösens vom Schützen wegbiegt. In diesem Teil des Bogens wird die meiste Energie gespeichert
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Recurvebogen |
Bogen, der mit Recurve-Wurfarmen ausgestattet ist.
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Release |
Hilfsmittel zum Ausziehen und Lösen der Sehne
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Reflex |
Gegenteil von Deflex
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Rohschafttest |
Test, bei dem das Auftreffen eines unbefiederten Pfeils mit einer Gruppe von befiederten verglichen wird. Dieser Test gehört zum Pfeiltuning. |
Schaft |
Das Mittelstück eines Pfeils.
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Scheibenauflage |
Papier mit einer farbigen Ringeinteilung oder aufgemalten Tieren, das auf der Zielscheibe befestigt wird und als Ziel dient.
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Scheibenpanik |
Probleme, den Pfeil zu lösen, wenn der Bogen "im Gold ist"
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Schießhandschuh |
Lederhandschuh mit 3 Fingern, der Zeige-, Mittel- und Ringfinger der Zughand schützt. (alternativ kann auch ein Tab verwendet werden)
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Schussfenster |
siehe: Bogenfenster
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Scope |
Vergrößerungsglas mit Zielpunkt, das am Visier befestigt wird und nur mit Hilfe des Peep-Sight ein halbwegs scharfes Bild liefert..
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Sehnengalgen |
Gerät zum Wickeln einer Bogensehne
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Sehnenwachs |
Die Sehnen und Kabel eines Bogens müssen regelmäßig gewachst werden. Ein für diesen Zweck optimiertes Wachs nennt man Sehnenwachs.
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Spannhöhe |
Entfernung: Tiefster Punkt im Griffstück zur Sehne
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Spannriemen |
Hilfsmittel, um einen Bogen (nicht für Compoundbogen geeignet) zu spannen und in einen schussbereiten Zustand zu versetzen.
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Spine(-wert) |
Kennzahl für die Steifigkeit eines Pfeils
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Stabilisator |
Hilfsmittel um Schwingungen des Bogens zu dämpfen.
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Spinne |
Vorrichtung um in umgedrehter Y - Form die Stabis zu befestigen. (Frontstabi + Seitenstabis) |
Tab |
Hilfsmittel aus Leder oder Kunstleder, mit dem man den Bogen auszieht.
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Traditionelles Bogenschießen |
Das Bogenschießen ohne Zielvorrichtung mit einem "normalen" (meist aus Holz) bestehenden Bogen.
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Trockenschuss |
Wenn man den Bogen auszieht und ohne Pfeil löst, spricht man von einem Trockenschuss. Manchmal auch Leerschuss genannt.
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Tuning |
Das Abstimmen des Pfeils und Bogens. |
Untergriff |
Das Greifen der Sehne mit drei Fingern unterhalb des Pfeils wird Untergriff genannt. |
V-Bar |
siehe Spinne
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Visier |
Vordere Zielvorichtung eines Bogens. Man unterscheidet Jagd- und Scheibenvisiere. Während das Scheibenvisier auf jede Entfernung eingestellt wird, hat das Jagdvisier eine kleine Anzahl von fest eingestellten Entfernungen. Alle Zwischenstufen werden geschätzt. |
Wurfarm Oberer und unterer Teil des Bogens der sich biegt und die Energie
beim Zurückschwingen über die Sehne auf den Pfeil überträgt.
X Die Mitte der Mitte ( dem Gelb) wird duch ein X gekenzeichnet
Zoll |
1 Zoll entspricht 2.54 cm
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Zuggewicht |
Das maximale Zuggewicht wird oft kurz auch nur als Zuggewicht bezeichnet.
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Zughand |
Die Hand, die die Sehne auszieht |
3D Zielscheiben(3D Tiere) Beim3D-Schießen wird auf 3-dimensional nachgebildete Kunststofftiere geschossen |
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Zuggewichtsangaben kg/lbs |
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1 lbs (engl. Pfund) entspricht 453,59 gr
kg | lbs | kg | lbs | kg | lbs | kg | lbs | kg | lbs | kg | lbs |
10,0 | 22,0 | 14,0 | 30,9 | 18,0 | 39,7 | 22,0 | 48,5 | 26,0 | 57,3 | 30,0 | 66,1 |
10,2 | 22,5 | 14,2 | 31,3 | 18,2 | 40,1 | 22,2 | 48,9 | 26,2 | 57,8 | 30,2 | 66,6 |
10,4 | 22,9 | 14,4 | 31,7 | 18,4 | 40,6 | 22,4 | 49,4 | 26,4 | 58,2 | 30,4 | 67,0 |
10,6 | 23,4 | 14,6 | 32,2 | 18,6 | 41,0 | 22,6 | 49,8 | 26,6 | 58,6 | 30,6 | 67,5 |
10,8 | 23,8 | 14,8 | 32,6 | 18,8 | 41,4 | 22,8 | 50,3 | 26,8 | 59,1 | 30,8 | 67,9 |
11,0 | 24,3 | 15,0 | 33,1 | 19,0 | 41,9 | 23,0 | 50,7 | 27,0 | 59,5 | 31,0 | 68,3 |
11,2 | 24,7 | 15,2 | 33,5 | 19,2 | 42,3 | 23,2 | 51,1 | 27,2 | 60,0 | 31,2 | 68,9 |
11,4 | 25,1 | 15,4 | 33,9 | 19,4 | 42,8 | 23,4 | 51,6 | 27,4 | 60,4 | 31,4 | 69,2 |
11,6 | 25,6 | 15,6 | 34,4 | 19,6 | 43,2 | 23,6 | 52,0 | 27,6 | 60,8 | 31,6 | 69,7 |
11,8 | 26,0 | 15,8 | 34,8 | 19,8 | 43,6 | 23,8 | 52,5 | 27,8 | 61,3 | 31,8 | 70,1 |
12,0 | 26,5 | 16,0 | 35,3 | 20,0 | 44,1 | 24,0 | 52,9 | 28,0 | 61,7 | 32,0 | 70,5 |
12,2 | 26,9 | 16,2 | 35,7 | 20,2 | 44,5 | 24,2 | 53,3 | 28,2 | 62,2 | 32,2 | 71,0 |
12,4 | 27,3 | 16,4 | 36,1 | 20,4 | 45,0 | 24,4 | 53,8 | 28,4 | 62,6 | 32,4 | 71,4 |
12,6 | 27,8 | 16,6 | 36,6 | 20,6 | 45,4 | 24,6 | 54,2 | 28,6 | 63,0 | 32,6 | 71,9 |
12,8 | 28,2 | 16,8 | 37,0 | 20,8 | 45,8 | 24,8 | 54,7 | 28,8 | 63,5 | 32,8 | 72,3 |
13,0 | 28,7 | 17,0 | 37,5 | 21,0 | 46,3 | 25,0 | 55,1 | 29,0 | 63,9 | 33,0 | 72,7 |
13,2 | 29,1 | 17,2 | 37,9 | 21,2 | 46,7 | 25,2 | 55,5 | 29,2 | 64,4 | 33,2 | 73,2 |
13,4 | 29,5 | 17,4 | 38,4 | 21,4 | 47,2 | 25,4 | 56,0 | 29,4 | 64,8 | 33,4 | 73,6 |
13,6 | 30,0 | 17,6 | 38,8 | 21,6 | 47,6 | 25,6 | 56,4 | 29,6 | 65,2 | 33,6 | 74,1 |
13,8 | 30,4 | 17,8 | 39,2 | 21,8 | 48,1 | 25,8 | 56,9 | 29,8 | 65,7 | 33,8 | 74,5 |
14,0 | 30,9 | 18,0 | 39,7 | 22,0 | 48,5 | 26,0 | 57,3 | 30,0 | 66,1 | 34,0 | 74,9 |
Die verschiedenen Ziele
Je nach Disziplin wird im Bogensport auf die verschiedensten Ziele geschossen. Üblicherweise wird
entweder auf Scheiben oder auf sogenannte 3D Tiere geschossen. Auf Grund der Durchschlagskraft
eines Pfeilers sind die Ziele relativ dick. Es gilt die Geschwindigkeit der Pfeile nicht zu abrupt zu
verzögern, um die Pfeile zu schonen. Die folgenden Bilder zeigen ein paar Beispiele:
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Die Standardscheibe im Bogensport schlechthin. Sie besteht aus gepresstem Stroh, und hat daher ein ganz ordentliches Gewicht. Um den Verschleiß und die Kosten zu verringern sind diese Scheiben aus Schichten aufgebaut. Diese Schichten lassen sich austauschen. | ||
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Der Vorteil einer Schaumstoffscheibe besteht zum Großteil aus seinem geringen Gewicht und der Tatsache, dass sie etwas Witterungsbeständiger ist als die Stramitscheibe. Es gibt sehr viele verschiedene Modelle, so dass es relativ schwer ist, genauere Aussagen zu machen. Zum Beispiel gibt es sowohl schichtweise aufgebaute Scheiben als auch welche mit auswechselbarer ringförmiger Mitte. Man kann jedoch auch Scheiben erhalten, die aus einem Schaumstoffblock bestehen. | ||
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Vor allem im Feld&Jagd Bereich werden die sogenannten 3D Tiere eingesetzt. Anders als bei den Scheiben, auf denen erst die Auflage die Zielregionen markiert, sind diese auf 3D Tieren fest vorgegeben. |
Es gibt noch eine Vielzahl weitere Materialien, aus denen Scheiben gemacht werden können. Die
Mitte der Zielscheiben ist beim Bogensport gelb und wird als Gold bezeichnet. Bei den sogenannten
Fita Auflagen ist jede Farbe mit zwei Ringen vertreten und zwar von innen nach außen in der
Reihenfolge
Gold=10, Gold=9, Rot=8, Rot=7, Blau=6, Blau=5, Schwarz=4, Schwarz=3; Weiß=2; Weiß=1. Je
nach Entfernung auf die geschossen wird sind die einzelnen Ringe mehr oder weniger breit. Bei
den geringeren Entfernungen lässt man zusätzlich dazu die äußeren Ringe auch einfach weg. So
fehlen der 18m Fita Auflage alle Ringe der Punktzahl kleiner als 6. Erwähnt werden sollte noch,
dass der 10 - Ring noch mal unterteilt ist. Während in der Halle für die Compoundbogenschützen
nur die innere Zehn als Zehn gewertet wird, entscheidet sie im Freien nur bei sonst gleichen
Schussergebnissen über die bessere oder schlechtere Platzierung. Die sogenannten Feld&Jagd
Auflagen sind zwar auch in der Mitte gelb, aber danach folgen nur noch schwarze Ringe.
Das Training in Bildern
( von Lorscheider )
Stehen Sie gerade im 90 Gradwinkel zum Ziel. Stehen Sie mit den Füßen ca. eine Schulterbreit
auseinander und halb offen. Hüfte und Schultern richten sich zum Ziel aus.



Halten Sie den Bogen mit offener Hand , schließen Sie im Schuss nicht die Hand(Schnappen). Ein Finger reicht den Bogen zu halten.
Beim Training ist eine Handschlinge hilfreich
Da gibt es zwei. Sie müssen sich entscheiden
Mediterran oder Untergriff.

Mediteran (Anker am Kinn)

Untergriff (Anker an der Wange)
Legen Sie die Sehne in die vorderen Gelenke Ihrer Finger und klemmen Sie den Pfeil nicht mit
den Fingern ein.
Bewegen Sie den Bogenarm (leicht angewinkelt) in Wagerecht Stellung ,drücken sie den Bogen von sich fort und ziehen Sie gleichmäßig unter Nutzung
der Rückenmuskulatur die Sehne bis Sie Ihren Ankerpunkt erreicht haben. Sie sollten nun die
Muskelspannung zwischen den Schulterblättern spüren.
Drücken Sie die Bogenhand nicht nach vorn.
Geben Sie dem Zug nicht nach.
Bewegen Sie den Oberkörper nicht nach hinten, bleiben Sie gerade stehen.
Drehen Sie den Ellbogen der Bogenhand vom Bogen weg.
Atmen Sie beim ziehen ein



Der Anker ist die Haltung der Hand am Kopf.
Ändern Sie diese Haltung nie. Jede Spätere Änderung ändert das Schussverhalten.
Ankern Sie nicht länger als 3 Sekunden dann sollten Sie Lösen oder absetzten.


Das Lösen ist das loslassen der Sehne.
Öffnen Sie die Finger und bewegen sie Ihre Hand am Kopf nach hinten.
Es sollte eine kurze Gleichmäßige Bewegung sein.
Werfen Sie die Hand nicht nach hinten oder zur Seite, bleiben Sie in Kontakt mit Ihrem Kopf,
sonnst verreisen Sie den Schuss.
Entspannen Sie sich gleichzeitig (Schultespannung) aber lassen Sie sich nicht zusammenfallen,
bleiben Sie Aufrecht stehen.
Atmen Sie beim Lösen aus.



Haltet den Bogen bis zum Einschlag des Pfeils oben dieses Nachhalten hilft
Euch beim Verarbeiten des Schusses und bei Korrekturen des nächsten
Schusses !
Jetzt fragen Sie sich wie soll ich den jetzt treffen und ich kann Ihnen nur
sagen üben üben üben.
Leitsatz: Gut Schiessen kommt von viel Schiessen !zurück zum Anfang
Mentales Training | |
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Mentales Training
Im Leistungssport ist mentales Training längst ein fester Baustein in derWettkampfvorbereitung
und in der Wettkampfphase. Psychische TOPFORM ist dieBasis, um Krisen zu meistern, in seinen
Leistungen beständig zu sein und seinBestes zu geben.
"Mentaltraining", "mentale Vorbereitung", "man gewinnt im Kopf" sind Begriffe, die mittlerweile
den meisten geläufig sind, Sportlern wie Nichtsportlern. Viele Trainer und Athleten stimmen
miteinander überein, dass mindestens die Hälfte eines guten Wettkampfablaufs geistigen Ursprungs
ist.
WICHTIG: MENTALE STÄRKE IST ERLERNT, NICHT ERERBT!!!
Charakteristisch für innerlich starke, ausdauernde Sportler ist:
SELBST-MOTIVIERT und SELBST-BESTIMMT:
Du hast es nicht nötig, von außen angestoßen, angeschoben oder gedrängt zu werden.
Deine Weisungen kommen von innen. Du bist interessiert, weil du es willst.
POSITIV, aber REALISTISCH:
Du bist keiner, der sich beklagt, kritisiert oder herumnörgelt. Dein Kennzeichen ist eine Mischung
aus Realismus und Optimismus. Dein Blick richtet sich stets auf den Erfolg.
KONTROLLE über GEFÜHLSZUSTÄNDE:
Emotionen wie Zorn, Frustration und Angst müssen von dir selbst kontrolliert werden, sonst
beherrschen sie dich. Der starke Wettkämpfer hält diese innere Gefahr im Zaun.
RUHIG und ENTSPANNT auch unter DRUCK:
Du gehst dem Druck nicht aus dem Weg, sondern du fühlst dich durch ihn herausgefordert
(Wettkämpfe, Turniere ).
ENERGIEGELADEN und HANDLUNGSBEREIT:
Du bist fähig, dein Bestes zu geben, ganz gleichwie du dich fühlst oder wie schlecht oder
sinnlos die Situation ist.
ENTSCHLOSSEN:
In deinem Streben nach deinem Ziel bist du unbarmherzig. Rückschläge werden spielend
überwunden.
MENTAL HELLWACH:
Du bist in der Lage, dich über einen langen Zeitraum hinweg vollständig zukonzentrieren.
Du kannst abschalten und dich voll auf deine Aufgabe konzentrieren
UNERSCHÜTTERLICHES SELBSTBEWUßTSEIN:
Du lässt ein nahezu unerschütterliches Gefühl von Selbstbewusstsein erkennen und glaubst
an dich selbst. Selten wirst du Opfer von selbstzehrstörerischen Gedanken oder Ideen seien
es eigene oder die anderer. Folglich ist es nicht leicht, dich einzuschüchtern. Im Gegenteil:
Weil du eine solche selbstbewusste Erscheinung bist, bist du derjenige, der häufig andere
einschüchtert (z.b. im Wettkampf).
VERANTWORTUNGSBEREIT:
Für deine eigenen Handlungsweisen übernimmst du die volle Verantwortung.Es gibt keine
Rechtfertigung. Du bist dir bewusst, dass dein Schicksal alsAthlet in deiner Hand liegt.
Du bist der Schöpfer deiner eigenen Zukunft.
SCHRITTE ZUM ERFOLG!!!
1. SCHRITT: SELBSTDISZIPLIN:
Alles, was einen zum Erfolg führt, lohnt sich, zu tun, auch wenn es harte Arbeit ist.
2. SCHRITT: SELBSTKONTROLLE:
Deine Gefühle beherrschen lernen, Kontrollfähigkeit über dich ist der Weg zum Erfolg.
3. SCHRITT: SELBSTVERTRAUEN:
Dein unerschütterlicher Glaube an dich selbst rührt von dem Wissen her, dass du dich unter
Kontrolle hast und die Fäden deines Erfolges in deiner Hand hast.
4. SCHRITT: SELBSTVERWIRKLICHUNG:
Wenn du an dich selbst glaubst, von deinen Fähigkeiten überzeugt bist, stehen dir alle
Türen, offen, dein Können und Talent als Athlet zu verwirklichen.
WIE ERREICHT MAN DIE RICHTIGE EINSTELLUNG ?
1) Wiederhole ständig die Einstellungen, die du zu erlangen wünschst.
z.B. "Ich kann das" statt "Ich kann nicht"
Ich werde disziplinierter
Ich liebe den Wettkampf
Ich treffe die Scheibe bei jedem Wetter usw.
2) Lies alles mögliche, das in positive Weise dich beeinflusst.
Fertige Zettel mit Schlüsselworten, die sich auf deine neuen Einstellungen beziehen, wie
"Ich liebe es". Lege sie überall da hin, wo du häufig damit in Berührung kommst.
Sobald du dich ertappst, dass die falsche Einstellung wie "Ich kann nicht" wieder die
Oberhand gewinnt, sage "STOP" und präge dir die richtig ein: "Ich kann".
WIE MACHT MAN MENTALTRAINING ?
1) Man entspannt zuerst seine Muskeln.
2) Das Mentaltraining!
Stell dir nun deinen Schießablauf oder den eines anderen, der es richtig macht! , vor.
ZIEL ist, den perfekten Schuss zu trainieren. Dazu gehört viel Konzentration und Ruhe.
Fange mit dem! Schuss an, wenn du die Schießlinie betreten hast, nimm die richtige
Fußhaltung ein, konzentriere dich nur auf diesen Schuss, hole den Pfeil aus dem Köcher,
nocke ihn ein, fass die Sehne, nimm etwas Vorspannung, hebe den Bogenarm und ziehe
die Sehne mit den Schultermuskeln (denke an den Ellbogen deines Zugarmes, dieser muss!
! immer nach hinten bewegt werden) zum Gesicht. Ziele und baue dabei deine Spannung
immer weiter auf, bis der Klicker kommt, und löse locker und entspannt die Hände von der
Sehne und fühle deine Finger, wie sie am Hals entlang streifen. Halte noch zwei Sekunden
nach und senke den Bogen.
Nimm den nächsten Pfeil ...
Zum Mentaltraining gehört auch, dass du dir einen Turnier-/Wettkampftag in Gedanken
vorstellst.
Man fängt mit dem Aufstehen an diesem Tag an, dann folgt das Anziehen der Schießbekleidung
(die im Training schon getestet wurde!), das Frühstück, der Anfahrtsweg zum Schießplatz,
das Wetter (es gibt nur schlechte Kleidung), das Aufbauen des Bogens, die ersten Probeschüsse
, tolle und miserable Schüsse, auf der Ergebnistafel zu stehen
(auch dies muss man erst verkraften lernen!) und die Siegerehrung.
Wenn du all dies allmählich in dein Mentaltraining einbaust wirst du bald ein wettkampfstarker
Schütze sein, der die Konkurrenz weit hinter sich lässt.
Wie bereitet man sich geistig auf das Bogenschießen vor?
Rick Mc Kinney, mehrfacher Weltmeister und Olympiasieger, spricht über geistiges Training.
Was hat geistige Vorbereitung mit dem Bogenschießen zu tun?
Sehr viel. Alle Spitzenschützen haben ihre Rituale.
Hilft körperliches Training bei der geistigen Vorbereitung?
Ganz bestimmt. Man kann ohne körperliches Training nicht geistig stark sein. Beides geht Hand in Hand.
Wenn man sich während des Joggens und des Gewichthebens geistige Bilder macht, entwickelt man eine
peripherische Konzentration, die Fähigkeit, sich auf den Abschuss, die Windverhältnisse und auch das Ziel
zur gleichen Zeit zu konzentrieren. Das Schlimmste ist, sich nur auf eine Sache zu konzentrieren. Die
Haltung kann perfekt sein, aber wenn man sich so auf das Ziel konzentriert, sodass man dadurch eine
Windänderung unbeachtet lässt, kann der Schuss schwer danebengehen. Für die wichtigen Wettbewerbe
bereite ich mich innerlich vor, indem ich im Geiste meine besten Schüsse wiederhole, während ich körperlich
trainiere. das erhöht mein Selbstvertrauen sehr. Ich betrachte im Geist die Veranstaltung und versuche die
Leistung meines Gegners mit den meinen zu vergleichen. Ich stelle mir natürlich vor, dass meine Leistung
fehlerfrei ist.
Wenn ich mich in meiner Phantasie als Sieger in schwierigen Situationen sehe, erweitere ich meine
Behaglichkeitszone. Ich bin auf einen intensiven Wettbewerb vorbereitet, bei dem es für mich keine
Überraschungen geben wird. Ich kann entspannt meine Leistungen vollbringen wie ich sie im Geiste
zuvor schon geübt habe.
Beeinflusst die Ausrüstung das Selbstvertrauen?
Ein großer Teil des Selbstvertrauens hängt von der Ausrüstung ab. Sie muss auch fehlerfrei und beständig
sein.
Auszug aus:
ERNÄHRUNG VON LEISTUNGSSPORTLERN
Dr. Bram van Dam
Welche Bedeutung hat die Ernährung für den Sport?
Gerade, wenn sportlich die Leistungsgrenzen erreicht scheinen, kann durch eine optimierte,
vollwertigere Ernährung - vor allem in ausdauerbetonten Sportarten - noch ein Leistungszuwachs
erreicht werden. Dies ist durch mehrere Untersuchungen in Sportarten, die vermeintlich
ausgereizt waren, nachgewiesen worden. Betont werden muss, dass man gerade bei
Nachwuchstalenten noch die Möglichkeit hat, auf das Ernährungsverhalten einzuwirken.
Richtige Ernährung ist gerade auch nach Verletzungen für den Heilprozess von Bedeutung.
Ein Beispiel:
In Untersuchungen konnte man nachweisen, dass nach Muskel- und Bindegewebsverletzungen
die Heilungsdauer durch eine Vervierfachung der Vitamin-C-Einnahme von 18 auf 10 Tage
reduziert werden konnte. Vitamin C spielt eine entscheidende Rolle bei der Bindegewebssynthese
und ist ein wichtiges Vitamin bei der Bekämpfung von Stresssituationen. (Hochleistungssport
ist stressbetont und Verletzungen bedeuten zusätzlichen Stress!)
Dazu sollte man wissen, dass der Mensch als eines der wenigen Lebewesen nicht in der Lage ist,
selbst Vitamin C zu produzieren.
Dabei wird immer wieder die Frage aufgeworfen, welche Menge Vitamin C der Mensch zuführen
müsse. Wenn man die Menge Vitamin C, die von Tieren produziert wird (40 bis 60 mg Vitamin C
pro kg Körpergewicht und Tag) auf einen 70 kg schweren Menschen nachrechnet, kommt man
auf eine Menge von 3 bis 4 g pro Tag. Zur Beschleunigung von Heilprozessen kann diese Menge
- ebenso nach viralen und bakteriellen lnfekten - auf 6 bis 10 g erhöht werden. Linus Pauling
- zweifacher Nobelpreisträger - erwähnt in seinem Buch- "'Das Vitaminprogramm"
(Bertelsmannverlag) einige weitere Indikationen für einen erhöhten Vitamin C Bedarf.
Von Bedeutung sind Ergebnisse neuerer Untersuchungen, die zeigen, dass die reine
Ascorbinsäure längst nicht so optimal in den Zellen angereichert wird, wie die sogenannten
Vitamin C-Ester Polyascorbate. Diese Polyascorbate werden 3 - 4 Mal besser resorbiert,
übersäuern den Magen nicht und verweilen länger im Körper! Ein gutes Beispiel für ein
solches Produkt ist: C 500 Polyascorbat Komplex von DE OPTIMAX.
In seiner Entwicklung über die Jahrtausende hat sich der Mensch, dank der Nahrung, die er
vorfand, zu dem Wesen entwickelt, das er nunmehr ist. In den letzten 40 Jahren jedoch hat
eine Entwicklung eingesetzt (siehe die sogenannten Zivilisationserkrankungen), die den
Menschen weit von der natürlichen Nahrung entfernt hat. Heute besteht die Nahrung
größtenteils (bis zu 97%) aus industriell behandelten Produkten. Diese Nahrung verfügt
nur über einen verringerten biologischen Wert.
Gerade aber, wenn es darum geht, von Sportlern Höchstleistungen zu fordern, ist dieses in
zweifacher Hinsicht nicht wünschenswert:
· Die Gesundheit, als wesentliche Voraussetzung für eine sportliche Leistungsfähigkeit,
ist beeinträchtigt.
Insgesamt werden heute 70 % der aufgenommenen Kohlenhydrate als sogenannte leere
Kohlenhydrate, (z.b. Industriezucker und Weißmehl) aufgenommen. Es entsteht dadurch
ein relativer Vitamin- und Spurenelementmangel.
Bei Leistungssportlern ist der Wasserverlust, der durch das Schwitzen entsteht, die größte
Bedrohung für Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Ca. 65% des Körpers besteht aus Wasser.
Dieser Flüssigkeitsverlust ist jedoch unerlässlich für die Wärmeregulation. Bei hohen
Temperaturen kann ein Sportler in einer Stunde 3 bis 4 l Wasser verlieren.
Schon eine Dehydration (Wasserverlust durch Schwitzen) von 1 % des Körpergewichts
bedeutet eine Minderung der Ausdauerleistungsfähigkeit von ca. 4% und der
Kraftleistungsfähigkeit von bis zu 6%. Wird jedoch durch das Schwitzen die zirkulierende
Flüssigkeitsmenge kleiner, machen sich bestimmte Endprodukte des Energiestoffwechsels
um so deutlicher bemerkbar. Im Bereich des Hirnstoffwechsels kann das eine
Beeinträchtigung der Koordinationsfähigkeit bedeuten. Auffällig ist, dass z.b. im Fußball
viele Tore, die spielentscheidend sind, aber auch Verletzungen in der letzten
Viertelstunde der Spielzeit erfolgen.
Um eine solche Dehydration zu verhindern, muss:
· in den letzten 3 Tagen vor einem Wettkampf genügend Flüssigkeit zugeführt werden.
Wichtig ist hierbei vor allem die Zufuhr von überwiegend Kohlenhydraten, da Kohlenhydrate
eine wichtige Funktion bei der Einlagerung von Wasser im Körper erfüllen. So kann
1 g Kohlenhydrate 2,1 g Wasser im Körper binden. Als Zeichen dafür steigt bei der
Speicherung von Kohlenhydraten das Körpergewicht an. In der Praxis würde das bedeuten,
dass man nach einem harten Training am Mittwoch, in dem viele Kohlenhydrate verbraucht
wurden, in den nächsten Tagen 60 bis 70 Energieprozent (En-%) der Nahrung als
Kohlenhydrate zuführen sollte. Dies führt dann einerseits zu einer Einlagerung von Wasser
im Körper, aber andererseits auch zu einer gesteigerten Kohlenhydratverfügbarkeit.
Beide Faktoren wirken sich beim darauffolgenden Wettkampf positiv aus.
· Aus den gleichen Gründen sollte Verpflegungsstands an der Strecke genutzt werden,
um Kohlenhydrate und Flüssigkeit zu tanken. Beide Ziele werden mit guten Vitamin-Energi
e-Getränken erreicht (Optimal ist: Mineral-Plus der Wander GmbH).
Eiweiß
In Untersuchungen hat man festgestellt, dass bestimmte Abfallstoffe aus tierischem
Eiweiß (Harnsäure als Endprodukt des Flurin-(Zellkern)-Stoffwechsels) die
Verletzungshäufigkeit anheben. Unsere Nieren können nämlich nur eine recht geringe
Menge dieser Substanz ausscheiden. Ein Enzym, das imstande wäre, die Harnsäure
abzubauen - die Uricase - wird vom Menschen nicht synthetisiert. Sämtliche Fleischfresser
in der Tierwelt produzieren ihrem Lebensstil gemäß, größere oder kleinere Mengen dieses
Enzyms. Beim Menschen wird die nicht mit dem Urin ausgeschiedene Restmenge der
Harnsäure in Gelenken (Gicht) oder Weichteilen (Bindegewebe: hieraus resultieren bestimmte Rheumatismusformen) eingelagert.
So ist der Harnsäurewert des Blutes ein verlässlicher lndikator für die Wahrscheinlichkeit,
dass eine Muskelverletzung bevorsteht (Liesen). Daraus ist die Schlussfolgerung zu ziehen,
dass es besser ist, mehr pflanzliches als tierisches Eiweiß aufzunehmen. Weitere Gründe,
die für eine solche Entscheidung sprechen, sind zwei Begleitstoffe des tierischen Proteins:
Cholesterin und Fett.
Beide sind in pflanzlichen Eiweißquellen nicht oder nur in sehr geringen Mengen enthalten.
Empfehlenswert ist ein Anteil von 60 bis 70 % an pflanzlichem Eiweiß. Als Konsequenz muss
der Konsum von tierischem Protein (eher noch mehr Fisch als Fleisch) verringert werden.
Kohlenhydrate
Ideal ist ein Anteil von ca. 63 Energie-% Kohlenhydrate in der Nahrung, in der Realität
haben aber die Kohlenhydrate im Durchschnitt nur einen Anteil von 48 En-%.
Gründe dafür sind unter anderem,
Kohlenhydrate sollten als "vollwertige" Kohlenhydrate - in Gegensatz zu den
"leeren" Kohlenhydraten - aufgenommen werden, da nur so sicher ist, dass
der Metabolismus dieser Hauptenergielieferanten ungestört verlaufen kann.
Mineralstoffe
Es ist meist schwierig, eingefahrene Ernährungsgewohnheiten zu verändern,
aber man kann im Training oder vor einem Wettkampf z.b. Obst (Bananen, Birnen, Äpfel)
verzehren. Dabei wird außerdem erreicht, dass neben der Aufnahme von Kohlenhydraten
in leichtverdaulicher Form (Oligosacchai,ide) auch die Zufuhr von Kalium, das zur
Glykogen-(Kohlenhydrat-)Speicherung notwendig ist, gewährleistet ist. Gleichzeitigwird
auch Magnesium zugeführt, das der Vorbeugung von Muskelkrämpfen dient. Dies ist
deshalb von besonderer Bedeutung, da Magnesium und Kalium beide sehr gut wasserlöslich
sind und dadurch bei starkem Schwitzen ein hoher Verlust von diesen Mineralstoffen
gemessen wurde. Eigene Untersuchungen haben gezeigt, dass 50 % der Sportler
einen Magnesiummangel aufweisen.
Der Natriumverlust beim Schwitzen ist dahingegen - bezogen auf die Menge Kochsalz,
die in der täglichen Nahrung vorhanden ist, gering, da der Mensch im Durchschnitt eher
zuviel Natrium (bis zu 35 Gramm täglich) aufnimmt.
Diese Gewohnheit (besser: Unsitte) lässt sich einfach korrigieren. Es wurde nämlich
festgestellt, dass sich - wenn man Kochsalz aus der Nahrung weglässt - die
Geschmacksnerven nach 10 bis 12 Tagen umgestellt haben. Negativ wirkt sich ein Zuviel
an Natrium vor allem dadurch aus, dass es Wasser in der Blutbahn oder im
Zwischenzellwasser bindet. Anders das Kalium, das Wasser an Glykogen, also in der Muskelzelle
- dort wo es gebraucht wird - festhält. Eine Folge der Verschiebung von Flüssigkeitsmengen
als Begleitung von Elektrolytverlusten ist das Gefühl von Steifheit, das häufig am Tag nach
einem harten Training oder nach einem Wettkampf auftritt. Das Motto muss also lauten:
"Salzstreuer raus, Birne rein".
Das Ausscheiden von 3 Liter Schweiß bedeutet den Verlust der durchschnittlich an einem
Tag aufgenommene Menge von Kalium, Magnesium und von einigen B Vitaminen. Dies wäre
nicht so schlimm, wenn diese Bestandteile in ausreichender Menge in unserer Nahrung
vorhanden wären.
Eisen ist für die Blutbildung sehr wichtig und verbessert dadurch den Sauerstofftransport.
Selen ist ein Spurenelement, das erst in jüngster Zeit ins Rampenlicht gerückt ist. Wir
wissen jetzt, dass der oxydative Stress, der im Sport durch die Zunahme der Ventilation
erheblich vergrößert ist, durch enzymattische Abfangsysteme - unter Beteiligung von Selen,
Vitamin C, E und Beta-Karotin - kompensiert werden muss, um nicht die Entstehung von
degenerativen Erkrankungen wie Krebs, Herz-Kreislaufleiden oder Immunschwächen zu
fördern.
Zink ist sehr wichtig für den Gewebeaufbau und für die lmmunabwehr. Dieses Mineral ist
vor allem in Fisch enthalten. Ein zusätzlicher Grund also, häufiger Fisch statt Fleisch zu
essen. So kann man mit einem Spaghettigericht mit einer Lachssoße zum einen die
Aufnahme von Zink und zum anderen die Kohlenhydrataufnahme verbessern.
Lachs gehört außerdem zu den Fischsorten, die - wie Makrele, Dorsch, Sardinen, usw. -
die sogenannten Omega-3-Fettsäuren enthalten. Hierbei handelt es sich um eine
mehrfach-ungesättigte Fettsäure, die in der Lage ist, bereits abgelagerte Stoffe (Plaques)
aus den Gefäßen zu entfernen, damit wirken sie vorbeugend gegen Arterienverkalkung
und verringern so das Herzinfarktrisiko.
Niederländische Langzeituntersuchungen haben belegt, dass bei lediglich einer Fischmahlzei
t pro Woche das Herzinfarktrisiko um 30 % zurückgeht, verglichen mit einer
Bevölkerungsgruppe, die niemals Fisch auf dem Speiseplan stehen hatte. Dazu ist zu
bemerken, dass der fetteste Fisch noch magerer ist als das magerste Fleisch.
Die Zufuhr von Jod ist sehr wichtig für die Schilddrüse. Diese ist besonders von Bedeutung,
wenn es darum geht, auf adäquate Weise den Hormonstoffwechsel auf die anstehende
Belastung einzustellen.
Vitamine
Die Vitamine B 12 und Niacin sind in der heutigen Nahrung in genügenden Mengen enthalten.
Die Menge aller anderen Vitamine ist nicht mehr ausreichend in der Wohlstandsnahrung
unserer Zeit. Da die B-Vitamine und das Vitamin C wasserlöslich sind, werden sie beim
Schwitzen besonders stark ausgeschieden. Folgerungen für die Praxis:
1. Nach dem Aufwärmen sollte ein Elektrolyt-Vitamin-Getränk (siehe oben) bereitgestellt
werden. Wichtig ist der Zeitpunkt des Trinkens: Optimal ist es, das Getränk direkt vor dem
Startschuß zu trinken. Wird zu früh vor Beginn des Wettkampfes getrunken, kann das zu
Harndrang führen.
2. Die optimale Mischung für ein selbstzubereitetes Getränk ist 1/4 Obstsaft und
3/4 Mineralwasser. Der Magnesiumgehalt im diesem Mineralwasser sollte höher als
50 bis 70 mg pro Liter sein- der Natriumgehalt so niedrig wie nur möglich - auf jeden
Fall unter 500 mg/ Liter.
Bei einem anderen Mischungsverhältnis könnte eventuell die Konzentration des Getränkes
zu hoch sein. Somit ist das Getränk nicht mehr isotonisch, was zur Folge hat, dass zur
Verdünnung vor der Resorption zunächst aus der Blutbahn Wasser in den
Magen-Darm-Trakt geleitet wird. Das führt zu einer Verzögerung der Flüssigkeitsaufnahme.
Der Magen kann pro Minute ca. 25 ml Flüssigkeit verarbeiten. In einer Viertelstunde
können somit ca. 1/4 l Flüssigkeit weggeschafft werden. Getränke (s. oben) sollten
im Zweifelsfall eher etwas dünner zubereitet werden.
Vorschläge:
1. Sie sollten den Fettanteil in der Nahrung reduzieren. Maßnahmen dazu sind
z.b.: Streichfette weglassen oder Fleisch, statt in Butter zu braten, eher zu grillen.
2. Reduzieren Sie ebenfalls die Aufnahme von Natrium (Kochsalz).
3. Verringern Sie die Fleischmenge (in der BRD werden z.Zt. pro Woche pro Mitglied
der Bevölkerung 1650 Gramm Fleisch verzehrt. Die Nieren "schaffen" nicht mehr als
700 Gramm/Woche! inklusive Wurstwaren, Suppen und Soßen. Zusätzlich
(oder an der Stelle von Fleisch!) einmal pro Woche eine Fischmahlzeit.
4. Am Wettkampftag kann die Menge der Ballaststoffe (Faserstoffe) reduziert werden,
da sie den Magen-Darm-Trakt unnötig belasten. Deshalb als letzte Mahlzeit nicht
unbedingt einen Salat!
5. am Wettkampftag selbst dürfen ausnahmsweise auch leere Kohlenhydrate gegessen
werden, da sie sehr schnell resorbiert werden können. Eine vollwertige Kost würde an
diesem Tag eher belastend wirken. An allen anderen Tagen ist Vollwertkost natürlich
vorzuziehen. Am Wettkampftag selbst können am Morgen z.b. weiße (süße) Brötchen mit
Honig gegessen werden.
6. Bis zu 7 Stunden vor dem Wettkampf sollte kein Salat gegessen werden. So verweilt
z.b. eine Gurke bis zu 8 Stunden im Magen. Die letzte feste Mahlzeit sollte spätestens
3 Stunden vor dem Wettkampf liegen. Bis zum Wettkampf ist dann noch die Aufnahme
von Obstbrei und vor allem von Flüssigkeit möglich.
7. Nach einem Wettkampf sollte der Sportler in den ersten 4 Stunden 300 bis 400 g
Kohlenhydrate zu sich nehmen (z.b. Spaghetti mit Fisch, Reis mit Gemüse). Dies ist
deshalb von Bedeutung, weil dieser Zeitraum zum Auffüllen der Kohlenhydrate am
ehesten geeignet ist. Der Kohlenhydrathunger der Zellen ist direkt nach dem Wettkampf
am größten. Am nächsten Tag braucht die Einspeicherung von Kohlenhydraten eine
doppelt so lange Zeit. Auszulassen während der ersten 4 Stunden nach dem Wettkampf
ist jedoch unbedingt Alkohol in jeglicher Form und Menge, da die Restitutionsvorgänge
des Körpers testosteronabhängig sind. Die Testosteronproduktion wird durch Alkohol
gehemmt.
8. Versuchen Sie, kohlenhydratbetont zu essen und zu trinken (> 60 En.-%)
9. Es gehören täglich Salate/Obst und Milchprodukte (am ehesten gesäuerte Milchprodukte,
wie Kefir, Dickmilch oder Yoghurt) auf den Speiseplan. Insgesamt soll man dafür sorgen,
dass ein Großteil der Nahrung naturbelassen ist. Der häufig geäußerte Gedanke: "Ein halber
Liter Milch pro Tag kann den gesamten Kalziumbedarf abdecken" ist nach neueren
Erkenntnissen jedoch nicht haltbar. Calcium wird wesentlich günstiger aus
pflanzlichen Quellen (Broccoli, Kohlsorten, usw.) aufgenommen.
Ein Problem liegt in der Verteilung der Mahlzeiten über den Tag in Verbindung zu
Training und/oder Arbeit. Dies Problem entsteht vor allem, wenn das Training am Abend
(eventuell direkt nach der Arbeit) stattfindet. Der Sportler kann dann vor dem Training
nichts mehr essen. Bis er nach dem Training nach Hause kommt, ist es schon sehr spät.
Durch eine späte Mahlzeit wird die Schlaftiefe beeinträchtigt und somit auch die
Ausscheidung von Wachstumshormon. Dieses Hormon spielt eine zentrale Rolle bei
Phänomenen, wie Superkompensation und Regeneration. Sinnvoller ist es dann auch,
mehrere kleinere Mahlzeiten - bis zu acht über den Tag verteilt einzunehmen.
WICHTIGER ERNÄHRUNGSTIP FÜR DIE VORBEREITUNG AUF WETTKÄMPFE:
Wasser trinken ist ungünstig, weil es wenig Elektrolyte enthält, dicke Fruchtsäfte
sind vom Körper nicht schnell genug aufzuspalten und deshalb auch weniger
geeignet. Hervorragend eignet sich immer noch das altbewährte
APFELSAFTSCHORLE.
Bei starker Hitze sollte zusätzlich das Essen etwas stärker gesalzen
werden.
ACHTUNG bei BIER: am Abend vor dem Wettkampf kann Bier in großen
Mengen getrunken, durch den damit verbundenen verstärkten Harndrang
zu einer zusätzlichen Ausschwemmung der so wichtigen Mineralsalze führen.
Bier selbst enthält nämlich keinerlei wasserbindendes Kochsalz. Eine
mögliche Folgereaktion könnte z.b. ein Blutdruckabfall sein.
Für euch wäre eine Bedarfsanalyse in Form einer Blutuntersuchung in
regelmäßigen Abständen wünschenswert, um eventuelle Defizite
aufzuzeigen. Nur eine regelmäßige Kontrolle gibt Aufschluss über
individuelle Umsatzgrößen und ermöglicht eine gezielte Betreuung durch
euren Hausarzt.
Eine Woche vorher:
Am Tag vorher:
im Koffer:
Bekleidung:
Am Wettkampftag:
==> Ich habe mich optimal vorbereitet, ich werde ein optimales Ergebnis schießen!
ð Jeder Schuss ist ein Wettkampf!
ð
Fehler vor dem Wettkampf | |
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Der 1300-Ringe-Schütze der Zukunft
von Dave Keaggy aus: The US Archer
Es kommt nicht oft vor, dass man in irgendeiner Sportart eine besonders bemerkenswerte
Veränderung feststellen kann. Die meisten Leistungssteigerungen sind im allgemeinen das
Ergebnis des Fortschritts, ein langsamer Prozess von Erkennen und Umsetzen in die Praxis,
bis sich bestätigt, dass die neue Methode besser ist als die vorangegangene.
Die Art des Bogenschießens, die ich hier darlegen will, ist eine Kombination von Dingen, die
in der Vergangenheit ausprobiert und benutzt wurden, aber jetzt nach einem neuen und
vielleicht extremen Konzept angewandt und zusammengestellt werden.
Beginnen wir damit, das Konzept in logische Schritte aufzugliedern. Als erstes müssen wir
uns mit der Frage befassen: Wie kann ein menschlicher Körper 144 Pfeile in nahezu
gleichbleibender Weise schießen, um ein Ergebnis von 1300 Ringen bis hin zu möglichen
1440 zu erreichen ?
Gehen wir einen Schritt weiter. Wie kann ein menschlicher Körper 144 Pfeile in dasselbe
Loch schießen? Unter der Voraussetzung, dass es keine äußeren Einflüsse wie Wind,
Hitze usw. gibt?
Wie kann ein menschlicher Körper einen Golfball sechzigmal oder öfter auf gleichbleibende
Art schlagen, um ein Rekordergebnis zu erlangen? Oder - wie kann ein menschliches Wesen
100 Golfbälle in dasselbe Loch schlagen, vorausgesetzt, es gibt keine äußeren Einflüsse?
Wie kann ein Billardspieler 100 Kugeln in immer gleich perfekter Weise treffen? Wie
gelingen einem Basketballspieler 100 aufeinanderfolgende Würfe, ohne Berührung des
Korbrandes?
Wie viele kluge Leute auch über diese Frage nachdenken, sie werden immer zu dem
gleichen Schluss kommen: Wir Menschen können Maschinen entwickeln und herstellen,
die exakt nach unseren Wünschen arbeiten. Eine Schießmaschine wird die Pfeile,
in dieselbe Stelle schießen, Basketbälle in den Korb werfen und Golfbälle in das Loch.
Welchen Schluss müssen wir aus dieser Erkenntnis ziehen? Ganz einfach, das menschliche
Wesen muss sich in eine menschliche Schießmaschine verwandeln.
Dieser Schluss bringt uns zur nächsten Frage: Was hat eine mechanische Schießmaschine,
das ein menschliches Wesen nicht hat? Oder vielleicht sollten wir die Frage umdrehen:
Was hat ein menschliches Wesen, das eine Maschine nicht hat?
Ein menschliches Wesen hat:
1. Muskeln
2. Herzschlag
3. Nerven
4. Vernunft
5. Stress
6. Angst
7. Persönlichkeit
8. überbelastete Gelenke
9. Kälteempfinden
10. Lebenswille
11. Ermüdung
12. chemische Unausgewogenheit
13. Flüssigkeitsentzug
14. figürliche physische Unterschiede
15. bedingte Reflexe
16. Wille
17. Anfälligkeit für Veränderungen
18. Wahrnehmungsfähigkeit
Es gibt noch mehr Faktoren als die, die hier angeführt sind, und einige davon können
sich überschneiden.
Beim Betrachten der Aufstellung erkennt man sofort, dass alle diese Eigenschaften,
die den Menschen von der Maschine unterscheiden, die eigentlichen Gründe dafür sind,
dass der Mensch nicht die Präzision einer Maschine erreichen kann - der Mensch kann
ihr nahe kommen, und das ist unser lebenslanges Bemühen.
Der nächste Schritt:
Wie können wir ein menschliches Wesen so trainieren, dass es die Pfeile auf fast die gleiche
Art schießt wie die vom Menschen geschaffene Maschine? An dieser Stelle gehen die
Ansichten der Trainer auseinander, hier werden unterschiedliche Forderungen gestellt,
Konzepte entwickelt und Argumente vorgebracht. Ich hörte einen Weltmeister sagen:
Es ist zu 90 % eine mentale Angelegenheit. Ein Trainer: Nur ein paar Menschen, solche
mit einer außergewöhnlichen mentalen Kontrolle, können Weltklasseschützen werden.
Noch alarmierender ist folgendes: In einem Land stellte man nach gründlicher Prüfung fest,
dass man nicht in der Lage war, aus Leuten, die die üblichen athletischen Fähigkeiten
besaßen, Topschützen zu machen, das verlangt einen bestimmten oder speziellen Typ
mit speziellen mentalen Anlagen.
Heute sehe ich keine der oben gemachten Aussagen als Tatsache. In den vergangenen
Jahren habe auch ich den Fehler gemacht zu glauben, dass jemand besondere mentale
Fähigkeiten besitzen oder entwickeln müsse und ich habe sogar Übungen zur Steigerung
der mentalen Kontrolle vorgeschlagen.
Die logischen Schlussfolgerungen, zu denen ich jetzt (nach anderthalb Jahren täglichen
Trainings und einer intensiven Beobachtung der Weltklasseschützen) gekommen bin,
führen zu einem Konzept, das ich erklären kann, wenn ich den Menschen mit einer
Maschine vergleiche.
Aufgrund dieser Gedankengänge lege ich hier meine Philosophie des perfekten
Bogenschützen vor, wobei ich mir bewusst bin, dass ich damit unter Trainern wie auch
unter Schützen Meinungsverschiedenheiten heraufbeschwöre, ich bin aber voller
Vertrauen, dass diese Philosophie in naher Zukunft in das Training aufgenommen werden wird.
Philosophie des perfekten Bogenschützen:
Wenn das Signal zum Beginn des Schießens gegeben wird, muss ich eine Schießmaschine
werden, die durch eine einfache Befehlseingabe gesteuert wird, um eine einfache Aufgabe
zu erfüllen.
Meine Aufgabe ist genau: Drei Pfeile in die Mitte der Scheibe zu schießen, ohne Zögern und
ohne Beachtung irgendeines anderen Faktors. Nach Erledigung dieser Aufgabe ist mein
Programm abgeschlossen, ich gehe von der Schießlinie und verwendete mich wieder in
ein menschliches Wesen. Die einzige eigene Entscheidung, die mir mein Programm lässt,
ist das Beachten der Elemente (Windeinfluss).
In meinem Programm des perfekten Bogenschützen sind die nachstehend aufgeführten
Punkte nicht enthalten:
a. Denken - die Maschine denkt nicht.
b. Ändern der Haltung - die Maschine kann nichts ändern.
c. Gefühle - die Maschine fühlt nicht.
d. Reaktionen - die Maschine kann nicht reagieren
e. Geräusche - die Maschine kann nicht hören.
f. Einflüsse - die Maschine kann nicht beeinflusst werden.
g. Beachtung der anderen - die Maschine kann nichts anderes beachten.
h. Ändern des Tempos - die Maschine ist nur auf einen Ablauf programmiert, nur ein
Signal oder ein Materialschaden kann sie aufhalten.
Um der perfekte Bogenschütze zu werden, muss ich, als ein menschliches Wesen, mich
selbst auf die folgende Weise noch einmal völlig neu programmieren:
1. Ich muss meinen Körper soweit trainieren, dass er nicht mehr ermüdet.
2. Ich muss eine Methode entwickeln, auf die schnellstmögliche Art zu schießen,
damit
a. meine bedingten Reflexe die völlige Kontrolle übernehmen und ich nicht denken
muss.
b. Ich schieße so schnell, dass ich meinen denkenden und logischen Verstand umgehen
und auf eine rein mechanische Art schießen kann.
c. Ich führe den Schießvorgang schnell durch, damit mein Nervensystem, mein Herz,
meine Lungen oder mein Kopf die bedingten Reflexe, die ich mir antrainiert habe,
nicht stören können.
d. Ich lerne, meine drei Pfeile jedes Mal in 55 Sekunden zu schießen, beginnend im
Augenblick, wo das Signal zum Schießen gegeben wird und mein Programm beginnt.
e. Ich benutze kein Fernglas, weil meine drei Pfeile genauso geschossen wurden,
wie sie eine Maschine geschossen hätte, und weil ich nicht denke oder fühle, besteht
auch kein Grund zu wissen, wo die Pfeile sitzen.
f. Das Ergebnis ist nicht wichtig, nur die Ausführung des Programms ist wichtig.
Die perfekte Ausführung des Programms führt zu einem perfekten Ergebnis.
Ich weiß, dass das Ergebnis nicht wichtig ist, weil ich, wie die Maschine, keine
Gefühle habe.
g. Weil das Programm der Maschine unveränderlich ist und weil sie ihren
Schießrhythmus nicht ändern kann, sobald sie begonnen hat, kann ich meinen
Rhythmus aus Rücksicht auf andere Schützen nicht ändern. Sollten sich andere
Schützen dadurch gestört fühlen, dann sind sie noch menschliche Wesen und
keine perfekten Bogenschützen. Andere perfekte Bogenschützen würden mich
so wenig beachten wie ich sie.
h. Ich muss einen Schießstil entwickeln, der für eine Passe von drei Pfeilen
einen gleichbleibenden Rhythmus ergibt, ohne Pause zwischen den Pfeilen.
Der perfekte Bogenschütze hat kein Verlangen nach Ruhe, und weil ich so schnell
schieße, ermüde ich in keiner Weise.
Hier die erforderlichen Schritte beim Schießen eines Pfeilers:
1. Legen Sie den Pfeil vor dem Startsignal auf.
2. Beim Signal zum Schießbeginn legen Sie die Finger schnell und sicher an die Sehne....
3. Setzen Sie die Bogenhand schnell in den Griff. Alles das soll durch wiederholtes
Training ohne viel zu denken automatisch geschehen.
4. Setzen Sie den Bogenarm vor, bereit zum Ziehen.
5. Wenn Sie ziehen, drücken Sie den Bogenarm in Richtung zur Scheibe vorwärts,
wobei Sie die Bogenarmschulter strecken und senken. Dieses Drücken-Ziehen ist
äußerst wichtig zum Aufbau einer festen Bogenarmschulter und hält die Muskeln von
Schultern und Rücken im Gleichgewicht. Die meisten Bogenschützen setzen den
Bogenarm und "ziehen nur". Damit baut sich kein Gleichgewicht auf.
6. Wenn Sie die Bogenarmschulter nach unten und vorwärts strecken, lassen Sie die
Schulter nach innen hinter den Bogen kommen, und schießen Sie so dicht wie möglich
am Unterarm vorbei, ohne den Ellenbogen mit der Sehne zu streifen.
7. Ankern Sie schnell mit der äußersten Pfeilspitze auf dem Klicker.
8. Lernen Sie, das Visier sehr nahe an die Scheibenmitte zu bringen, wenn Sie ziehen
und ankern, damit verringern Sie die Zeit, die Sie nach dem Ankern zum Zielen benötigen.
9. Während des Zielens sollte Ihr Körper zwei Grundfunktionen ausführen:
a. Obwohl sich Ihr Bogen nicht nach vorn bewegt, sollten Sie das Gefühl haben,
als drücke er in die Scheibenmitte.
b. Der Ellenbogen des Zugarmes sollte sich aufwärts und rückwärts drehen, bis
der Klicker klickt.
(Der Zugarm zieht in Wirklichkeit nicht durch den Klicker, sondern der
Ellenbogen des Zugarmes dreht durch den Klicker.)
Diese zwei Grundfunktionen werden durch bewusste Gedankenkontrolle ausgeführt.
Die meisten der anderen Funktionen können durch ständiges Wiederholen als mechanische
Funktionen erlernt und programmiert werden.
10. Verpflichtung ist ein Schlüsselwort. Ihrer Verpflichtung zum Release sollten sie 3 bis
4 1/2 Sekunden nach dem Ankern nachgekommen sein. Das gilt besonders für Schützen,
die hohe Zuggewichte schießen. Bei Schützen mit leichten Bogen kann die Zeitspanne
etwas länger sein.
Wenn Sie über eine längere Zeitspanne halten, ermüden die Muskeln, die Gelenke werden
zusammengepreßt, die Augen werden müde, der Sauerstoff bedarf steigt, Ängste entstehen
und das bewusste Denken fängt an, den Schützen zu kontrollieren.
Von dem Augenblick an, wo Sie sich entschlossen haben, zu zielen und den Pfeil freizugeben,
sollte sich nichts ändern. Ihre Aufgabe sollte gleichbleibend und schnell ausgeführt werden,
so, wie eine Maschine diese Funktion erfüllen würde.
Bei all diesen Punkten gibt es Verfeinerungen, und es ist äußerst wichtig, dass Sie den
richtigen Bogengriff wählen, den geeigneten Tab, die passende Zuglänge. Diese Dinge
sollten Sie mit Ihrem Trainer klären.
Lernen Sie, Ihr Tempo zu beschleunigen, wenn Sie trainieren. Haben Sie mehr Vertrauen
in einen mechanischen Schießstil, und lassen Sie Ihr Denken so weit als möglich aus dem Spiel.
Wann und wie lange was
Bitte trainiert 2 mal die Woche
50 Schuss Pause 50 Schuss Pause Spaßspiele oder Parcurrunde
Pause 50 Schuss Ende
Werdet Ihr müde, Pause
Nie überfordern
Oft verschiedene Entfernungen
Nicht auf eine Entfernung festlegen
Übt das Ziel zu verkleinern. Kleinen Punkt im Ziel suchen und
auf den schießen, das Target dabei nicht mehr sehen, nur diesen Punkt
Nie lustlos schießen
Und noch was gewinnen ist nicht alles, aber gemacht zu haben was
man trainiert hat und das richtig
Schießspiele von Sven Giesa
Die Treffgenauigkeit eines Präzisionsgewehres liegt ebenfalls weit jenseits von Gut und Böse.
Eine Münze ist auf 100m Entfernung durchaus vergleichsweise sicher zu treffen.
| Die Schussleistung einer "normalen" Pistole liegt sehr weit unterhalb dessen, was man von jedem besseren Gewehr erwarten darf. Sie verfügt über eine Anfangsgeschwindigkeit von 200m/s bis 400m/s und eine entsprechende Anfangsenergie von 400-600 Joule. Auch die Treffgenauigkeit einer Pistole ist vergleichsweise schlecht. Auf 25m aufgelegt geschossen erhält man Streukreise von 4 bis 10cm. Ohne Auflage hat man sogar Probleme mit einem Bogen mitzuhalten. |
| Die moderne Armbrust hat eine vergleichbare Schussleistung wie der Compoundbogen, der weiter unten erläutert wird. Geschwindigkeiten bis zu rund 100m/s sind erreichbar. Mittels Muskelkraft wird die Sehne und der Pfeil in Schussposition gezogen. Die Anfangsenergie kann bis zu etwas über 130 Joule liegen. |
|
|
| Der Jagdrecurve eine Weiterentwicklung des Langbogens steht hier für die traditionelle Form des Bogenschießens. Er hat Pfeilgeschwindigkeiten von bis zu 60m/s und wird zumeist mit Holzpfeilen, Naturfedern und Metallspitze geschossen. Er wird ohne Zielvorrichtung (Visier) verwendet. Die Startenergie beträgt etwas weniger als die Hälfte eines Compoundbogens mit gleichem maximalem Zuggewicht. Der moderne Recurve wird auch als olympischer Bogen bezeichnet. Er hat Pfeilgeschwindigkeiten von bis zu 80m/s und wird zumeist mit den gleichen Pfeilsorten wie der Compound geschossen, also hauptsächlich mit Pfeilen aus Aluminium, Karbon, Graphit and Aluminium-Carbon im Verbund. Genauso wie beim Compoundbogen wird der moderne Recurve auch mit Visier benutzt. Die Pfeile des Compoundbogens haben verglichen mit den Recurve-Bögen die höheren Anfangsgeschwindigkeiten und eine höhere kinetische Energie und können sogar schneller als 100m/s fliegen. Die kinetische Energie kann, wie im Abschnitt über die Armbrust bereits erwähnt, ebenfalls über 130 Joule liegen. |
(Von http://www.tjbd.de )
Lektion 1: Du willst Bogenjäger werden?


Leitfragen:
1. Welche Gründe gibt es für die Vorliebe zur Bogenjagd?
2. Gibt es mehr Jäger als Nichtjäger?
3. Werden die Jagdmethoden der Jäger von den Nichtjägern allgemein geschätzt?
4. Nenne die zwei wichtigsten Pioniere der Bogenjagd im zwanzigsten Jahrhundert.
5. Was bedeutet eine angemessene Wilddichte?
Die Bogenjagd ist kein Sport, den man über Nacht lernt, aber sie bietet eine der größten sportlichen
Herausforderungen in unserer Zeit. Du lernst bei jeder Jagd etwas Neues dazu. Der Tag, an dem Du
aufhörst zu lernen, ist allerdings auch der Tag, an dem Du aufhörst, Bogenjäger zu sein. Als erstes
mußt du dir deine eigene Verantwortung als Bogenjäger erarbeiten und als geschriebenes Gesetz zur
Grundlage deines Handelns machen. Du hast auch noch darüber hinaus grundlegende
Verantwortlichkeiten, nicht nur als Bogenjäger, sondern auch als Staatsbürger und Sportsmann. Egal,
wo du jagst und wie lange du schon jagst. Bogenjagd ist heutzutage etwas anderes als all die Jahrzehnte
vorher. Der Jagdsport im Allgemeinen und die Bogenjagd im Besonderen werden nicht mehr nur von
den zuständigen Behörden, sondern vor allem auch von der Mehrheit der Bevölkerung kritisch unter
die Lupe genommen. Die Leute interessiert, warum wir jagen, mit welchen Methoden, und nicht zu
letzt, wie wir mit den Tieren umgehen. Alles, was wir als Jäger tun und wie wir darüber reden, wird
argwöhnisch begutachtet. Wenn die Bogenjagd weiterhin als Sportart auch von den Nichtjägern
anerkannt bleiben soll, ist es notwendig, daß wir unsere eigene Geschichte kennen, unsere
Beweggründe für die Bogenjagd und die Erwartungshaltung der Öffentlichkeit.
zurück zum Anfang Zurück Anfang Education
Die Geschichte der modernen Bogenjagd.
Die Geschichte der Bogenjagd des zwanzigsten Jahrhunderts in Nordamerika ist unmittelbar verknüpft
mit dem Gebrauch des Bogens der Indianer als Jagdwaffe zum Überleben. In der Tat war es die
Faszination, die Saxton Pope und Arthur Young ergriff, als sie den buchstäblich letzen wilden
Indianer Ishi kennenlernten. Vor allem sein Geschick im Umgang mit Pfeil und Bogen brachte sie
um 1900 dazu, es auch einmal zu versuchen. Sie benutzten zunächst englische Langbögen. Von
Ishi lernten sie die Bedeutung entsprechender jagdlicher Fähigkeiten und verbesserten mit der
Zeit ihre Ausrüstung. Pope und Young waren die ersten Weißen, denen es gelang, einen Grizzly
mit dem Bogen zu erlegen. Bei den meisten Experten auf diesem Gebiet gelten sie als die Väter
des modernen Jagdbogensports.
Ein anderer Pionier, der in den fünfziger Jahren viel zur Verbreitung der Bogenjagd beitrug, war
Howard Hill. Er war berühmt für seine Kunstschüsse, die er mit unnachahmlicher Leichtigkeit
vorführte. Mit seinen Filmen und Vorführungen brachte er ganze Generationen dazu, die Liebe
zum Bogensport zu entdecken. Er machte auch Jagdreisen nach Afrika, wo er bewies, daß ein
Bogen in der Hand eines guten Schützen ausreicht, selbst die gefährlichsten Tiere, die man so
kennt, zu erlegen. Seine jagdlichen Großtaten wurden aufgezeichnet und waren die Grundlage
für den berühmten Film "Tembo" mit ihm als Hauptdarsteller.
Während der fünfziger und sechziger Jahre gab es noch zwei andere Bogenjäger, die aus der
Entwicklung der Bogenjagd nicht wegzudenken sind, vor allem deswegen, weil sie nicht nur als
wagemutige und sehr erfolgreiche Bogenjäger zur Popularität des Bogensports beitrugen,
sondern ihn auch durch ihre Produktion von preiswerten Bögen und einer dazugehörigen
Ausrüstung erschwinglich für jedermann machten. Wie Howard Hill produzierten Fred Bear und
Ben Pearson Filme über die Jagd auf alle möglichen Tierarten auf dem amerikanischen Kontinent,
die sehr populär waren und trugen so zur Verbreitung der Bogenjagd bei.
Bogenjäger profitieren zwar in hohem Maße vom Engagement dieser Pioniere. Sie sind aber in
derselben Situation wie unsere Vorgänger 30 bis 70 Jahre vorher. Auch wenn die Bögen und die
Ausrüstung kontinuierlich in jeder Hinsicht verbessert wurden, bleibt es einem nicht erspart,
sich die Fähigkeiten zu erarbeiten, die in erster Linie einen Jäger auszeichnen. Der große
Unterschied zu früher ist, daß es wesentlich mehr Gelegenheit dazu gibt, z.B. Gegenden, in denen
nur Bogenjagd erlaubt ist oder eine eigene Jagdsaison für Bogenjäger. Kurz gesagt, Gelegenheiten
zur Bogenjagd gebt es mehr als jemals zuvor, und es liegt an jedem Neuling oder auch
Fortgeschrittenen, genau wie die Veteranen kontinuierlich an der Verbesserung seiner jadglichen
Fähigkeiten zu arbeiten. Auch sollten wir immer daran denken, daß die Öffentlichkeit genau
darauf achtet, was wir sagen und tun. Wir sollten uns deshalb der Verantwortung verpflichtet
fühlen, die wir auf uns nehmen, wenn wir unsere Jagdlizenz erwerben.
Warum wir mit dem Bogen jagen.
Wenn man hundert Bogenjäger nach ihren persönlichen Gründen fragt, bekommt man hundert
Antworten. Ganz so ist es nicht. Etwa 43% geben an, daß sie wegen dem Fleisch jagen;
37% bekennen sich zur Jagd aus sportlichen Gründen; 11% schätzen die freie Natur;
9% lieben die Gesellschaft mit Freunden und Gleichgesinnten.
Innerhalb dieser prozentualen Aufteilung tauchen bestimmte Statements besonders häufig
auf. Z.B. Spaß, Vergnügen, Freude, sich in der Natur auf zu halten, zur Natur zurück zu kehren,
sich von der Masse fern zu halten, Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten,
Kameradschaft, jagen mit Freunden, mal was anderes als Fernsehen, die eigenen Kinder
bei der Jagd zu erziehen usw. Überlege Dir deine eigenen Gründe.
zurück zum Anfang Zurück Anfang Education
Die Zukunftsausichten der Bogenjagd.
Die Jagd mit dem Gewehr, der Schießsport ans sich und auch die Bogenjagd stehen auf schwachen
Füßen, da in fast allen Regionen, in denen die Bogenjagd erlaubt ist, der weitaus größte Teil der
Bevölkerung am Jagen generell kein Interesse zeigt. Wenn die Ausübung der Bogenjagd hier zur
Abstimmung stünde, hätten wir möglicherweise ziemliches Pech. Deswegen sollte man sich als
Bogenjäger mehr mit der Denkweise der Nichtjäger beschäftigen und sich überlegen, wie man sie
positiv beeinflussen kann. Genauer gesagt, beträgt die Anzahl der Jäger etwa 10% in der
Gesamtbevölkerung, das heißt, es gibt 90% Nichtjäger. Da sollte uns aus gutem Grund nachdenklich
stimmen. Vor allem, wenn man bedenkt, daß innerhalb der Jägerschaft die reinen Bogenjäger nur mit
2% vertreten sind. Wir sind also nur eine kleine Minderheit von nicht einmal 2% in der Bevölkerung.
Als Bogenjäger können wir nur eins tun: uns strikt an unsere Verantwortlichkeiten halten und genau
die Prinzipien vertreten, die im "Bowhunter's creed" (siehe letzte Seite) niedergelegt sind. Es gibt zwar
90% Nichtjäger, aber nur 10% der Bevölkerung sind unsere strikten Gegner. Diese Leute sind
emotionell vorbelastet mit der Grundüberzeugung, daß die Jagd prinzipiell etwas Schlechtes oder
Abartiges sei und würden sie deshalb am liebsten generell verbieten. Im Endeffekt entscheiden also
die restlichen 80% Nichtjäger in der Bevölkerung über das weitere Schicksal der Jagd. Diese Leute
bilden sich durchaus auch ihre Meinung zum Thema Jagd auf die eine oder andere Weise, hauptsächlich
über Presse und Fernsehen. Aber alles, was sie über die Jagd hören oder sehen, ist für sie ein Argument,
sich für die eine oder andere Seite zu entscheiden. Deswegen sollten wir uns in jeder Hinsicht von
unserer besten Seite zeigen, wenn die Ausübung der Jagd an sich - und insbesondere die Bogenjagd
- nicht nur für uns, sondern auch für die nächste Generation noch möglich sein soll. Die (noch!)
unentschiedenen Nichtjäger sind gewissermaßen das sprichwörtliche Zünglein an der Waage.
Deswegen ist jede Äußerung und jede Handlungsweise von uns Bogenjägern eine Entscheidungshilfe
für oder gegen die Bogenjagd. So ernst ist die Lage. Was können wir beitragen, damit die
Bogenjagd auch weiterhin erlaubt bleibt.
Wenn wir für ein positives Erscheinungsbild der Bogenjagd sorgen wollen, sollten wir uns vor
Augen halten, wie man sich als Bogenjäger benehmen sollte. Was sollte man beachten bzw.
vermeiden, um die Öffentlichkeit und nicht zuletzt die Landbesitzer nicht zu verärgern?
Was man auf keinen Fall machen sollte:
1. Ein Tier waidwund zu schießen und dann liegen lassen
2. Nicht bei jedem Schuß kontrollieren ob wir auch wirklich getroffen haben und so
möglicherweise ein verwundetes Tier zurücklassen.
3. Ein Tier nur verwunden, weil die Schußentfernung zu groß war, also es waidwund
schießen, ebenso einen Schuß abgeben, wenn die Situation es eigentlich nicht zuläßt.
4. Das Wild unsachgemäß aus dem Fell schlagen, stümperhaft transportieren und
zerlegen.
5. Keinen Wert auf das Fleisch legen.
6. Geschmacklose und flapsige Prahlereien anderen gegenüber, die Darstellung der Bogenjagd
als "Machosport" ungeachtet der Tatsache, daß auch viele Frauen erfolgreiche Jäger sind.
7. Zurschaustellung widerwärtiger Sprüche auf T- shirts oder Stickers, die die Gefühle der
Nichtjäger verletzen. Respektlosigkeiten haben in der Bogenjagd nichts verloren.
8. Unnötige Zurschaustellung der Beute auf der Heimfahrt. Dafür ist das Wohnzimmer
oder der Trophäenraum da. Ob man sich dafür als Normalmensch interessiert, ist
Geschmackssache. Von besonderem Geschmack zeugt es auf jeden Fall nicht,
wenn man mit einer blutverschmierten Elchkuh mit heraushängender Zunge auf
dem Autodach einen Schulbus voll mit Kindern überholt. Ein paar Dollar sollte man
schon übrig haben für einen geeigneten Transportsack.
9. Mißachtung von Privatbesitz und den Interessen der Landbesitzer. Die Anzahl
der aufgestellten Verbotsschilder und die Anzahl der Bogenjäger, die diese Schilder
ignorieren, ist ungefähr gleich hoch. Man braucht sich nicht wundem, wenn die
Landbesitzer gegen die Jagd sind, wenn sie nicht nur Fahrzeuge sehen, die widerrechtlich
auf ihrem Grund geparkt sind sondern auch noch den Schaden beheben müssen, der
ihnen so nicht selten entsteht.
10. Bogenjäger, die in voller Jagdmontur in der Öffentlichkeit oder in der Kneipe trinken.
So etwas ist durchaus beeindruckend, es fragt sich nur, in welcher Hinsicht.
11. Die allgemeine Erscheinung überhaupt, vom Zustand des Fahrzeugs bis zum Zustand
des Lagers, hinterlassen immer einen Eindruck. Ein Bogenjäger mit einem Viertagebart und
dem entsprechenden Körpergeruch, noch dazu in voller Kriegsbemalung, ist nicht gerade
das, was man am Sonntagmorgen im Restaurant beim Frühstück neben sich sitzen haben möchte.
12. Gesetzesübertretungen sind für Nichtjäger unverzeihlich. Die Leute überlegen sich übrigens
auch, warum Bogenjäger ausgerechnet die Gesetze mißachten, die eigentlich den Erhalt der
Bogenjagd garantieren sollten.
Damit sollte klar sein, wie man sich als Bogenjäger besser nicht präsentiert. Aber was können wir
tun, um einen nachhaltigen positiven Eindruck bei den Nichtjägern zu hinterlassen? Dieselben Leute,
die durch die oben aufgeführten Verhaltensweisen abgeschreckt werden, haben auch eine
Vorstellung, welche Eigenschaften ein idealer Jäger und respektabler Sportsmann haben sollte: Er ist
ein Naturliebhaber; die Größe der Beute ist nicht das Wichtigste bei der Jagd; er befaßt sich generell
mit allen Tierarten und ihrem Vorkommen, nicht nur mit der Tierart, die er gerade jagen will; er
kümmert sich in jedem Fall um waidwundes Wild; er respektiert die Rechte anderer Jäger, die Rechte
der Landeigner und die Rechte der Nichtjäger; verantwortungsvolles Handeln aller Jäger ist ihm
ein Anliegen; er toleriert keine Gesetzesübertretungen und unterstützt bei Vergehen die Behörden;
er ist sich immer über das Image klar, das er repräsentiert; die weitere Anerkennung der Jagd an
sich und der Bogenjagd ist ihm ein ernsthaftes Anliegen und für deren Erhalt setzt er sich als
Sportsmann und Staatsbürger ein. Diese Art der Darstellung erfordert nicht nur persönlichen
Einsatz, sondern auch überlegtes Handeln. Jeder muß sich in diesem Sinne verantwortlich fühlen,
wenn wir das Zünglein an der Waage zu unseren Gunsten beeinflussen wollen. Wenn wir das nicht
tun, sind die weiteren Aus sichten für uns nicht allzu erfreulich.
Wie man über die Bogenjagd reden sollte.
Da wir als Bogenjäger eigentlich immer von der Öffentlichkeit kritisch unter die Lupe genommen
werden, ist es wichtig, daß wir uns in unserer Sportart und ihren Rahmenbedingungen so gut
auskennen, daß wir sämtliche Fragen, die uns ein Nichtjäger stellt, befriedigend beantworten können.
Die wichtigsten Punkte unserer Selbstdarstellung sind im Folgenden aufgeführt:
· Bogenjäger unterstützen die Erhaltung unserer Tierwelt in jeder Hinsicht, vor allem Maßnahmen zum
Erhalt, die von kompetenten Experten geleitet und durchgeführt werden.
· Die meisten Wildbestände haben einen angemessene Wilddichte. Das heißt, daß die Anzahl
der jeweiligen Tierart den jeweils gegebenen örtlichen Voraussetzungen hinsichtlich Nahrungsangebots
und sonstiger Voraussetzungen für den Erhalt einer gesunden Population entspricht. Dieser Zustand
ist zum größten Teil den Maßnahmen von regionalen und staatlichen Behörden zu verdanken, die dafür
entsprechend qualifizierte Fachleute einsetzen.
· Der Bogen als Jagdwaffe ist effizient und somit human. Untersuchungen haben hinreichend bewiesen,
daß die Verwundungsrate bei der Bogenjagd insgesamt geringer ist als bei anderen Jagdarten.
Nicht zuletzt erleidet das Wild einen relativ geringen Schmerz.
· Bogenjagd ist gleichzusetzen mit Hege und Pflege. Jedes Jahr fließen etliche Millionen Dollar,
die als Beitrag in der Jagdlizenz enthalten sind, diversen Organisationen zu, die sich um den Erhalt
des Wildbestandes kümmern, auch um das Wild, das wir nicht jagen. Nicht zuletzt geht ein Teil
unserer indirekten Steuern, die auch jeder Bogenjäger zahlt, ein in einen Regierungsfonds zur
Erhaltung unserer Tierwelt.
· Die Bogenjagd ist ein sicherer Sport. Statistiken beweisen, daß Bogenjagen sicherer ist als in die
Badewanne zu steigen oder eine Treppe hinunterzugehen. Schwere Unfälle kommen kaum vor.
Selten ein Jahr, in dem in Nordamerika über derartiges berichtet wird, ob wohl die Zahl der
Bogenjäger ständig wächst.
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Sicherheit:
· Obwohl die Bogenjagd nachweislich ein außerordentlich sicherer Sport ist, sollte der Gebrauch
von Alkohol oder Drogen auf der Jagd und im Camp auf jeden Fall unterlassen werden.
· Um ein negatives Image zu verhindern, sollten weite Distanzschüsse auf jeden Fall unterbleiben,
denn sie sind gefährlich und unverantwortlich. Ein abgeschossener Pfeil kann nicht mehr zurückgeholt
werden. Über solche Schüsse hat man keine Kontrolle, denn sie können überall landen, meistens bei
Leuten, die man nicht sieht und die auch damit nicht rechnen.
· Image und Sicherheit können zu einem ganz gewaltigen Problem werden, wenn man in einer dicht
besiedelten Wohngegend auf dem eigenen Grundstück trainiert. Wenn man sonst keine
Möglichkeiten hat, kann man das schon machen. Aber nur, wenn man fachmännische Vorkehrungen
getroffen hat, die sicherstellen, daß kein einziger Pfeil unkontrolliert durch die Gegend fliegen kann.
Kontrollfragen:
1. Zähle einige persönliche Begründungen auf, die es für die Jagd gibt.
2. Wieviel Prozent der Bevölkerung sind Jäger, wie viele sind Nichtjäger?
3. Nenne einige Verhaltensweisen von Jägern, die in der Öffentlichkeit ein deutliches Mißfallen
hervorrufen.
4. Nenne die Namen von mindestens zwei Persönlichkeiten, die maßgeblich an der Entwicklung
des modernen Bogensports beteiligt waren.
5. Was bedeutet der Begriff "angemessene Wilddichte" und in welcher Beziehung steht er zur
Bogenjagd?
Lektion 2: Deine Verantwortung als Bogenjäger.
Leitfragen:
1. Du solltest die vier wichtigsten Grundregeln, die einem verantwortungsvollen Handeln auf der
Jagd zugrunde liegen, in Stichpunkten nennen können, bevor Du eine Jagdlizenz erwirbst?
2. Mit welchen drei bis vier Worten würdest Du einen verantwortungsbewußten Bogenjäger
charakterisieren?
3. Was ist mit dem "ungeschriebenen Gesetz der Bogenjagd" gemeint?
4. Welchen Sinn und Zweck erfüllt ein sogenannter "gamebag"(Wildsack) in Bezug auf andere,
bes. Nichtjäger?
5. Was muß man alles beachten, wenn man korrekterweise ein jagdliches Unternehmen nach den
Grenzen der eigenen körperlichen Leistungsfähigkeit planen will?
Verantwortliches Verhalten eines Jagdbogenschützen.
Was heißt es eigentlich genau, wenn die Rede ist vom "verantwortungsvollen Bogenjäger" oder vom "verantwortungsvollen Handeln" auf der Jagd? An dieser Stelle solltest Du kurz innehalten und
nachdenken, welche Bedeutung die Worte "verantwortlich" und "Verantwortung" für dich haben und
welchen Stellenwert sie zum Jäger und zur Jagd haben. Es gibt viele Gelegenheiten, bei denen
der Jäger sein Verantwortungsbewußtsein in Wort und Tat unter Beweis stellen kann
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Die Verantwortlichkeiten des Bogenjägers.
1. Die absoluten Grundregeln der Jagd bestehen nicht nur aus den gesetzlichen Bestimmungen
des jeweiligen Landes oder Distrikts inklusive der Zusatzbestimmungen zur Bogenjagd, deren
Kenntnis eine absolute Voraussetzung ist. Man sollte die "ungeschriebenen Gesetze" der
Bogenjagd genauso gut kennen und beide zur Basis seines Handelns machen.
2. Wer sind Deine Jagdkameraden? Deine Verantwortlichkeit bezieht sich auch auf Deine
Jagdbegleiter und sonstige Bogenjäger, die Du kennst. Ihre innere Einstellung, ihr praktisches
Handeln und ihre Äußerungen zum Thema Jagd sollten immer so sein, daß sie die Zukunft
unseres Sports nicht gefährden.
3. Rücksicht auf die Grundbesitzer. Bei der Jagd ist jede Art von Grundeigentum zu achten,
sei es das von Privatpersonen, Gesellschaften, Genossenschaften, Verbänden, Staatsbesitz
oder Gemeindegrund. Über die jeweiligen Gegebenheiten sollte man sich rechtzeitig vor der
Jagd erkundigen und die entsprechende Rechtslage genau kennen. Prinzipiell sollte man
jede Art von Grundeigentum so behandeln, als ob es das eigene wäre. Jede Art von Veränderungen
oder gar Beschädigungen sind zu unterbleiben. Am besten verläßt man die Gegend so, als wäre
man gar nicht da gewesen.
4. Respekt vor Wild und Natur. Prinzipiell sollte man jeder Art von Wild Achtung schenken, mit der
man während der Jagd in Berührung kommt, also nicht nur dem Wild, hinter dem man her ist,
sondern auch den Tierarten, die noch Schonzeit haben oder sowieso geschützt sind. Prinzipiell gilt,
daß man Wald und Feld wieder im selben Zustand verlassen sollte, wie man es vorgefunden hat.
Ebenso sollte man seine eigenen Grenzen kennen und sie nicht überschreiten. Im Klartext:
Nur die Schüsse, die du gemäß deinen Fähigkeiten sicher abgeben kannst, sind auch tödlich.
Benutze rasiermesserscharfe Jagdspitzen, schieß nur, wenn die Möglichkeiten für einen Treffer
absolut gegeben sind, beschränke dich auf eine Schußentfernung von höchstens 10m aus der
Deckung und höchstens 15m im Freien und bemühe dich, deine jagdlichen Fähigkeiten so zu
verbessern, damit du so nah wie möglich an das Wild herankommst.
5. Die Ausrüstung. Versichere dich, daß deine gesamte Ausrüstung im Jagdgebiet gesetzlich
erlaubt ist. Führe eine regelmäßige Überprüfung durch und trainiere vor allem mit dem für die
jeweilige Wildart passenden Equipment so oft wie möglich, damit Du vollständig damit vertraut bist.
6. Du solltest Deine eigenen Grenzen hinsichtlich deiner jagdlichen Fähigkeiten und deiner
Schießkunst genau kennen. Ebenso sollte man seine körperliche Leistungsfähigkeit ebenfalls
nicht überschätzen, wenn man ein Jagdabenteuer plant. Da man auf der Bogenjagd in der Regel
allein unterwegs ist, sollte man in jeder Situation hellwach die Sicherheitsrisiken richtig abwägen.
Man unterliegt gewissen Versuchungen auch nicht so leicht, wenn man in einer Gruppe unterwegs
ist. Deswegen sollte man sich auch angewöhnen, immer so zu handeln, als wenn man unter
Beobachtung stünde. Das eigene verantwortungsvolle Gewissen sollte immer der Maßstab für
jedes Handeln sein.
7. Rücksichtnahme auf die Nichtjäger. In Erinnerung an Lektion 1 wissen wir, daß ca. 90%
unserer Mitmenschen keine Jäger sind. 10% von ihnen haben überhaupt kein Verständnis
für den Jagdsport, und 80% sind unentschieden in ihrer Meinung über die Jagd. Deswegen
sind alle Handlungen und Äußerungen, die mit der Jagd in Verbindung gebracht werden können,
sorgfältig zu überlegen, damit nichts, was wir tun oder sagen, gegen die Bogenjagd ausgelegt
werden kann.
Das ungeschriebene Gesetz der Bogenjagd.
Es gibt noch einen sehr wichtigen Punkt, der unserer Verantwortung obliegt, nämlich das Verhältnis,
dass wir unter uns Bogenjägern pflegen, wenn wir zusammen im Wald unterwegs sind und in der gleichen
Gegend jagen. Es wäre verrückt zu glauben, die nichtjagende Bevölkerung würde uns ernst nehmen,
wenn wir nicht in der Lage sind, als Jäger untereinander einen korrekten und kameradschaftlichen
Umgang zu pflegen.
Es gibt mitunter das Problem, daß ein anderer Jäger das eben geschossene Wild für sich beansprucht.
Der echte Sportsmann zeigt seine Verantwortung dadurch, daß er sich an das "ungeschriebene
Gesetz der Bogenjagd" hält. Gerade weil es keine Rechtsgrundlage hat, sollte man es umso mehr
beachten und pflegen.
Dieses ungeschriebene Gesetz wird manchmal auch als Regel der ersten tödlichen Verwundung
bezeichnet. Das heißt, daß der erste, der dem jeweiligen Wild eine derart tödliche Wunde zugefügt
hat, daß er der Blut spur folgen und das Tier auch aufspürt, es für sich in Anspruch nehmen kann.
Wenn der Jäger allerdings das Gefühl hat, daß die beigebrachte Wunde zu oberflächlich ist, um
das Wild sicher aufzuspüren oder irgend welche anderen Umstände noch eintreten, sollte er seinen
Anspruch zugunsten des Jägers aufgeben, dem ein tödlicher Schuß geglückt ist.
Umgekehrt sollte es genauso gehen. Wenn man ein totes oder schwer verwundetes Tier entdeckt,
sollte man sich durch Rückverfolgen der Spur oder Absuchen der Gegend u. ä. versuchen, den
Bogenjäger ausfindig zu machen, der das Wild geschossen hat. Es kommt wahrscheinlich selten vor,
daß ein Bogenjäger einen Schuß auf ein schon tödlich verwundetes Tier abgibt. Es sei denn, die
tödliche Wunde ist nicht offen sichtbar. In diesem Fall tritt das ungeschriebene Gesetz der "ersten
tödlichen Verwundung" in Kraft. Kein verantwortlicher Bogenjäger wünscht sich eine Beute, die ein
anderer erlegt hat. Auch ist es kein Tier wert, daß man sich mit einem anderen Jäger total überwirft.
Im Zweifelsfall gilt immer: der Klügere gibt nach.
Hinweise zum Umgang mit den Grundeigentümern.
Das allerwichtigste in unserer Welt der Bogenjagd ist ein verantwortungsvolles Verhalten und ein
entsprechender Umgang mit den Personen, Gesellschaften oder Verwaltungsstellen, die das Land
besitzen, auf dem wir jagen. Deswegen sollten die folgenden Hinweise bitterernst genommen werden
und die Grundlage bilden für alle unsere Aktivitäten auf fremdem Eigentum. Außerdem sollte man immer
eine positive Einstellung gegenüber den Landeignern haben.
1. Prinzipiell ist immer um Erlaubnis für die Jagd zu erfragen.
2. Frage den Eigentümer nach einer Parkgelegenheit und erkundige dich, ob es Zeiten gibt,
in denen die Jagd prinzipiell unerwünscht ist.
3. Hinterlege Deine Adresse und Telefonnummer und sonstige gewünschte Auskünfte deutlich
auf dem Armaturenbrett.
4. Schneide keine Pflanzen ab und ändere nichts an Zäunen ohne ausdrückliche Erlaubnis.
5. Benutze tragbare "tree Stands", die keine dauerhaften Schäden an den Bäumen verursachen.
Baue keine festen "tree Stands", die mit der Zeit häßlich aussehen und auch gefährlich unsicher
werden. Solche Stände können einen Baum außerdem ernsthaft beschädigen.
6. Benutze keine Metallbefestigungen, Nägel oder Draht. Dies kann nicht nur den Wert des
Schnittholzes mindern, sondern auch noch eine Gefahr für diejenigen bedeuten, die das Holz
irgendwann verarbeiten.
7. Nimm alles wieder mit nach Hause. Vergrabe keinen Müll, da die Tiere ihn sicher wieder
ausgraben und so die Gegend verunstalten.
8. Zünde kein Feuer an, weder als Lagerfeuer oder zur Müllverbrennung, wenn Du keine
ausdrückliche Erlaubnis vom Eigentümer hast. Bei extrem trockenem Wetter sollte man
sowieso kein Feuer entfachen.
9. Wenn Du unbedingt rauchen mußt, mach dies auf einem Weg oder auf einem geräumten
Platz und trete Deine Kippe so aus, daß jede Brandgefahr ausgeschlossen ist.
10. Hinterlasse Gatter und Durchgänge so, wie Du sie vorgefunden hast. Entweder offen
oder geschlossen. Es sei denn, Du bist Dir sicher, daß Du ein Versehen behebst.
11. Beim Benutzen eines Fahrzeugs auf fremdem Gelände sollte man besonders umsichtig
und defensiv fahren. Ohne Genehmigung fährt man nicht über Wiesen oder Äcker etc.
Auch sollte man keine Wege oder Durchfahrten beim Parken blockieren.
12. In bestimmten Gegenden und insbesondere in der Nähe von Städten und Ortschaften
sollte man nach einer erfolgreichen Jagd nach dem Aufbruch alles entsorgen, d.h. alle
Organe und alles was man ent nommen hat. Man sollte dafür auch entsprechende Behaltnisse
dabei haben. Nichts kann schneller zum Verbot der Jagd führen, als wenn Haustiere krank
werden, wenn sie ungewohnterweise Wildreste fressen, oder wenn Kinder beim Spielen auf
unseren Abfall stoßen.
13. Veranstalte keine Treibjagden mit einer großen Anzahl von Teilnehmern. Dies kann nicht
nur unproduktiv werden durch den Geräuschpegel und die entsprechenden Gefrüche, sondern
auch die Jagdbedingungen für andere Jäger in der Gegend ruinieren. Die Gruppengröße sollte
nicht mehr als drei bis vier ausgewählte Jäger überschreiten. Beim Treiben sollte man dann
entsprechend leise sein.
14. Man sollte dem Eigentümer immer etwas von seiner Beute anbieten. Meistens wird er
ablehnen, aber es ist das Angebot, das zählt.
15. Man sollte den Eigentümer das ganze Jahr über kontaktieren, und nicht erst zur Jagdzeit.
Ab und zu eine Ansichtskarte und zu Weihnachten ein kleines Präsent zeigt ihm Deine
Wertschätzung.
16. Respektiere alle Hinweis- und Verbotsschilder. Wenn Dir ein Eigentümer die Jagd
nicht erlaubt, bleib höflich und gehe woanders hin. Versuche auch nicht, heimlich zu jagen.
Es ist sein Land, nicht deines.
Eine Übung zur Verantwortlichkeit.
Da Verantwortung und verantwortliches Handeln die Basisbegriffe des vorliegenden Manuals sind,
wollen wir sie hier definieren. Sieh Dir die Liste der Wörter unten genau an. Überlege bei jedem
Wort, ob es für eine passende Beschreibung und Charakterisierung eines verantwortungsvollen
Bogenjägers geeignet ist. Nimm den freien Platz für Deine Definition von Verantwortlichkeit und
wähle die fünf Wörter aus, die Deiner Meinung nach am besten zur richtigen Charakterisierung geeignet
sind. Vergleiche anschließend Deine Ergebnisse mit denen der anderen Lehrgangsteilnehmer.
Überlege Dir auch, wie Du Deine Auswahl begründest.
IBEP Arbeitsblatt zur Übung:
Sicherheitsbewußt, Verständnis, Wettkämpfer
Hat Integrität, Umweltschützer, Schnellschütze, Waldläufer
kennt die Jagdgesetze, Verantwortlich, Erfahren, gut vorbereitet
Guter Schütze, Gesetzestreu, Respektiert, Nett, Überall bekannt
Beschreibe einen verantwortungsvollen Bogenjäger:
1. Gib eine Definition von "Verantwortung":
2. Markiere die fünf aussagekräftigsten Wörter oder Begriffe für die Charakterisierung eines verantwortungsbewußten Bogenjägers.
3. Warum sind Deine ausgewählten Wörter geeigneter als die anderen, die Du nicht verwendet
hast. Begründe Deine Auswahl.
4. Gemeinsame Definition von "Verantwortung":
5. Gemeinsame Beschreibung eines verantwortungsvollen Bogenjägers:
Gründe, warum Leute, die sich sonst nicht für die Jagd interessieren, plötzlich zu massiven Gegnern der
Jagd werden.
Gegner der Jagd bilden sich ihre Meinung nicht zufällig. Obwohl uns manche Begründungen gegen die
Jagd seltsam erscheinen, sollten wir doch die wichtigsten Gründe kennen, die zu einer negativen
Einstellung der Jagd gegenüber führen. Nur dann können wir uns Gegenstrategien überlegen, die
verhindern, daß Leute entschiedene Gegner der Jagd werden. Wenn sich jemand einmal gegen die Jagd
entschieden hat, ist er kaum mehr davon abzubringen. Wir müssen unsere Botschaft den Leuten
präsentieren, die noch ein offenes Ohr für uns haben. Das heißt aber auch, daß wir uns in jedem Fall
verantwortlich benehmen. Im Folgenden sind einige Gründe aufgeführt, die zu einer Gegnerschaft führen.
1. Unsere verstädterte Gesellschaft. Die meisten Leute sind inzwischen mehrere Generationen
vom ursprünglichen bäuerlichen Lebensstil entfernt, der die gemeinsame Produktion von
Lebensmitteln ebenso beinhaltete wie das Schlachten von Haustieren. Leute, die alle ihre
Nahrungsmittel im Supermarkt verarbeitungsgerecht verpackt kaufen, sehen die Jagd nicht
als eine Form von Nahrungsbeschaffung.
2. Darstellung in den Medien. Bedauerlicherweise sind die meisten Berichte und Darstellungen
der Jagd in den Medien negativ. Gerade die 80% der Bevölkerung, die noch keine feste Meinung
hat, werden mit Horrorgeschichten über Jäger, die ihren Sport aus Spaß am Töten betreiben,
reichlich bedient. Es gibt kaum objektive Darstellungen, die die übliche Meinungsmache widerlegen.
Deswegen ist es für uns eine äußerst schwierige Aufgabe, diese Art von Journalismus zu widerlegen.
3. Desinteresse der Forst- und Wildbehörden hinsichtlich der Verbreitung von Informationen über Tierpopulationen und angemessene Wilddichte. Wenn wir nicht selbst Informationen liefern, sehen
die Leute nicht, daß der Jagdsport sehr gut harmoniert mit entsprechenden Hegeplänen. Wir
müssen uns mit Wissen und Fakten präparieren, damit wir den Leuten erklären können, inwieweit
die Jagd ein wichtiger Faktor ist zur Aufrechterhaltung einer waldvertraglichen Wilddichte.
4. Tieren werden menschliche Eigenschaften angedichtet. Eine weit verbreitete Form der
Unterhaltung sind Cartoons und Comics. Hier werden Tiere in ihren Handlungen, Kleidung,
Reden etc. so dargestellt, als ob sie Menschen wären. Es ist manchmal schwierig, den Leuten
klarzumachen, daß Cartoons ein reines Phantasieprodukt sind und mit der realen Tierwelt nichts
gemeinsam haben. Jäger, die selbst Kinder haben, sollten bei der Erziehung ein besonderes
Augenmerk darauf richten, daß hier die Dinge richtig gesehen werden.
5. Unverantwortliche Handlungen von Jägern. Von allen Gründen, die einen Menschen gegen die
Jagd einnehmen können, ist dies der bedeutsamste. Dies ist wieder der Fall von "wir haben den
Feind kennen gelernt, und das sind wir". Man kann es nicht oft genug wiederholen, Ein einziges
unbedachtes Wort an falscher Stelle genügt, und alle unsere Bemühungen um eine positive
Darstellung sind im Eimer. Die Leute erinnern sich nämlich immer an das Negative und nicht an
das Positive. Ließ Dir immer wieder die Liste der 12 Dinge, die wir nicht tun sollten, aus Lektion
1 durch. Nur so können wir uns mit einem positiven Image präsentieren und verhindern, daß der
Jagdsport weiter verunglimpft wird.
Sicherheit:
1. Gehe nie über die Grenzen Deiner körperlichen Leistungsfähigkeit hinaus. Falls Du eine
anstrengende Jagd vorhast, laß Dich vorher medizinisch durchchecken.
2. Bemühe Dich immer, vereinbarte Treffpunkte mit Deinen Jagdkameraden zum richtigen
Zeitpunkt einzuhalten. Es ist nicht notwendig, daß sich jemand umsonst Sorgen macht oder
eine überflüssige Suchaktion startet.
3. Hinterlasse für Deine Freunde oder Deine Familie immer eine genaue Angabe, wo Du Dich
während der Jagd aufhältst. Am besten ist eine Kopie der Karte oder eine genaue Skizze.
4. Überlege Dir genau, was Du auf fremdem Eigentum alles machen willst, um jeden Ärger mit
dem Besitzer zu vermeiden.
5. Bemühe Dich immer, alle Pfeile, die Du geschossen hast, wieder zu finden, besonders in der
Nähe von Ortschaften oder Feldern und Futterwiesen. Die Pfeile könnten entweder im Futter
landen oder von Kindern gefunden werden, die sich an den rasiermesserscharfen Spitzen verletzen.
Kontrollfragen:
1. Du solltest in der Lage sein mindestens vier Hauptbereiche Deiner Verantwortlichkeit zu
benennen und erläutern, bevor Du eine Jagdlizenz löst.
2. Beschreibe mit drei bis fünf Worten einen verantwortungsbewußten Bogenjäger.
3. Was besagt das "ungeschriebene Gesetz der Bogenjagd?
4. Was bewirkt die Verwendung eines Wild- Transportsacks in Hinblick auf andere
Leute.
5. Inwieweit zeigt man Rücksicht auf andere, wenn man sich innerhalb der eigenen Grenzen
bewegt.
Lektion 3: Jagdvorbereitungen
Leitfragen:
1. Welche zwei Grundübungen mit Pfeil und Bogen gibt es?
2. Was bedeutet der "Spine" des Pfeils?
3. Was ist gemeint mit einer abgestimmten Ausrüstung?
4. Warum ist eine geeignete Kopfbedeckung wichtig, wenn man bei kaltem
Wetter jagen will?
5. Wie lernt man am besten Entfernungen schätzen.
6. Nenne vier verschiedene Arten von Wildspuren.
Es ist kein Geheimnis unter Waldläufern, daß eine rechtzeitige und angemessene Vorbereitung
die Grundlage für den Erfolg und auch das Genießen eines Abenteuers ist. Dies gilt auch für die
Bogenjagd. Man wird keine rechte Freude haben, wenn man sich kurz vorher seine Ausrüstung
kauft und dann gleich in den Wald rennt ohne recht zu wissen, wie man sie benutzt. Die Enttäuschung
bleibt nicht aus, wenn man außerdem keine Ahnung von der Jagd hat, nicht weiß, wie man sich kleidet
oder wie man Entfernungen schätzt für den unwahrscheinlichen Augenblick, in dem sich ein Schuß
anbietet. Wenn man es richtig machen will, fängt man schon lange vor der Jagdsaison an, sich mit de
r richtigen Ausrüstung zu befassen, die richtige Kleidung zuzulegen und regelmäßig zu trainieren.
Auch kann man als Vorbereitung im Wald Studien treiben, indem man Wild beobachtet und Spuren
sucht. Ebenso sollte man sich mit den Jagdgesetzen, die die Bogenjagd betreffen, gut auskennen.
Auf diese Weise vorbereitet, wird das Jagderlebnis mit Sicherheit vergnüglicher und auch die
Wahrscheinlichkeit eines Jagderfolgs steigt deutlich an.
Kenntnis der gültigen Jagdgesetze für den jeweiligen Bezirk.
Lange vor Beginn der Jagdsaison beginnt der verantwortungsvolle Bogenjäger mit der
Kontaktaufnahme der entsprechenden Behörde des angestrebten Jagdgebietes. Üblicherweise
werden von den Behörden entsprechende Informationsbrochüren angeboten, denen man die gültigen
Gesetze, Jagdzeiten, Beutelimits und sonstige Bestimmungen und Auflagen entnehmen kann. Es ist
unsinnig, sich auf irgendwelche Spekulationen von angeblichen Fachleuten zu verlassen, denn
Bestimmungen und Gesetze sind in den verschiedenen Staaten unterschiedlich und können sich
auch von Jahr zu Jahr ändern.
Man sollte sich auch genügend Zeit nehmen, die Bestimmungen zu studieren, denn manches ist
nicht allzu leicht verständlich. Nur so kann man vermeiden, daß man sich auf der Jagd bei den
Gesetzeshütern sehr unbeliebt macht, weil man Gesetze nicht beachtet, die man nicht kennt.
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Bogen und Pfeile, auf die man sich verlassen kann.
Schon Monate vor der Jagd sollte man sich sein Jagdgerät so zusammenstellen, daß es nicht nur für
die jeweilige Wildart geeignet, sondern auch in einem guten und sicheren Zustand ist. Eine
Bogenjagdausrüstung sollte kein zufälliges Sammelsurium von irgendwelchen Pfeilen und einem Bogen
von fragwürdiger Beschaffenheit sein. Außerdem sollte der Besitzer wissen, wie sein Gerät funktioniert.
Je einfacher das Gerät, desto einfacher das Verstehen der Funktion. Je komplexer, desto mehr kann
einiges im falschen Augenblick schief gehen. Als Grundregel gilt: Kauf Dir nur das, was Du für eine
sichere und erfolgreiche Jagd benötigst. Anstatt sich eine Ansammlung von Krimskram zuzulegen,
sollte man sein Geld lieber in die Qualität investieren. Wenn man sich eine neue Ausrüstung zulegt,
sollte man zuerst genau hinschauen und sich ggf. erkundigen, bevor man kauft. Am besten ist es,
wenn man Kontakt zu erfahrenen Bogenjägern hat, die einen beraten und Gelegenheit geben,
dies und jenes selbst auszuprobieren.
Beim Kauf sollte man sich immer danach erkundigen, wie der Ruf ist hinsichtlich Zuverlässigkeit,
Belastbarkeit und einfacher Handhabung. Schließlich will man sie zuverlässig eine längere Zeit
problemlos benutzen, und zwar unter allen möglichen Bedingungen. Außerdem sollte sie - insbesondere
der Bogen - stark genug sein für den jeweiligen jagdlichen Zweck.
Die Pflege der Ausrüstung beansprucht wenig Zeit und Aufwand, sollte aber regelmäßig durchgeführt
werden. Nicht einmal das beste Gerät übersteht es ohne Schaden, wenn es vernachläßigt und schlecht
gewartet wird. Auch der Gebrauch über einen längeren Zeitraum hinterläßt seine Spuren, weswegen
man vor jedem Gebrauch einen kurzen Check machen sollte. Vor allem Risse und Schrammen sollte
man sich gründlich ansehen. Die Lagerung sollte hohe Temperaturen ebenso wie hohe Feuchtigkeit
ausschließen. Zur regelmäßigen Wartung gehören das Wachsen der Sehne und das Schmieren der
beweglichen Teile am Compoundbogen etc.
Eine sichere Ausrüstung hat man nur, wenn man sie regelmäßig pflegt und inspiziert. Man kann
sich auf sie nicht nur im Feld beim Übungsschießen verlassen, sondern auch auf der Jagd unter
widrigen Umständen.
Grundausrüstung für die Bogenjagd:
Der Bogen: Das grundlegendste Teil der Ausrüstung ist der Bogen. Es gibt Bögen in den
unterschiedlichsten Formen und Größen und aus den unterschiedlichsten Materialien wie Holz,
Metall, Fiberglas und kombinierten Materialien. Die Grundtypen, sind der Langbogen, der Recurve
und der Compound. Innerhalb dieser Typen gibt es unterschiedliche Formen und auch Variationen
in Material und Größe. Im Grunde macht jeder Bogen das gleiche: Er speichert Energie in den
Wurfarmen, die beim Lösen der Sehne an den Pfeil abgegeben wird.
Je nach Typ hat ein Bogen auf jeden Fall ein Paar Wurfarme, ein Griffstück und eine Sehne
(oder ein Kabelsystem). Er kann auch noch ein Schußfenster und eine Pfeilauflage haben. Für einen
konsistenten Pfeilflug ist auch noch ein Nockpunkt vonnöten, der an der richtigen Stelle angebracht
sein sollte. Es gibt auch Bögen mit Vorrichtungen für zusätzliche Dinge wie Bogenköcher,
Stabilisatoren, Visiere und sonstiges Zubehör.
Die Armbrust:
Das International Bowhunter Education Program (IBEP) wurde von der National Bowhunter
Education Foundation (NBEF) für die Ausbildung aller Bogenjäger in Nordamerika und allen Ländern
der Erde ins Leben gerufen. Ein Bogen, wie er normalerweise zur Bogenjagd benutzt wird, ist nach der
Charakterisierung der Jagdgesetze der meisten Länder ein Gerät, das in der Hand gehalten, mit der
Hand gezogen und mit der Hand losgelassen wird. Es ist keinesfalls vorgesehen, daß der Bogen durch
eine entsprechende Konstruktion mechanisch in ausgezogenem Zustand gehalten und losgelassen
werden kann. Deswegen ist eine Armbrust kein Bogen und sollte auch während der reinen
Bogenjagdsaison nicht zugelassen werden.
Die NBEF bietet kein Ausbildungsprogramm für die Armbrust, sondern nur für Pfeil und Bogen.
Sie empfiehlt, daß die Staaten, die die Armbrust als Jagdwaffe zulassen, sie den Feuerwaffen
zuordnen sollte.
Pfeile:
Der andere extrem wichtige Teil der Ausrüstung ist der Pfeil. Der Pfeil absorbiert die Energie
, die ihm die Sehne überträgt und transportiert die rasiermesserscharfe Pfeilspitze auf unser
jagdliches Ziel. Die Pfeile sollten abgestimmt sein auf die persönliche Auszugslänge und auf das
Zuggewicht des Bogens, auch sollten sie alle gleich sein, vor allem in ihrem Flugverhalten.
Pfeilschäfte gibt es in den unterschiedlichsten Materialen wie Holz, Fiberglas, Karbon, kombinierte
Materialien und Metall (in der Regel Aluminium). All diese Materialien sind geeignet für die Jagd.
Die Auswahl ist persönliche Geschmackssache und eigene Einschätzung für die Jagdtauglichkeit.
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Pfeilspitzen und Jagdspitzen:
Es gibt sehr unterschiedliche Pfeil- und Jagdspitzen, je nach der spezifischen Funktion.
· Jagdspitzen haben Schneiden und sind für Großwild und einige Kleinwildarten geeignet.
Wenn sie rasiermesserscharf geschliffen sind, schneiden sie auch sehr sauber.
· Feldspitzen gibt es in verschiedenen Formen. Sie dienen zu Übungszwecken, sollten aber das
gleiche Gewicht und Flugverhalten wie die Jagdspitzen haben.
· Blunts sind gedacht für die Kleinwildjagd und für bestimmte Übungszwecke. Es gibt sie in
verschiedenen Formen und ihre flache Spitze dient dazu, dem Kleinwild einen Schock zu verpassen
und so zu töten.
· Scheibenspitzen haben mit dem Bogenjagen nichts zu tun und sind nur für sehr leichte Scheibenpfeile
zu gebrauchen. Sie lassen sich sehr leicht aus der Scheibe entfernen.
· Spitzen für das Bogenfischen sind eine spezielle Konstruktion mit Widerhaken etc für die jeweiligen
Fischarten. In der Regel hat man dazu auch einen speziellen Schaft, der mit einer Fischleine
verbunden ist.
· Judo Points sind für die Kleinwildjagd und zur Übung gedacht. Sie haben kleine Arme aus Federdraht,
die verhindern, daß der Pfeil unter Laub oder einer Grasnarbe verloren geht. Sie sind bestens
geeignet für das so genannte stump- shooting oder roving.
Jagdspitzen werden oft mit ihrem traditionellen Namen "broadheads" bezeichnet. Es gibt hunderte
verschiedener Typen und Konstruktionsarten von broadheads auf dem Markt, aber es gibt beim
Kauf zwei prinzipielle Möglichkeiten: entweder sind sie schon fertig geschliffen oder sie müssen
noch ordentlich geschliffen werden. Die vorgeschliffenen Spitzen haben in der Regel austauschbare
Schneiden. Egal, welchen Typ Du bevorzugst, Deine Jagdspitze muß für eine erfolgreiche Jagd in
jedem Fall rasiermesserscharf sein.
Bei der Auswahl der richtigen Jagdspitze sollte man sehr sorgfältig vor gehen und dabei folgende
Gesichtspunkte vor Augen haben: die Schneiden sollten entweder schon rasiermesserscharf sein
oder so geschliffen werden können; die Flugeigenschaften sollten exzellent sein; die Form sollte
sowohl vom Schnitt als auch von der Penetration her ein Maximum bringen; der broadhead sollte
auch so stabil sein, daß er ein Auftreffen auf einem schweren Knochen unbeschadet übersteht; er
sollte auf dem Schaft problemlos zu montieren und für einen sauberen Flug ausrichtbar sein. Am
besten ist es, wenn Du eine Reihe von broadheads hinsichtlich der geforderten Eigenschaften testest,
bevor Du auf die Jagd gehst.
Sonstiges Zubehör: Wie bereits bemerkt, ist das Einfache und Unkomplizierte oft am besten. Ein
bestimmter Teil des Zubehörs ist allerdings wichtig für die Sicherheit des Bogenjägers und für andere.
Die wichtigsten sind der Armschutz und die Ablaßhilfe, entweder traditionell das Tab und der
Schießhandschuh oder als mechanische Hilfe für den Compoundbogen ein entsprechendes release.
Der Bogenjäger sollte sich für die Ablaßhilfe entscheiden, die ihm unter jagdlichen Bedingungen
ein Maximum an Genauigkeit bringt.
Auch ein Köcher oder eine sonstige Vorrichtung sollte zum Transportieren der Pfeile benutzt werden.
Am beliebtesten ist heutzutage der Bogenköcher, bei dem die Pfeile direkt am Bogen gehalten werden.
Ansonsten gibt es noch Rücken- und Hüftköcher. Bei der Auswahl des Köchers sollte die Sicherheit
vor der Bequemlichkeit gehen. Es sollte sichergestellt sein, daß die scharfen broadheads sicher, stabil
und ohne gegen einander zu scheppern gelagert sind und die Pfeile so geschützt sind, daß sie auch
einen Sturz sicher überstehen.
Gebräuchlich ist auch noch ein Pfeilhalter, der so am Bogen angebracht ist, daß er den Pfeil sicher
auf der Pfeilauflage hält, während der Jäger auf dem Hochstand in Lauerstellung ist. Das ist sehr
bequem. Doch auch hier sollte man nicht den Nächstbesten nehmen, sondern den, der am besten
zum Bogen paßt.
Bei vielen Bogenjägern gehören auch noch Sehnengerauschdämpfer, Kabeldampfer, Kabelgleiter,
Stabilisatoren, spezielle Griffe, besondere Pfeilauflagen und ein Visiersystem zur Basisausrüstung.
Am besten sollte man experimentieren und um Rat fragen, bevor man sich endgültig entscheidet.
Das Zuggewicht des Bogens.
Der beste Bogen macht keinen erfolgreichen Jäger und ist sogar nutzlos, wenn er nicht zum Jäger
und seinen körperlichen Voraussetzungen paßt. Das Bogenschießen ist kein Machosport, und es
gibt hier kaum schlimmeres, als einen Bogen mit einem zu hohen Zuggewicht zu schießen. Man sollte
sich selbst gegenüber ehrlich sein, wenn man sich sein Gerät zusammenstellt. Man sollte sich auch
vom Fachpersonal des Bogenladens hinsichtlich maximalem Zuggewicht, Pfeilgewicht, Pfeillänge und
anderen Dingen beraten lassen.
Als Richtlinie gilt auch hier: Das Zuggewicht sollte so hoch sein, daß man den Bogen unter allen
Wetter- und Jagdbedingungen noch komfortabel und genau schießen kann. Ein Bogen, den man nur nach
einer längeren Aufwärmphase beherrscht, ist zu schwer, wenn man an einem kalten Wintermorgen
mehrere Stunden regungslos auf sein Wild lauert. Man sollte sich auch daran erinnern, daß der übliche Zuggewichtsbereich zwischen 55 und 65 Pfund liegt und man auch dann als Bogenjäger gilt, wenn man
keinen Neunzigpfundbogen schießt.
Wenn Deine Wahl auf einen Compound- bogen fallen sollte, ist eine variable Zuggewichtseinstellung
von Vorteil, da man nach der ersten Übungsphase mit leichterem Zuggewicht zu einem höheren wechseln
kann. Das Fachpersonal der entsprechenden Läden berät Dich beim richtigen Tunen eines
Compoundbogens sehr gern, wenn Du nicht alleine herumprobieren möchtest.
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Die Basis-Survival- Ausrüstung.
Egal, was Du sonst noch alles in Deinen Taschen und in Deinem Rucksack spazieren trägst,
vergiß nie die wichtigsten Dinge für den Ernstfall. Bevor Du darauf verzichtest, solltest Du
lieber etwas anderes zurücklassen. Auch wenn man gleich hinter dem Haus jagd, sollte man gewisse
Dinge immer bei sich haben. Man kann nie wissen, was alles passieren kann, wenn man seine
gewohnte Umgebung verläßt und allein auf sich gestellt ist.
Die Grundregel der Pfadfinder lautet: sei auf alles vorbereitet. Es gibt verschiedene Ansichten,
was man alles bei sich haben sollte. Hier eine kleine allgemeingültige Auswahl: Trillerpfeife,
wasserfeste Streichhölzer im wasserdichten Behälter, Feuerstarter, Plastik oder
Aluminiumdecke, Bandagen, Heftpflaster, Leukoplast, Kompaß, Wasserflasche, Karte.
Es gibt noch einiges mehr, das man erwägen könnte, abhängig von der Länge und den
sonstigen Bedingungen und Gegebenheiten des Jagdausfluges. Wenn man eine Medizin
regelmäßig einnehmen muß, sollte man immer eine gehörige Reserve mit dabei haben.
Näheres zum Thema survival folgt noch in Lektion 6.
Eine ordentliche und geeignete Bekleidung ist unter Umständen lebenswichtig. Als Bogenjäger
verhält man sich oft längere Zeit still; man sollte sich auch so leise wie möglich bewegen könne;
manchmal muß man aus sehr ungewöhnlichen Positionen heraus schießen; des Öfteren sind die
Wetterbedingungen nicht so, wie man sie sich wünscht. All diese Faktoren spielen eine große
Rolle bei der Auswahl der richtigen Kleidung und sonstigen Ausrüstungsgegenständen.
Die folgenden Tips sollten als Richtlinie gelten für den Kauf und die Auswahl der richtigen
Ausrüstung für die verschiedensten Bedingungen.
Hinweise zur richtigen Kleidung auf der Jagd:
· Eine weiche Kleidung ist ideal, denn sie macht am wendigsten Geräusche, wenn man sich
bewegt.
· Die äußere Bekleidung sollte nicht zu eng sitzen, so daß man sich ungezwungen bewegen
kann.
· Eine lockere Bekleidung ist bequemer und hält besser warm in kaltem Wetter als eine zu
eng sitzende Jacke oder Hose, und fördert auch eine bessere Durchblutung.
· Bei kaltem Wetter sollte man ein Schichtsystem benutzen. Mehrere leichte Schichten
wärmen besser als eine dicke Schicht.
· Deine Kopfbedeckung sollte keine Krempe oder ein Schild haben, das Dich beim Ausziehen
des Bogens irritiert. Bei kaltem Wetter ist die Kopfbedeckung gut zur Steuerung der Temperatur.
Nimm sie ab, wenn Du Dich bewegst, setze sie auf, wenn Du Dich ruhig verhältst.
· Das Schuhwerk sollte passend für das Wetter und die Gegend sein.
· Bei kaltem Wetter sollten die Stiefel genügend Isolierung haben und weit genug sein für ein
paar zusätzliche Socken. Am besten sollten sie wasserdicht sein und keinesfalls Probleme bereiten,
wenn es mal richtig kalt ist.
· Neues Schuhwerk sollte vor der Jagd gründlich eingelaufen sein, um unangenehme
Überraschungen wie Blasen etc. zu vermeiden.
· Man sollte ein paar dünne und ein paar dicke Socken tragen. Die dünnen sollten die Feuchtigkeit
nach außen transportieren, die dikken sollten auch dann noch wärmen, wenn sie feucht sind.
· Beim Ausprobieren neuer Schuhe oder Stiefel sollte man immer die Socken anhaben, die man
auch auf der Jagd trägt.
· Man kann auch zwei Paar Schuhe benutzen. Ein leichtes Schuhwerk bis zum Hoch- oder
Unterstand, ein schweres und warmes für den Ansitz. Es gibt auch noch zusätzliches
Isoliermaterial für die Füße, wenn man längere Zeit ruhig sitzen muß.
· Der Regenschutz sollte ein Innenfutter haben, da man mit der Zeit sonst innen genauso
naß wird als ohne Regenschutz. Falls er sehr geräuschvoll ist, sollte man ihn unter der
Camo-Kleidung tragen.
· Millitärponchos sind ein guter Regenschutz und auch als Rettungsplane geeignet. Das
Schießen mit so einem Ding ist eine andere Angelegenheit. Wenn man den ganzen Tag bei
Regen unterwegs ist, ist eine zweiteilige Regenkleidung mit einer wasserdichten Hose die
bessere Wahl.
· Eine zweiteilige Camo-Kleidung ist besser als eine einteilige, weil sie mehr Bewegungsfreiheit
gibt beim Laufen und vor allem beim Klettern.
· Handschuhe sollten für die jeweilige Jahreszeit geeignet sein. Die meisten Bogenjager
bevorzugen dünne Handschuhe, weil sie ein besseres Gefühl für den Bogen und die Sehne
geben. Man kann auch einen Handwärmer benutzen, den man am Gürtel trägt.
Camouflage: Das Markenzeichen des Bogenjägers:
Da die Bogenjagd auf sehr kurze Distanzen ausgeübt wird und es auch einiges an Bewegung
erfordert, bis man den Bogen im Ernstfall aufs Ziel ausgerichtet hat, ist die Camouflage
gewissermaßen das Markenzeichen des Bogenjägers. Tarnkleidung trugen schon unsere
Vorfahren in der Steinzeit, wobei sie sich zusätzlich noch mit Holzkohle bemalten.
Moderne Tarnkleidung hat ihren Ursprung in der militärischen Verwendung, insbesondere in
den Dschungelkämpfen im zweiten Weltkrieg. Eine gute Tarnung besteht aus mehr als nur der
Kleidung. Auch die Ausrüstung sollte einen Tarnüberzug haben, und eigentlich alles, was sonst
unnatürlich wirkt. Besonderes Augenmerk sollte man auf Gesicht, Hand und Nacken legen. Zur
Gestaltung einer sicheren Tarnung dienen die folgenden Hinweise.
Die Tarnkleidung sollte auf die Gegend abgestimmt sein, in der man Jagd. Das heißt nicht unbedingt,
daß man eine ganze Sammlung verschiedener Camouflages in seinem Schrank hängen hat. Es gibt
inzwischen auch eine universelle Camouflage zu kaufen, die für jedes Gelände und jede Jahreszeit
geeignet ist. Die meisten Tiere, die wir jagen, können zwar keine Farben unterscheiden, aber sie
nehmen jede kleine Bewegung wahr. Eine Tarnkleidung mit hohem Kontrast, hellem Hintergrund
und großfleckigem Muster ist hier günstig. Ein dunkles Muster mit geringem Kontrast wirkt
unnatürlich und erregt so die Aufmerksamkeit.
Das blanke Gesicht sowie Nacken und Hände sind ebenfalls sehr verräterisch. Um dies zu
vermeiden, kann man Handschuhe tragen. Beim auftragen einer Tarnbemalung sollte man sich
nicht vollständig schwarz bemalen wie es bei den Militärs üblich ist. Auch hier ist ein hell- dunkler
Kontrast von Vorteil. Für Deine Ausrüstung solltest Du die gleiche Camouflage verwenden wie
für Deine Kleidung. Kleinere Gegenstände, Teile des Bogens oder der sonstigen Ausrüstung
können mit einem Farbstift so bearbeitet werden, daß sie nicht glänzen oder sonst wie auffallen.
Man sollte auf der Jagd immer auf seine Tarnung achten. Ein geeigneter Hintergrund ist wichtig,
wenn man seine Silhouette verbergen will, sei es auf der Pirsch, auf dem Hochstand oder beim
Absuchen der Gegend mit dem Fernglas.
Im verschneiten Gelände ist eine Schneetarnung eine gute Wahl, die Ganzjahres-Camouflage tut
es hier aber auch. Es ist wichtig, daß man sich nicht ganz weiß tarnt, denn auch der Schnee hat seine
Schatten oder ist von Zweigen oder Felsbrocken durchbrochen. Egal, wie man sich bei Schneefall
fortbewegt, die weiße Tarnkleidung sollte auf jeden Fall dunkelbraune oder schwarze Linien
aufweisen. Man kann sie selbst anbringen mit geeigneter Farbe oder einem Marker.
Als Brillenträger sollte man Gläser verwenden, die nicht spiegeln oder sonst wie auffallen. Wenn
Du Pfeile mit Tarnbemalung verwendest, solltest Du auf jeden Fall Nocken und Federn mit hellen
oder leuchtenden Farben verwenden, denn es ist von größter Wichtigkeit, daß Du Deinen Pfeil nicht
nur im Flug verfolgen kannst, sondern auch siehst, wie und wo er sein Ziel trifft. Außerdem findest
Du ihn hinterher leichter. Für die Feststellung der Art der Verwundung ist es sowieso notwendig,
den geschossenen Pfeil genau zu betrachten. Die leuchtenden Farben der Nocks und Federn
erscheinen den meisten Tieren sowieso nur grau und sind deswegen kein Problem. Wenn man will,
kann man sie auch im Köcher abdecken mit einer kleinen Haube.
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Richtiges Schießtraining als Voraussetzung für den jagdlichen Erfolg.
Das Bogenschießen unterscheidet sich nicht prinzipiell von anderen Sportarten, bei denen eine
Hand- Auge- Koordination die Grundlage bildet. Der Schlüssel zum Erfolg ist derselbe wie beim
Bowling, Golf und allen Ballsportarten, nämlich ein regelmäßiges und korrektes Training.
Regelmäßig heißt das ganze Jahr über und etwas mehr vor der Jagdsaison. Korrektes Training
heißt, sich auf jagdliche Situationen vorzubereiten und unter jagdlichen Bedingungen zu schießen.
Wichtig zu wissen ist, daß es zwei verschiedene Arten des Trainings gibt. Man sollte sie nicht
vermischen und sich auf das jeweilige Trainingsziel konzentrieren.
Die erste Übungsform dient der Entwicklung der Grundtechniken des Bogenschießens. Eine
normale Schießscheibe ist hier das Richtige. Außer zum Einüben der Grundtechniken ist eine
Schießscheibe auch sehr hilfreich beim Tunen der Visierung, zum Pfeile testen, zum Einschießen
einer neuen Sehne und zum Ausprobieren von verschiedenen Pfeil- und Jagdspitzen. Erst wenn
man sich die Basistechniken angeeignet hat und auch die Ausrüstung ordentlich eingeschossen
und erprobt ist, kann man dazu übergehen, jagdlich zu trainieren.
Außer dem Herstellen jagdlicher Bedingungen mit unterschiedlichen Schießpositionen sollte man
freistehende Ziele benutzen. Diese Übungsziele sollten auf keinen Fall einen erkennbaren
Zielpunkt haben, da die Übung vor allem darin besteht, sich den Punkt selbst herauszusuchen
und zu fixieren. Auf der Jagd ist dies später von großem Vorteil.
Hinweise zum Schießtraining.
· Übe so oft es geht. Wer rastet, der rostet. Ideal sind Trainingseinheiten von einer halben
Stunde mehrmals die Woche. Am besten ist ein geeignetes Übungsgelände, auch
Kleinwildjagd oder Bogenfischen sind eine gute Vorbereitung ebenso wie roving oder
stump-shooting das ganze Jahr über.
· Steigere Dein Training vor Beginn der Jagdsaison. Je näher die Jagd bevorsteht, desto
besser sollten Deine Schießkünste werden. Dein Bewegungsablauf sollte automatisch vor
sich gehen, denn in einer jagdlichen Situation hat man selten Zeit, in aller Ruhe seine
gewohnte Position einzunehmen.
· Beginne mit kurzen Entfernungen. Man sollte am Anfang nicht weiter als 5 - 15 yards
schießen. Wenn man auf diese Entfernung sicher ist, kann man die Distanz langsam erhöhen.
Man sollte immer im Rahmen seiner persönlichen Fähigkeiten bleiben und im Wald nicht weiter
als 30 yards, im offenen Gelände nicht weiter als 40 yards schießen.
· Benutze immer das Gerät, das Du auch auf der Jagd verwendest. Es ist von größter
Bedeutung, daß man mit seinem Bogen, den Pfeilen, Armschutz, Schießhandschuh, Tab,
Jagdkleidung und anderen Dingen vertraut ist. Wenn man für die Jagd trainiert, sollte man
auch immer die Ausrüstung dafür benutzen. Ebenso sollte man so oft wie möglich mit
Jagdspitzen schießen.
· Achte immer auf Sicherheit und einen natürlichen Pfeilfang. Ein Pfeil ist im Prinzip genauso
ödlich wie eine Gewehrkugel, und einmal losgelassen, gibt es kein Halten mehr. Achte immer
darauf, daß die Gegend hinter dem Ziel klar einsehbar ist. Wenn Du in deinem Hof oder
Garten trainierst, sollte dein Pfeilflug so abgesichert sein, daß keinerlei Gefahr für die
Nachbarschaft besteht.
· Materialien für Pfeilstops. Es gibt verschiedene Materialien wie Ethafoam oder Styrofoam,
auf die man auch mit Jagdspitzen schießen kann. 3-D-Tiere sind für das jagdliche Training
am geeignetsten.
· Trainiere ungewohnte Schießpositionen. In den seltensten Fallen hat man auf der Jagd die
Gelegenheit, aus einer bequemen Haltung heraus zu schießen. Meistens ist man verdreht,
gebückt, gekauert oder man muß einen Ausfallschritt u.a. machen, um sauber zum Schuß zu
kommen. Jede Abweichung von der gewohnten Haltung hat eine Auswirkung auf den Schuß,
die man kennen sollte. Hier hilft nur fleißiges Üben in allen möglichen Positionen.
· Übe immer auf unbekannte Entfernungen. Vermeide es, beim Training immer die Distanzen
abzuschreiten und die Entfernungen auszurechnen. Man muß die jeweilige Entfernung nicht
wissen und man muß auch keine Unterteilungen der Abstände vornehmen. Man sollte sein
Gefühl für Entfernungen so trainieren wie ein Quarterback beim Football: genau treffen,
ohne die Entfernung zu kennen.
· Schießen durch Lücken im Ast- und Buschwerk. Die Flugbahn eines Pfeils hängt ab vom
Zuggewicht des Bogens, der Pfeillänge, des Gewichts der Jagdspitze und anderen Faktoren.
Da auch dünne Schößlinge oder Äste einen Pfeil aus der Flugbahn bringen können ist es
wichtig zu wissen, wie groß das "Schießfenster" durch Busch- und Astwerk sein muß, um
einen sauberen Schuß anbringen zu können. Man sollte jede Gelegenheit nutzen, um auszutesten
, was man sich auf der Jagd zutrauen kann.
· Schießen aus erhöhter Position. Wenn man vom Hochstand aus jagen will, sollte man auch
auf einem solchen trainieren. Es muß nicht unbedingt ein Hochstand sein, aber die Höhe und
Entfernung sollte jagdlichen Bedingungen entsprechen. Wenn man in bewohnter Gegend übt
und vom Garagendach aus schießt, sollte man auf Jeden Fall auf Sicherheit achten.
· Übe im Gelände, sooft wie möglich. Prinzipiell ist jede Art von Training, wie obig dargestellt,
wertvoll und gewinnbringend. Aber es geht nichts über ein Training unter realen, d.h. jagdlichen
Bedingungen im Gelände, besonders, wenn es Ähnlichkeiten hat mit dem vorgesehenen
Jagdgebiet. Man kann hier stump shooting oder roving betreiben d.h., man sucht sich seine
Ziele (Blätter, Baumstümpfe etc) nach dem Zufallsprinzip aus und schießt aus unterschiedlichen
Positionen und unterschiedlichen Entfernungen. Man kann sich auch mit Kleintierjagd gut
vorbereiten. Die beste Trainingsart ist jedoch das sog. YUKON ROVING.
Yukon Roving:
Dazu benötigt man ein nicht allzu großes portables Ziel und einen Schußzettel. Zwei bis fünf
Bogenjäger wandern durch die Gegend mit einem frei stehenden lebensgroßen Tier. Die Beine
sind oft entfernt, um Gewicht zu sparen.
Die Tötungszone ist zu abgezeichnet, daß sie aus größerer Entfernung nicht sichtbar ist.
Ein Treffer im Kill gibt einen Punkt, eine sonstige Verwundung ergibt zwei Minuspunkte. Wenn
man daneben schießt oder auf den Schuß verzichtet, gibt es Null Punkte. Geschossen wird jeweils
nur ein Pfeil. Abwechselnd legt jeder Schütze den Ort und die Entfernung für das Ziel fest. Die
Entfernungen sollten nach den Empfehlungen der NBEF begrenzt sein auf 30 yards im Wald und
40 yards im offenen Gelände. Der Abschußpunkt ist ein paar Fuß hinter einer provisorisch
markierten Linie. Das Ziel sollte immer klar erkennbar sein, wobei es durchaus erwünscht ist,
wenn Hindernisse zu berücksichtigen sind, so daß man gezwungen ist, sich hinzuknien, sich zu
bücken etc.
Lange Distanzschüsse sollten ebenso verboten sein wie Schußversuche durch dichtes Buschwerk.
Solche Dinge sollte man sich nicht erst angewöhnen, da es außer einem waidwund geschossenen
Wild auf der Jagd nichts bringt.
Roving auf jede erdenkliche Art ist die beste Art von Training, vor allem, wenn die Schüsse
variieren, z.B. bergauf, bergab, von einem Felsvorsprung hinunter, durch Löcher im Astwerk,
und alles auf unterschiedliche Entfernungen. Der Lohn für eine derartige Praxis zeigt sich dann
deutlich auf der Jagd.
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Spuren lesen und Wildbeobachtung.
Das beste Training und die beste Schießkunst sind nutzlos für die Jagd, wenn der Jäger nicht in
der Lage ist, in seinem ausgewählten Jagdgebiet auszukundschaften, wo sich das Wild gewöhnlich
aufhält oder bewegt. Wenn das Jagdgebiet in der Nähe des Wohnsitzes liegt, sollte man mehrere
Male im Jahr eine gewisse Zeit dort verbringen. Eigentlich sollte man so oft wie möglich
Wildbeobachtungen durchführen, um sich mit seinen Gewohnheiten vertraut zu machen.
Wenn das Jagdgebiet weit entfernt ist, hat man keine Möglichkeiten, sich schon vorher mit
den Gegebenheiten vertraut zu machen. Hier gibt es die Möglichkeit, sich einen Führer zu mieten.
Mit ihm zusammen ist es wesentlich effektiver, das gewünschte Wild auszukundschaften.
Spuren lesen: Wildspuren sind von Tierart zu Tierart sehr unterschiedlich. Zwischen einigen
beliebten Wildarten gibt es aber gewisse Ähnlichkeiten, so daß wir den Weißwedelhirsch als
Beispiel für die Spurensuche hernehmen können. Bei anderen Wildarten sind natürlich eine
andere Vorbereitungen und Vorkenntnisse nötig. Studiere die folgenden Informationen sorgfältig,
mach Dir entsprechende Notizen, auf die Du später zurückgreifen kannst, und notiere dazu auch
die Ergebnisse Deiner eigenen Erfahrungen als Hilfestellung für spätere Jagdunternehmungen.
Aktualisiere Deine Aufzeichnungen während der Jagdsaison durch Beobachtungen neben der
eigentlichen Jagd.
Fährten:
Die Größe, Tiefe und Form der Tritte können durchaus ein Hinweis auf die Größe des
Wildes geben. Die Anzahl der Fährten kann Aufschluß geben über die Wilddichte in der Gegend.
Die Richtung der Bewegung kann an bestimmten Stellen bestimmt werden.
Fegestellen: Eine Fegestelle an einem Baum, Gehölz oder Buschwerk entsteht dadurch, daß ein
Hirsch sich hier mit Geweih oder Kopf regelmäßig reibt. Diese Scheuerstellen mögen für das Wild
so mancherlei bedeuten, aber für den Jäger heißt dies, daß hier ein Hirsch regelmäßig vorbeikommt.
Plätzstellen: Derartige Spuren haben eine ovale Form und entstehen durch Hufescharren des
Wildes, wobei sich neben den Kratzspuren ein kleiner Haufen von Erde und Laub bildet. Sowohl
die weiblichen als auch die männlichen Tiere hinterlassen solche Spuren. Sie sind ein zuverläßiger
Hinweis, daß in dieser Gegend das Wild zur Fortpflanzung zusammenkommt. Deshalb bestehen
vor und in der Brunft gute Erfolgschancen. Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, daß in der Regel
nicht nur vereinzelte männliche und weibliche Tiere ihre Spuren hinterlassen, um auf sich
aufmerksam zu machen. Kratzspuren findet man meistens unter niedrigen überhängenden
Zweigen, denen man ansieht, daß das Wild daran gefressen hat.
Wildverbiß und andere Hinweise auf Futterquellen: Wild benötigt sehr große Mengen an
Nahrung, um Energiereserven für den langen harten Winter zu bilden. Es ist deswegen vor allem
in der Bogenjagdsaison besonders aktiv beim Aufsuchen und Aufnehmen von Nahrung.
Besonders geschätzt sind die zarten Schößlinge und Triebe von Pflanzen aller Art. Diese Spuren
der Äsung nennt man auch Wildverbiss. Über 100 Pflanzenarten werden nach einer Studie vom
Wild geschätzt. Man sollte das Laubwerk im Jagdgebiet immer besonders aufmerksam
betrachten, denn an ihm kann man die entsprechenden Spuren entdecken: abgerupfte Blätter
, Triebe oder kleine Zweige. Der Tisch ist für das Wild das Jahr über reichlich und
abwechslungsreich gedeckt, aber es gibt nichts, was es mehr schätzt als Bucheckern und Eicheln
im Herbst und Winter. Die Weißeiche ist, wo sie vorkommt, der Favorit. Besonders In
landwirtschaftlichen Gegenden sind Mais- und Weizenfelder, aber auch Gärten mit Erbsen,
Sojabohnen und sonstigen Hülsenfrüchten sehr geschätzt. Pilze, Dattelpflaumen, Äpfel,
Hartriegel und noch viele andere Pflanzen vervollständigen den Speisezettel. Eine alte Jagdregel
lautet: Wenn Du herausfindest, welche Nahrung das Wild zur Zeit hauptsächlich zu sich nimmt,
bist Du auf dem besten Weg, es aufzuspüren.
Abgeworfenes Geweih: Abwurfstangen unterscheiden sich sowohl von der Größe als auch vom
Zustand, der nicht nur vom Wetter abhängt, sondern auch von der Nahrung des Wildes, vom
Alter und der Jahreszeit. Verschieden große Abwurfstangen deuten darauf hin, daß in der
Gegend mehrere Wildgenerationen vorhanden sind. Wenn die Abwurfstangen unterschiedlich
alt sind - alt und ausgetrocknet bis noch frisch und feucht - ist es ein Zeichen, daß hier das
ganze Jahr über Wild anzutreffen ist.
Haare: Haare an Zäunen, Pfosten oder Dornensträuchern verweisen ebenfalls auf Wild in
der Gegend.
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Wildbeobachtungen:
Wild beobachten heißt nichts anderes, als sich vertraut machen mit der Gegend, der Wildpopulation,
den jeweiligen Futterquellen, den Betten und den Wildwechseln. Dies sollte schon lange vor der
eigentlichen Jagd geschehen. Jagdlich besonders interessante Stellen kann man aus topografischen
Karten oder Luftaufnahmen erschließen; man kann sich aber auch mit verschiedenen Leuten
aus der Gegend unterhalten, z.B. den Wildhütern, dem Schulbusfahrer, dem Postboten oder
anderen Personen, die regelmäßig im Jagdgebiet unterwegs sind. Spätestens nach Erhalt seiner
Jagdlizenz sollte man damit beginnen.
Aus der Gebietskarte kann man die Wasserquellen, bewaldete und offene Gebiete, natürliche
und künstliche Hindernisse entnehmen. Man sollte sich aber nicht auf alles verlassen, sondern
eine Überprüfung und mögliche Korrektur durch eigenes Besichtigen durchführen, da Karten
auch des öfteren veraltet sein können.
Du solltest Deine Beobachtungen auf zwei Arten durchführen. Als erstes solltest Du die Gegend
aus sicherer Entfernung mit dem Fernglas beobachten. Am besten am frühen Morgen und
späten Abend, weil zu dieser Zeit das Wild am meisten unterwegs ist. Ansonsten solltest
Du tagsüber langsam und bedächtig nach den Fährten und Wildspuren Ausschau halten, die
oben beschrieben wurden.
Schau auch nach Spuren, vor allem innerhalb von Feldern, in dichtem Wald oder Gebüsch und
anderen Plätzen, die das Wild zum Betten bevorzugt. Schau nach Fährten, die sich kreuzen,
denn das sind erstklassige Jagdplätze. Halte Ausschau nach Sätteln auf Bergkämmen und
anderen natürlichen Engpässen oder Deckungen, denn sie zwingen das Wild, sich in sehr engen
Grenzen zu bewegen. Ebenfalls gute Jagdplätze sind häufig benutze Wildwechsel von und zu
entsprechenden Futterquellen wie Feldfrüchten und dergl. Wichtig ist auch, festzuhalten, wie
man das Jagdgebiet am besten betreten und verlassen kann, ohne das Wild mehr als notwendig
zu stören.
Ruhe- und Bettplätze sind vorhanden und erkennbar, wo das Laub oder Moos zusammengedrückt
ist. Es ist nicht gesagt, daß das Wild immer das gleiche Bett benutzt, aber es bevorzugt das gleiche
Gebiet. Die Bettplätze können wechseln mit dem Wetter und der Jahreszeit. Während einer
Hitzeperiode z.B. hält sich das Wild eher an schattigen und kühleren Nordhängen im Dickicht auf.
In der kälteren Jahreszeit bevorzugt es etwas lichtere sonnige Plätze, um sich in der Sonne zu wärmen.
Bettplätze sind sehr gut geeignet, einem kapitalen Hirsch aufzulauern, der sich offensichtlich hier
aufhält. Dabei ist allerdings größte Sorgfalt vonnöten, denn es empfiehlt sich, das Jagdgebiet vor
Tagesanbruch zu betreten und in der späten Dämmerung wieder zu verlassen. Für die Festlegung des
Weges benutzt man am besten einen Kompaß, denn so kann man sich ruhig und ohne großen
Aufwand zu seinem Hochstand oder Unterstand auf den Weg machen.
Bei der Planung von Hoch- oder Unterständen sollte man auf jeden Fall all die gesammelten
Informationen über Fährten, Bettplätze, Futterquellen und sonstige Anzeichen für Wildbewegungen
verwenden. Eine topografische oder selbst angefertigte Karte ist eine gute Grundlage für die Planung.
In die Karte können auch alle Wildspuren, Fährten, die Wege in und aus dem Jagdgebiet und
sonstige nützliche Informationen eingezeichnet werden.
Bei der Wildbeobachtung während der Jagdsaison sollte man ein Augenmerk auf Veränderungen
haben wie z.B. Wechsel des Einstandes, der Futterquellen, Beginn der Brunft und anderen Faktoren.
Viele Jagdveteranen verbringen viel Zeit mit sehr detaillierten Beobachtungen im frühen Winter
nach der Bogenjagdsaison. Wenn das Laub von den Bäumen abgefallen ist, sieht man manche
Wildspuren viel besser. Auch Schneefall ist eine gute Hilfe zum Ausmachen von Fährten. Aber auch
ohne Schnee sieht man gegen Frühjahrsanfang auf Grund des niedrigen Sonnenwinkels die
Wildfährten viel besser. Für Aufzeichnungen über Setzzeit und Aufzucht, Aufsuchen neuer Bettplätze
und Futterstellen usw. ist dies die beste Zeit. Wenn man dann vor Beginn der Jagdzeit mit weiteren
Beobachtungen seine Jagd plant, hat man eine viel bessere Vorstellung, wo man genauer sucht
und wo man evtl. einen Hochstand oder einen Unterstand errichtet .
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Planungen für einen Jagdurlaub in anderen Ländern.
1. Nach einigen Jahren des Bogenschießens planen viele Bogenjäger einen Jagdurlaub im Ausland.
Der Grund ist meistens das Wild, das zu Hause nicht vorkommt. Eine derartige Unternehmung
kann man entweder auf eigene Faust durchführen oder man bucht bei einem sogenannten
"Out-fitter", der auf Wunsch auch einen Jagdführer stellt. Für welche Art man sich immer
entscheidet, die folgende Liste dient hierzu als Hilfestellung.
2. Eine gute Informationsquelle ist die Jagd- und Forstbehörde des jeweiligen Landes. Mehr
Informationen kann man auch über die Touristikbüros erhalten, vor allem dann, wenn es sich
um entsprechend erschlossene Jagdgebiete handelt.
3. Versuche, an Namen und Telefonnummern von Mitarbeitern der Jagd- und Forstbehörde
in der entsprechenden Gegend herauszufinden. Du kannst von diesen Leuten jederzeit die
entsprechenden Informationen bekommen, aber fasse Dich bei den Gesprächen möglichst kurz.
Diese Leute sind sehr beschäftigt, aber sie geben einem im Allgemeinen gern eine Auskunft,
wenn man seine Fragen präzise und ohne Umschweife stellt.
4. Informiere Dich in den Jagdzeitschriften über Jagdveranstalter und Jagdführer. Es gibt
auch immer wieder Artikel mit Informationen über Jagdgebiete und Kontaktadressen. Man
sollte sich darüber im Klaren sein, daß die besten Outfitter keinerlei Reklame betreiben, weil
sie es nicht nötig haben. Am besten ist es, wenn man sich umhört, um an Informationen über
sein ausgewähltes Ziel zu kommen. Die beste Adresse dafür sind Bogenjägerclubs.
5. Wenn man seinen Jagdurlaub auch genießen möchte, sollte man einige Zeit vorher mit
der Planung beginnen. Ein Jahr im Voraus sollte man für die gesamte Vorbereitung veranschlagen.
In vielen Gegenden werden die Jagdlizenzen nach dem Losverfahren vergeben. Das bedeutet,
daß man sich rechtzeitig bewerben muß, zumal die Anmeldefristen auch sehr kurz sind. Es
ist manchmal auch üblich, daß die Zahl der auswärtigen Jäger begrenzt ist. Je eher man
diese Informationen und Bedingungen herausfindet, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit,
daß man den Jagdurlaub seines Lebens ohne größere Probleme in die Wege leiten kann.
Sicherheit:
1. Überprüfe Deine Ausrüstung sorgfältig vor jedem Gebrauch nach Rissen, Dellen,
angebrochenen Stellen u.a. und führe notwendige Reparaturen sofort durch, damit kein
ernsthaftes Problem entsteht.
2. Transportiere Deine Jagdpfeile in einem stabilen Köcher, der die scharfen Spitzen voll
abdeckt.
3. Transportiere Dein Schießgerät in entsprechend stabilen Behältern, so daß eine
Beschädigung ausgeschlossen ist. Dies gilt besonders für Bahn- und Flugreisen.
4. Richte Dich mit Deiner Kleidung immer auf die schlechtesten Wetterbedingungen ein.
Falsche Kleidung kann bei kaltem und feuchtem Wetter gefährlich werden.
5. Führe Dein Basis- Survival- Equipment immer mit Dir, egal, ob Du trainierst, Wild
beobachtest oder auf der Jagd bist.
6. Beim Bogenschießen und beim jagdlichen Training ist absolute Sicherheit oberstes Gebot.
Dies gilt vor allem beim Üben mit Jagdspitzen. Man sollte immer sehen, wie und wohin der
Pfeil fliegt, auch wenn man daneben schießt.
7. Man sollte auch immer eine Taschenlampe mit Reservebatterien bei sich haben und sie
auch benutzen, wenn es dämmerig oder dunkel ist. Es gibt immer wieder Leute, die in der
Dämmerung auf alles schießen, was sich bewegt, ohne zu wissen, was es ist.
8. Man sollte vor der Jagd für eine gute körperliche Verfassung sorgen, denn das gibt
mehr Sicherheit.
9. Schieß nie bergauf, wenn kein natürlicher Pfeilfang vorhanden ist. Der Pfeil fliegt sonst
unkontrolliert über den Hügelkamm und kann jemanden ernsthaft verletzen.
10. Ebenso sollte man nicht senkrecht in die Luft schießen, denn der Pfeil hat, wenn er
wieder herunterkommt, genug Energie, um jemanden ordentlich zu verletzen.
11. Halte den ausgezogenen Bogen nie auf ein Ziel, das Du nicht treffen willst.
12. Kontrolliere Deine Bogensehne regelmäßig und tausche sie aus, wenn einzelne Stränge
schon gerissen sind.
13. Untersuche Deinen Bogen regelmäßig auf Beschädigungen wie Risse im Laminat oder
Fiberglas, Beschädigungen am Lack etc.
14. Kontrolliere Deine Pfeilschäfte auf Beschädigung oder Bruchstellen. Einen
ngebrochenen Pfeil sollte man ganz abbrechen, damit ihn niemand mehr benutzen kann.
15. Bevor Du über einen Zaun steigst, solltest Du Pfeil und Bogen erst auf der anderen
Seite ablegen und dann ein paar Meter daneben darüber steigen, damit Du nicht auf
Deine Ausrüstung steigst.
16. Transportiere Deine gesamte Ausrüstung immer im Kofferraum Deines Wagens oder
auf dem Bett Deines Trucks. Benutze am besten einen stabilen Koffer. Jagdpfeile im
Innenraum eines Fahrzeugs können zu tödlichen Geschossen werden im Falle eines
plötzlichen Stops.
17. Beim Jagen auf dem Hochstand sollte soviel Platz sein, daß die Wurfarme des Bogens
nirgendwo hängen bleiben können.
18. Der einzig sichere Weg, einen Langbogen oder einen Recurve zu spannen, ist die
Benutzung einer Spannschnur. Alle anderen Methoden sind gefährlich und können zur
Zerstörung des Bogens führen.
Kontrollfragen:
1. Welche zwei Arten des Schießtrainings gibt es?
2. Was ist gemein mit ROVING?
3. Was versteht man unter dem Spine?
4. Was versteht man unter Abstimmen von Pfeil und Bogen?
5. Warum ist eine geeignete Kopfbedeckung bei kaltem Wetter wichtig?
6. Mit welcher Methode kann man gut Entfernungen schätzen lernen?
7. Welche Informationen sind wichtig für die Planung einer Bogenjagd im Ausland?
Wo bekommt man die Informationen?
8. Bei wem kann man sich in unbekannter und neuer Gegend erkundigen über
Wildvorkommen und Wildbewegungen?
9. Zähle einige Wildspuren auf, die man entdecken kann.
10. Warum sollte man in seinem Jagdgebiet immer mehrere Plätze für einen
Hoch- oder Unterstand zur Auswahl haben?
Checkliste für die Bogenjagd:
Bei der Vorbereitung für die Jagd ist die folgende Check-Liste sehr hilfreich und sollte auch
zur Kontrolle benutzt werden. Es ist nicht alles unbedingt notwendig, auch braucht man manches
bei bestimmten Gegebenheiten nicht. Als Gedächtnisstütze sollte man sie aber auf jeden Fall
verwenden, weil man so besser entscheiden kann, was man für den jeweiligen Fall günstigerweise
mitnimmt.
Eine Jagdkleidung sollte immer viele Taschen haben für die Dinge, die man häufig benötigt. Viele
Jäger benutzen auch Gürteltaschen etc. oder einen kleinen Rucksack für nicht unwichtige Dinge
wie Überlebensausrüstung, Gerätschaften zum Aufbrechen und Versorgen des Wildes, extra
Kleidung und eine kleine Ration Lebensmittel.
Kleidung (abhängig vom Wetter und der Jahreszeit).
· Eine zweiteilige Unterwäsche, lang, normal oder thermo.
· Eine Hose aus weicher, dehnbarer und geräuschloser Baumwolle, Wolle oder Mischgewebe
mit vielen Taschen.
· Ein Hemd aus ähnlichem Material mit Taschen.
· Einen Überzieher, Jacke (thermo) oder Weste.
· 2-3 Paar Socken aus Wolle oder Mischgewebe und dünne Socken darunter.
· Gummistiefel, Wanderstiefel, Thermostiefel, Camo- Turnschuhe und anderes geeignetes
Schuhwerk.
· Camouflage, Mütze, Jacke und Hose.
· Ein Etui für die Jagdlizenz.
· Eine Uhr.
Folgendes solltest Du immer bei Dir haben:
· Einen Jagdbogen mit Camouflage und Sehnengeräuschdämpfern, Nockpunkt und sog.
Brush buttons (Langbogen/Recurve).
· Jagdpfeile passend zum Bogen.
· Bogen-, Rücken- oder Hüftköcher, der die broadheads sicher verwahrt und stabil genug ist,
die Pfeile zu schützen.
· Schießhandschuh, Tab, Gleitmittel auf der Sehne oder ein passendes Release.
· Einen Armschutz, der zusätzlich die Kleidung von der Sehne fernhält.
· Passende Kleidung.
· Absperrband o.a. zum Markieren der Schweißspur.
· Jagdmesser, scharf
· Klappmesser, scharf
· Klappsäge
· Fernglas
· Gerät zum Schärfen der Jagdspitzen.
· Ersatzbogensehne
· Kombizange
· Ersatz- Schießhandschuh oder Tab.
· Dunkles Taschentuch
· Klopapier in der Plastiktüte.
· Kompass, sicher am Körper.
· Gebietskarte, wasserdicht verpackt.
· Geldbeutel mit Kleingeld zum Telefonieren.
· Jagdlizenz wasserdicht verpackt.
· Wasserfeste Streichhölzer, wasserdicht verpackt.
· Trillerpfeife
· Wasserflasche o.a., voll.
· Sicherheitsgurt mit Leine.
· Seil, 25 Meter lang, damit man nach dem Erklettern eines Baumes seine Ausrüstung
nachziehen oder umgekehrt vorher herablassen kann.
· Bandagen und Binden
· Feuerstarter o.a. wasserdicht verpackt.
· 2 bis 3 extra- Plastiktüten und Gummi zum Verschließen.
· Notration an Süßigkeiten o.a.
· 2-3 Reinigungstücher für die Hände · Bleistift/Kugelschreiber und ein paar Blatt Papier.
· Tragbarer Treestand mit Befestigungsmöglichkeiten.
· Steig- oder Kletterhilfen.
· Taschenlampe mit Reservebatterien.
Zusätzliche nützliche Dinge:
· Geschmeidige Regenkleidung (Jacke und Hose) oder einen leichten Parka in Camo.
· Mokkassins, Turnschuhe, Hüttenschuhe für die Pirsch bei trockenem Wetter.
· Camo- Gesichtsfarbe mit Zubehör oder ein Camo- Hutnetz.
· Ein Schlepptau mit Griff.
· Ein Schloss und zwei Schlüssel für den Treestand.
· Eine Baumschere mit Gürteletui.
· Schoko- oder Müsliriegel und Ähnliches als Notration.
· Eine große Gas- oder Propanlampe.
· Eine kleine Klappsäge.
· Eine Gürteltasche o.a. oder ein kleiner Rucksack.
· Übungspfeile und broadheads, Pfeilhalter, Bogenhalter bei kaltem Wetter.
· Fotoapparat, Filme und sonstiges Zubehör.
· Duft- und Lockstoffe, Stoffe zur Geruchsübertönung, Lockgeräte fürs Wild.
· Papiertaschentücher
· Ein Wildsack zur Versorgung der Beute.
· Ein kleiner Taschenspiegel für Notsignale.
· Mückenmittel
· Spannschnur o.a. Hilfsmitte!
· Werkzeug u.a. zur Bogenreparatur u. Bogentuning.
· Gummihandschuhe
Sonstiges fürs Auto oder die Unterkunft.
· Die neueste Ausgabe der Jagdgesetze und sonstigen Bestimmungen.
· Ein Reparaturset für Pfeile mit Nocken, Kleber, Jagdspitzen.
· Befiederung; ein Nähzeug mit Nadel, Faden und Knöpfen, Sicherheitsnadeln, Schuhbändeln,
Rasierklingen, Material für eine Sehnenwicklung, Isolierband, Gewebeband.
· Ein ordentliches Essen mit heißer Suppe in der Thermoskanne bei kaltem Wetter.
· Eine komplette Garnitur Kleidung einschl. Schuhe und Unterwäsche zum Wechseln.
· Ein Erste-Hilfe- Kasten vollständig und nicht uralt.
· Trinkwasserreserve.
· Bogenkoffer, genügend Reservepfeile in einem geeigneten Behältnis.
· Eine Feile und ein Wetzstein.
· Eine Axt, Eine Bügelsäge.
· Bindfaden oder dünner Draht, um einen Anhänger am Wild anbringen zu können.
· Schlafsack und Kissen.
· Camping-Ausrüstung und Lebensmittel in Reserve.
Lektion 4: Wann man schießt, wohin man zielt.
Leitfragen:
1. Warum sollte man - je nach Gelände- auf Wild nicht weiter als 30 bis 40 yards schießen?
2. Warum sollte man sich auf die Distanz beschränken, bei der man noch einigermaßen
genau trifft?
3. Warum konzentriert man sich genau auf einen Punkt, wenn man auf ein Tier schießt?
4. Was ist der jeweils beste Schuß mit dem Bogen auf das entsprechende Wild?
5. Nenne drei Faktoren, die die Schußweite begrenzen.
6. Ist es möglich, daß ein Tier zu nah ist für einen guten Schuß steht?
Sowohl für die Zukunft der Bogenjagd als auch für den individuellen Jagderfolg ist es von
entscheidender Bedeutung, daß die Bogenjäger wissen, wie ihr Schießgerät funktioniert und wirkt.
Ganz einfach ausgedrückt, speichert der Bogen die Energie, die die Sehne beim Ablaß auf den Pfeil
überträgt. Für Hochwild hat der Pfeil in der Regel eine rasiermesserscharfe Jagdspitze. Der Pfeil mit
dieser Spitze tötet dann das Wild für uns - aber nur, wenn sie auch wirklich rasiermesserscharf ist,
wenn wir wissen, wann die beste Schußgelegenheit da ist, und wenn wir wissen, wohin wir zielen
müssen, damit der Pfeil auch an der richtigen Stelle trifft.
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Die Wirkung eines Jagdpfeiles.
Der Pfeil tötet das Wild, indem er mit seiner scharfen Spitze entweder tief in das Wild eindringt
oder durch es hindurch geht. Er zerschneidet dabei Arterien und Venen und verursacht so eine
schwere Blutung. Neben der tödlichen Wirkung einer exzessiven Blutung kann auch bei einem
entsprechenden Treffer ein Organversagen eintreten, z.B. bei Lunge, Herz oder Leber. Innerhalb
kurzer Zeit versagen lebenswichtige Funktionen und führen so zum Tod.
Damit ein Tier an Blutverlust stirbt, sollte es ca. 1/3 seines gesamten Blutvolumens verlieren. Als
Faustregel kann man bei Rotwild zur Bestimmung der gesamten Blutmenge ca. 30 Gramm Blut pro
Pfund Körpergewicht veranschlagen. Zum Beispiel hätte ein Hirsch mit einem Gewicht von
100 Pfund dann ca. 3000 Gramm (3 Liter) Blut im Körper. Damit er zu Tode käme, müßte er
1 Liter Blut verlieren, wobei es egal ist, ob es ausläuft oder in der Bauchhöhle versickert. Nach
Dr. Bruce Stringer, Veterinär und zurzeit Direktor des Rio Grande Zoological Park, der sich mit
dem Vorgang des Todes bei Tieren ausgiebig beschäftigt hat, verursacht der Pfeil auch einen Schock:
"Eine sorgfältig durchgeführte Sezierung zeigt zerplatzte Blutgefäße in einem Umkreis bis zu 15 cm
um die Pfeilwunde. So etwas kommt nur durch einen Schock zustande. Ein Schock hat eine betäubende
Wirkung, und eine rasiermesserscharfe Jagdspitze bewirkt demnach nicht mehr Ungemach als ein
Mißgeschick beim Rasieren.
Auf den Blutverlust folgt ein nahezu schmerzloser Tod. Der Instinkt treibt das Tier zur Flucht, und
nicht der Schmerz. Leute, die keine Ahnung haben, dichten den Tieren oft menschliche Eigenschaften
an und stellen sich vor, sie wären die Gejagten. Aber Tiere haben nun mal kein Bewußtsein vom Tod
und sind damit auch nicht belastet."
Diese Fakten wurden oft genug bewiesen. Es ist schon vorgekommen, daß Tiere, die getroffen waren,
einfach weitergeäst haben oder nur ein paar Schritte weggelaufen sind, um dann weiter zu fressen.
Ein Sandhaufen stoppt jede Kugel. Ein Pfeil, der einfach hindurchrauscht, ist Beweis genug für die
Fähigkeit der Erwirkung einer ordentlichen Schnittwunde. Die scharfen Schneiden der Jagdspitze
bewirken ein Maximum an Blutung bei minimaler Gerinnung, weil die angrenzenden Blutgefäße nicht
zerstört werden. Im Unterschied zu unseren persönlichen menschlichen Erfahrungen ist es bei einem
Tier ohne weiteres möglich, daß es, von einem Pfeil getroffen, der eine schwere und tödliche Blutung
verursacht, trotzdem keine großen Schmerzen verspürt.
Wenn die Wunde nur oberflächlich ist, verheilt sie ziemlich schnell, besonders dann, wenn das
Muskelgewebe nicht allzu sehr zerstört ist. Da ein Pfeil auch selten einen Schaden an den größeren
Knochen verursacht, sind die Überlebenschancen für das Wild bei einem Fehlschuß relativ hoch.
Zahllose Überprüfungen im Rahmen von ausgiebigen Bogenjagden haben ergeben, daß die meisten
Tiere, die - von Bogenjägern, wohlgemerkt - nicht tödlich getroffen wurden, ihre Verwundungen
überlebt haben.
Für den Bogenjäger ist es außerordentlich wichtig zu wissen, wie ein Pfeil wirkt, denn nur so kann
er irgendwelchen Altweibergeschichten und sonstigen Kommentaren von uninformierten Leuten
sachlich begegnen. Zum Glück lassen sich die meisten sportlich interessierten Menschen von den
oben aufgeführten Fakten überzeugen.
Verwendung von Betäubungsmitteln und Pfeilgift.
Aufgrund sorgfaltiger Analysen aller erhältlichen Informationen und Erfahrungen zu diesem Thema
vertritt die National Bowhunter Education Foundation die Ansicht, daß mit Betäubungsmitteln oder
anderen Drogen präparierte Pfeile auf der Bogenjagd nicht verwendet werden sollten, auch nicht der
sogenannte Pod. Nicht nur die breite Mehrheit der Bogenjäger ist gegen den Gebrauch von Narkotika
oder sonstigen Pfeilgiften. Auch andere Bogensport- Organisationen wie der Pope & Young Club, die
National Field Archery Association, die Professional Bowhunter Society und der
American Archery CounciI haben sich deutlich dagegenausgesprochen.
Der Pod ist so etwas wie eine Spritze auf der Pfeilspitze, die mit einer verschreibungspflichtigen
Droge gefüllt ist. Dieses Narkotikum ist in falschen Händen sehr gefährlich, da man sich in der
Dosierung und Wirkung unbedingt auskennen muß. Der Gebrauch dieser Droge wird nicht nur von
Veterinär- Vereinigungen geächtet, auch die Forst- und Wildschutzorganisationen haben ihre
Verwendung zum Markieren oder Umsiedeln von Tieren weitgehend eingestellt, weil die Wirkung
sehr unterschiedlich und teilweise unvorhersehbar ist.
Eine allgemeine Verwendung von Betäubungsmitteln oder Pfeilgift für die Bogenjagd würde
außerdem den Eindruck hervorrufen, daß unser traditionelles Schießgerät ohne diese Hilfsmittel
nicht effizient genug wäre. Das wäre zwar total neben der Wahrheit, aber viele würden es glauben.
Pflege der Jagdspitzen.
Der Bogenjäger kann heutzutage wählen zwischen zwei Arten von Jagdspitzen. Die klassische
Jagdspitze muß vor Gebrauch erst geschliffen werden, mit einer Feile, Schleifstein oder
Keramikstäben etc. Die neueren Spitzen haben einen stabilen Stahlkörper, an dem die bereits
geschliffenen Schneiden montiert und auch ausgetauscht werden können. egal, welchen Typ man
bevorzugt, scharf bleiben Spitzen nur, wenn man sie pflegt und regelmäßig prüft. Der beste Test ist
nicht die Unterarmbehaarung, sondern ein Stück dünne Pappe, das kreuzweise sehr eng mit
Gummiringen bespannt ist. Es kommt der Konsistenz von Muskelgewebe oder Blutgefäßen am
nächsten. Wenn man die so präparierte Pappe mit einer entsprechend scharfen Spitze durchbohrt,
werden die Gummis sofort und sauber durchschnitten.
Wenn man die modernen Spitzen mit den auswechselbaren Schneiden bevorzugt, kann man zum
Üben stumpfe Schneiden nehmen. Nach einem Schuß auf der Jagd sollte man auf jeden Fall die
Schneiden sofort auswechseln. Zum Nachschärfen stumpfer Spitzen gibt es seit einiger Zeit
Schleifsteine, die von der Form her einen korrekten Schleifwinkel haben.
Wenn man die üblichen Standard- Broadheads verwendet, sollte man sie in jedem Fall vor der
Jagd schleifen. Die meisten erhältlichen Spitzen sind so stumpf, daß es einen nicht unerheblichen
Aufwand bereitet, sie entsprechend scharf zu bekommen. Das Schleifen mit herkömmlichen Mitteln
wie Feilen, Schleifsteine, Keramikstäben etc. führt im Regelfall zu einer sehr scharfen und auch
langlebigen Schneide. Der Arbeitsaufwand ist allerdings immens. Man kann viel Zeit sparen, wenn
man die Schärfsysteme verwendet, die auf dem Markt derzeit angeboten werden. Diese Systeme
bieten Feilen, Schleifsteine und Streichriemen als fertiges System mit einer Montage im richtigen
Arbeitswinkel. Man ist damit ca. 3- 5mal schneller als mit der herkömmlichen Methode.
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Es liegt auf der Hand, daß der jagdliche Erfolg nicht allein von scharfen Broadheads abhängt. Eine
genaue Kenntnis der Anatomie des Wildes, das man bejagen will, ist mindestens genauso wichtig.
Wenn man sich dieses Wissen angeeignet hat, ist man in der Lage, ein Tier weidgerecht, d.h.
schnell und human zu töten. Zur Unterstützung gibt es hierzu grafische Darstellungen, Schaubilder
und einige Übungen. Man sollte sich sehr intensiv damit auseinandersetzen und sie auch immer
griffbereit haben, um sich entsprechend vorzubereiten.
Der Teil des Tieres, den wir mit unserem Pfeil treffen wollen, ist der Bereich der lebenswichtigen
Organe. Er ist gewissermaßen unser Hauptzielbereich. Er beinhaltet die Lunge, das Herz und die
Leber, ebenso wie die Hauptblutgefäße, die das gesamte Blut im Körper verteilen.
Es gibt auch andere Körperteile, in denen ein Treffer zum Ziel führt, aber der Herz- Lungenbereich -
auch Kammer genannt - ist der größte Bereich, der nicht nur tödlich ist, sondern auch dem Wild
keine oder nur geringe Schmerzen bereitet. Die Blutung ist hier in der Regel sehr heftig und
verursacht in den meisten Fällen eine gut sichtbare Blutspur, die sehr wichtig ist für die Nachsuche.
Andere lebenswichtige Körperteile sind zu klein oder zu geschützt oder führen nicht zu einem
schnellen Tod. Man sollte sie jedoch kennen für den Fall, daß man einen Treffer dort landet. Es
sind dies vor allem die Nieren, der Magen und der Darmtrakt, das Hirn und das Rückgrat und
weitere Hauptschlagadern wie die Aorta unterhalb des Rückgrates und in den Oberschenkeln der
Hinterläufe.
Hirn und Rückgrat sind besonders schwer zu treffen. Man sollte deswegen nicht absichtlich darauf
zielen. Wenn man aber hier einen Treffer landet, geht das Tier sofort zu Boden, ist aber noch am
Leben. Um unnötige Qualen zu vermeiden, sollte man so schnell wie möglich einen zweiten Schuß
anbringen. Um sich dabei nicht zu gefährden, sollte man außerhalb der Reichweite von Geweih und
Hufen bleiben. Ein Schuß durch Lunge und Herz trifft auch meistens wichtige Blutgefäße. Ein
derartiger Blutverlust und der Kollaps der Organe verursachen einen sehr schnellen Tod und sind
besser als das Abwarten nach einem Treffer ins Hirn oder Rückgrat. Nach einem Fangschuß sollte
man schnell und ruhig zur Seite gehen, um das Tier in Ruhe sterben zu lassen.
Ein Treffer in anderen nicht tödlichen Bereichen wie Rücken (nicht das Rückgrat), Schulter, Träger
oder Brust verursacht Fleischwunden, die relativ schnell heilen, auch wenn der Pfeil im Tier auf der
Flucht verblieben ist. Die Tiere ziehen den Pfeil heraus, wenn sie können. Ansonsten arbeitet er sich
mit der Zeit von selbst heraus. Wunden, die mit scharfen Jagdspitzen verursacht wurden, heilen in
der Regel viel schneller und ohne Infektion als eine Verwundung, die durch einen stumpfen Pfeil
hervorgerufen wurde. Der Hauptzielbereich ändert sich mit der Bewegung und Positionsänderung
des Wildes. Deswegen ändert sich auch der Zielpunkt, den man sich ausgesucht hat, laufend mit der
Änderung der Stellung und Haltung des Tieres. Du solltest immer auf den besten Zielpunkt wechseln
und die massiven Knochen beachten. Schieß niemals auf Wild in einer fragwürdigen Stellung!.
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Wann man schießt, ist eine individuelle Entscheidung. Die folgenden Überlegungen sollten eine
Hilfestellung geben für eine optimale Schußabgabe.
1. Schieß nur innerhalb Deiner persönlichen optimalen Distanz.
2. Vermeide Distanzschüsse, auch wenn das Wild ruhig dasteht. Eine ganz normale Bewegung
des Tieres kann dazu führen, daß sich der Winkel oder die Position ungünstig ändert, auch
wenn der Pfeil schon unterwegs ist. Das Resultat ist eine schlimme Verletzung.
3. Der Zielpunkt sollte klar zu sehen sein.
4. Auch wenn der Zielpunkt klar zu sehen ist, sollte man sich vergewissern, ob der Pfeil nicht
durch irgendein Hindernis abgelenkt werden kann.
5. Die Schußentfernung kann durchaus auch zu nah sein. Tiere haben die unheimliche Fähigkeit,
unsere Anwesenheit auf kurze Distanz zu fühlen.
6. Wachsame Tiere stellen ein Risiko dar, denn selbst die leiseste Bewegung kann zur
plötzlichen Flucht führen. Ein Fehlschuß, oder schlimmer noch, eine Verwundung kann die
Folge sein.
7. Eine Schußposition schräg von hinten ist bei Rotwild und Antilope zu bevorzugen. Schüsse
im rechten Winkel sind bei größerem Wild wie Wapiti und Elch besser, da so beide Lungenflügel
durchbohrt werden können.
8. Schüsse auf sich bewegendes Wild sind immer ein Risiko. Auf laufendes Wild sollte man
allerdings nie schießen, denn das Resultat ist fast immer eine Verwundung. Du solltest Respekt
vor dem Wild haben, das Du bejagst. Schieß deshalb niemals in einer zweifelhaften Situation.
9. Man erliegt oft Sinnestäuschungen. Wenn man sich auf den Schuß vorbereitet, ist man voll
auf das Tier und den Zielpunkt konzentriert. Dabei übersieht man im Eifer des Gefechtes oft
kleine Zweige, Buschwerk oder andere Hindernisse; oder man schätzt die Flugbahn des Pfeils
falsch ein.
10. Rotwild ist in der Lage, beim Geräusch der Sehne dem Pfeil durch eine Reflexbewegung
nach unten auszuweichen, auch bei einem sehr schnellen Compound-Bogen. Schüsse auf
Rotwild, das noch nicht unruhig ist, sind am besten.
Verursachen Pfeilwunden einen Schmerz?
Wenn man sich mit Nichtjägern unterhält, taucht sehr schnell die Frage auf, inwieweit eine
Pfeilwunde Schmerzen verursacht. Neben der oben angeführten Aussage von Dr. Stringer hier noch
ein Statement von Jonathan W. Brooke, D.V.M., of Houston, Texas. "Wenn wir den humanen Aspekt
der Bogenjagd diskutieren, ist es sehr wichtig, daß man den physiologischen Reflex des Schmerzes
hinsichtlich der Verwundung versteht. Die neurologischen Bahnen der Schmerzempfindung sind beim
Tier ebenso vorhanden wie beim Menschen. Ich habe jeden Tag mit Tieren zu tun und habe auch schon
sehr große Schmerzen bei Tieren miterlebt. Da es schlechterdings nicht möglich ist, das
Schmerzempfinden in seiner Intensität bei Tieren zu quantifizieren, beruht meine Auffassung hierzu
sowohl auf meinem medizinischen Wissen und meiner Erfahrung als auch auf persönlichen Beobachtungen.
Physiologisch betrachtet, befinden sich die meisten Schmerzpunkte (Enden der Nervenbahnen) auf der
Hautoberfläche oder auf der Knochenhaut. Die inneren Organe (Herz, Lunge etc) haben kaum Sensoren
für eine Schmerzempfindung. Die Nerven reagieren hier mehr auf Spannung und Dehnung und
verursachen eher Kopfweh oder Übelkeit, wenn sie angeregt werden. Tiere scheinen eine weitaus
höhere Schmerztoleranz zu haben als Menschen. Man kann sogar allgemein sagen: je größer das Tier,
desto größer die Schmerzgrenze. Dies bezieht sich allerdings nur auf kleinere Verletzungen, wie sie
in der Natur immer vorkommen. Das Problem hier sind aber nicht irgendwelche oberflächlichen Wunden,
sondern eine Verwundung durch einen Jagdpfeil. Aufgrund meiner Erfahrungen als Veterinär kann ich
nur sagen: je sauberer und abgegrenzter eine Wunde, desto kleiner ist der Schmerz. Das gleiche gilt
für eine Wunde, die mit einem scharfen Gegenstand beigefügt wurde im Unterschied durch eine mit
einem stumpfen Gegenstand verursachte. Auch beim Menschen ist bekannt, daß ein Schnitt ins
Fleisch mit einem scharfen Gegenstand eher eine betäubende Wirkung hat, weil die Nervenbahnen für
die Schmerzpunkte einfach durchgeschnitten werden. So gesehen, heilt auch eine Pfeilwunde im
Muskel relativ rasch, vor allem, weil das umliegende Gewebe durch den Pfeil nicht zerstört wird.
Die einzige Ausnahme ist ein Schuß in den Magen- Darm-Trakt, den man als Bogenjäger zu treffen
in jedem Fall vermeiden sollte. ... diese Art des Erlegens mit einem Schuß in den Herz- Lungenbereich
verursacht einen raschen, heftigen Blutverlust und keinesfalls irgendeinen Schmerz. Das Tier erleidet
sehr schnell einen Kreislaufkollaps, der zu Bewußtlosigkeit und Tod führt. Die eigentliche Antwort
auf den humanen Aspekt der Bogenjagd liegt in der Verantwortung des Bogenjägers, d.h. seiner
Vorbereitung auf die Jagd, seinen erworbenen Kenntnissen und der richtigen Einschätzung der
eigenen Grenzen."
Sicherheit:
1. Benutze immer ein entsprechendes Werkzeug, wenn Du mit Jagdspitzen hantierst.
2. Benutze einen Schutz, wenn Du Broadheads mit einer Feile schärfst.
3. Vergewissere Dich vor jedem Schuß, ob die Schußbahn bis zum Ziel auch frei ist.
4. Vermeide lange Distanzschüsse. Abgesehen vom sehr großen Risiko eines Fehlschusses
sind sie auch eine Gefahr für andere Bogenjäger, die sich mit ihrer Tarnkleidung in der Nähe
aufhalten.
Kontrollfragen:
1. Warum sollte man - je nach Gelände- auf Wild nicht weiter als 30 bis 40 yards schießen?
2. Warum sollte man sich auf die Distanz beschränken, bei der man noch einigermaßen genau trifft?
3. Wie kann man am besten Bedingungen der Bogenjagd simulieren?
4. Warum sollte man sich auf einen silberdollargroßen Punkt konzentrieren, wenn man auf ein
Tier schießt?
5. Was ist der beste Schuß mit dem Bogen auf Rotwild?
6. Nenne drei Faktoren, die die Schußweite begrenzen.
7. Warum kann ein Tier "zu nah" sein für einen guten Schuß? Wie groß ist in etwa die
Mindestdistanz für einen guten Schuß?
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Lektion 5: Die Jagd.
Leitfragen:
1. Was sind die vier gebräuchlichsten Methoden der Bogenjagd?
2. Warum sollte man nie mit einem genockten Pfeil herumlaufen?
3. Welche Lichtquelle ist am besten für die Nachsuche bei Nacht?
4. Wozu ist ein Kompaß gut, wenn Du ein Tier erlegt hast?
5. Warum solltest Du immer ein Seil benutzen, wenn Du vom Hochstand aus jagst?
6. Welche Materialien sind geeignet für die Markierung einer Schweißspur, der Du gerade
folgst?
7. Warum solltest Du nach dem Ausnehmen des Wildes so bald wie möglich die Bauchhöhle
auswaschen?
8. Warum ist es manchmal wichtig und notwendig, die Eingeweide vom Ort des Aufbruchs zu
entfernen?
9. Welche zwei Alternativen gibt es zu den Tree-Stands, die man erklettern muß?
10. Welcher Gegenstand ist für die Sicherheit absolut notwendig, wenn man von einer erhöhten
Position aus jagt?
Genug der Vorrede. Sehen wir uns die Jagdmethoden und die Ausrüstungsgegenstände, die unseren
Jagderfolg und unser Vergnügen deutlich fördern, etwas näher an.
Duftstoffe und Lockstoffe:
Egal, welches Tier wir jagen, das Problem, das wir als Menschen dabei haben, ist immer das gleiche:
Wir Stinken. Tiere können durchaus kommunizieren, aber nicht sprechen. Wenn sie der Sprache
mächtig wären, würden sie uns vermutlich mitteilen, daß wir für sie ähnlich riechen wie für uns die
Stinktiere. Es gibt aber einen wesentlichen Unterschied: Während wir normalerweise mit dem Geruch
eines Stinktieres keine Gefahrensituation assoziieren, bedeutet Menschengeruch für das Wild höchste
Alarmstufe. Das ist auch der Grund,, warum das Wild schnell aus den Gegenden verschwindet, in
denen menschliche Gerüche deutlich vorhanden sind. Weil wir als Bogenjäger immer versuchen, dem
Wild so nah wie möglich zu kommen, müssen wir besonders auf unseren Körpergeruch, den wir auf
natürliche Weise verströmen, achten und versuchen, ihn so gering wie möglich zu halten, damit uns das
Wild nicht entdeckt.
Etliche Bogenjäger stellen ihre eigenen selbstgebrauten Duftstoffe her. Sie verwenden dazu Alkohol,
Pflanzen und andere Materialien aus der Gegend, in der sie jagen. Die meisten nehmen jedoch das,
was im Handel so angeboten wird. Egal, ob diese Düfte hausgemacht oder gekauft sind, sie
unterscheiden sich in zwei Grundtypen:
Tarnstoffe zum Verdecken des eigenen Geruchs und Köder oder Lockstoffe. Tarnstoffe dienen entweder
dazu, den menschlichen Körpergeruch zu neutralisieren oder ihn durch irgendwelche natürlichen
Gerüche zu übertönen, oft soll auch beides erreicht werden. Lockstoffe dienen dazu, das Wild auf
Schußweite zu bringen. Sie riechen entweder nach irgendeiner Nahrung oder es sind sexuelle Reizstoffe.
Tarnstoffe haben entweder einen neutralen Geruch oder einen, der das Wild nicht beunruhigt. Diese
Stoffe haben sicher eine gewisse Effizienz, aber den besten Effekt erzielt man, wenn man vor der Jagd
und dem Auftrag dieser Essenzen einiges für die eigene Körperhygiene tut. Ein Bogenjäger sollte immer
so sauber wie möglich, d.h. frei von Körpergeruch sein, wenn er sich auf die Jagd begibt. Das heißt nicht
unbedingt eine Dusche im bequemen Badezimmer, eher geeignet ist hier ein kaltes Bad im Fluß oder
Tümpel. Das ist zwar möglicherweise für manchen sehr unangenehm, aber der Aufwand lohnt sich.
Man sollte auf jeden Fall parfümierte Seifen oder Duschgels mit irgendwelchen Zusätzen vermeiden.
Am besten sind Seifen ohne irgendwelche Zusätze außer einem antibakteriellen Wirkstoff. Gerade
die Beseitigung von Bakterien verhindert auch den Körpergeruch. Wenn man sich auf diesem Gebiet
nicht auskennt, sollte man sich vom Fachhandel beraten lassen. Auch die Kleidung sollte so sauber
wie möglich gehalten werden. In Sportgeschäften gibt es Seifen und Waschmittel zu kaufen, die keinen
störenden Geruch in den Fasern der Kleidung zurücklassen. Tarnstoffe
sollten nach der entsprechenden Gebrauchsanweisung verwendet werden. Üblicherweise
werden sie auf das Schuhwerk und die
Kleidung, manchmal auch auf die Haut aufgetragen. Üblicherweise sollte man sie großzügig verwenden.
Lockstoffe sollen auf das Wild eine anziehende Wirkung ausüben, ohne es zu beunruhigen. Man sollte
sich versichern, daß diese speziellen Düfte auch im avisierten Jagdgebiet vorkommen. Wenn man
z.B. auf Weißwedelhirsche jagt, sollte man auch die dafür geeigneten Lockstoffe verwenden.
Sehr populär sind Lockstoffe auf sexueller Basis. Es gibt hierzu eine große Auswahl verschiedener
Varianten, aber die Grundidee ist die gleiche: das jeweilige Wild soll auf Schußweite herangelockt
werden. Sehr wirkungsvoll sind diese Mittel während der Brunft, da hier das Wild - sowohl weiblich
als auch männlich - den ganzen Tag nichts anderes mehr im Kopf hat. Es ist auch hier sehr wichtig,
daß man den passenden Lockstoff für die jeweilige Wildart hat. Man sollte den Lockstoff für Elche
auch für dieselbigen benutzen, ebenso den Lockstoff für Weißwedelhirsche nur für diese usw. Es ist
äußerst unwahrscheinlich, daß ein Hirsch oder ein Elch sich von den übel riechenden Lockstoffen
angezogen fühlt, die für die Bärenjagd angeboten werden.
Während man Tarnstoffe großzügig an Schuhwerk, Kleidung und auch Körper anbringt, sollte dies
bei Lockstoffen unbedingt vermieden werden. Der Geruchssinn der Tiere ist so gut, daß sie absolut
genau die Quelle des Geruchs lokalisieren können. Und das letzte, was ein Bogenjäger brauchen kann,
ist ein Hirsch, der ihm aus sicherer Entfernung geradewegs in die Augen schaut. Mit entsprechender
Vorsicht und Vermeidung von Körperkontakt sollte man die Lockstoffe am besten an Ästen,
Blättern, Zweigen etc rund um seine Ansitzposition verteilen, aber nicht weiter als innerhalb der
gewohnten Schußdistanz. Auf diese Weise kann man in Ruhe seine Position einnehmen, den Bogen
spannen und zielen, während die Aufmerksamkeit des Wildes auf die Lockstoffe konzentriert ist.
Erfahrene Bogenjäger verwenden oft folgende Methode sowohl für die Übertönung des eigenen
Geruchs als auch um das Wild anzulocken: Sie verteilen rund um ihren Ansitz in einiger Entfernung
sowohl Tarn- als auch - möglicherweise - Lockstoffe. Besonders wichtig ist es dabei, auf der
windabgewandten Seite die Tarnstoffe in einer "V- Form" zu verteilen auf eine Entfernung bis
20 oder 30 Meter. Unser Körpergeruch ist wie eine unsichtbare Wolke, die, vom Wind fortgetragen,
sich immer mehr verbreitert. Der gleiche Wind kann aber auch Tarn- oder Lockstoffe entsprechend
verteilen.
Lockrufe:
Vor nicht allzu langer Zeit war es nur bei ein paar Tierarten wie Truthähnen, Enten und Elchen üblich,
den Lockruf zur Jagd zu benutzen. Mittlerweile gibt es für fast alle üblichen Tierarten entsprechende
Lockruftechniken.
Zum Beispiel für Räuber wie Fuchs und Coyote; Niederwild wie Eichhörnchen, Karnickel und
Murmeltier; Vögel wie Wachtel, Gans und einige Waldhühner; Großwild wie. Weißwedel- und
Maultierhirsch; Moose, Karibu und Bär. Bei fachgerechter Anwendung können sich durch Anwendung
von Lockrufen die Chancen auf eine erfolgreiche Jagd deutlich verbessern. Der Bogenjäger muß
allerdings in der Lage sein, den Lockruf für die jeweilige Tierart nicht nur ordentlich nachzuahmen,
sondern auch alle Varianten mit ihren unterschiedlichen Bedeutungen beherrschen. Üblicherweise
bieten die Hersteller der entsprechenden Lockruf- Utensilien auch Tonkassetten oder sogar Videos
an für die hilfreiche Unterstützung des Lernenden. Zu diesem Thema gibt es auch eine Reihe von
Büchern. Auch in den Bogenjägerzeitschriften und anderen Jagdmagazinen sind in regelmäßigen
Abständen entsprechende Artikel zu finden.
Für die jeweilige Wildart sollte der Bogenjäger folgende Lockrufe beherrschen: einen Hauptruf und
mindestens zwei der folgenden Rufarten: Kontaktaufnahme (ich bin hier, bitte komm); Klagen
(ich bin verletzt, verloren); Angriffslust (ich bin scharf auf eine Auseinandersetzung); Anbandeln
(Komm her, schöne Frau), sehr hilfreich ist noch als non- verbale Kommunikation das Zusammenschlagen
von Geweihstücken.
Mit entsprechender Übung kann sich der Bogenjäger ein Repertoire von Lockrufen und
anderen Geräuschen aneignen. Ein Aufwand, der in deutlich häufigeren Wildkontakten zu
Buche schlägt. Das Lernen der Grundlagen ist nicht ganz einfach, genauso wie das
Bogenschießen selbst, und man muß einige Mühe aufwenden, bis man zum Erfolg kommt.
Aber dieses uralte Mittel macht unseren Sport noch aufregender und interessanter.
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Jagdmethoden
Ein weiterer Reiz der Bogenjagd sind sicherlich auch die verschiedenen Jagdmethoden. Dabei
hat jede Art ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Einige dieser Methoden werden für die Jagd
auf bestimmte Tierarten bevorzugt, aber im Großen und Ganzen führen auch bei der Bogenjagd
alle Wege nach Rom, wenn man sich auskennt und in jeder Situation weiß, was man tun muß.
Wenn man z.B. Rotwild im Laubwald während einer Trockenperiode jagen will, ist es sicherlich
sinnvoll, einen Ansitz zu benutzen. Für die Pirsch wäre man unter den gegebenen Umständen viel
zu laut. Wenn es aber feucht und regnerisch ist, das Laub und der ganze Bodengrund weich ist
und man sich nahezu geräuschlos bewegen kann, ist eine Pirsch genau das Richtige. Im
Folgenden werden die vier gebräuchlichsten Arten der Bogenjagd dargestellt, auch in ihrer
Bedeutung für die einzelnen Wildarten.
Der Unterstand
Das Jagen vom Unterstand aus macht nur Sinn in unmittelbarer Nähe eines Wildwechsels oder
an Stellen, die vom Wild häufig aufgesucht werden. Unterstände können sich ganz einfach
ergeben: ein großer Baum oder Fels, hinter dem man sich verstecken kann, genauso wie ein
Baumstumpf, Buschwerk oder Gestrüpp, oder ein Fels, auf dem man von oben lauert.
Mit etwas mehr Aufwand kann man einen Tarnschirm (sog. blind) herstellen. Man kann dazu
entweder das nehmen, was gerade herumliegt, oder Planen aus Camouflage- Material oder
beides. Ein Tarnschirm bewirkt, daß die Silhouette des Jägers vollkommen verborgen ist. Da
man sich beim Schießen immer bewegt, ist dies von sehr großem Vorteil, vor allem, wenn das
Wild sehr nahe steht. Zu Beachten ist hier, daß man beim Errichten eines Unterstandes die
vorherrschende Windrichtung berücksichtigt, damit das Wild nicht ohne weiteres den Jäger
wittert. Man sollte auch die entsprechenden Gesetze zur Verwendung von Unterständen
beachten. In manchen Regionen ist die Errichtung eines künstlichen Unterstandes verboten,
also nur natürlich gegebene Deckungsmöglichkeiten erlaubt.
Man sollte einen Unterstand auch nicht zu nahe an einem Wildwechsel errichten, da man sonst
Probleme bekommt, wie sie in Lektion 4 beim Thema "Mindestabstand" bereits erörtert
wurden. 10 Meter oder etwas mehr sind eine gute Entfernung. Bei der Konstruktion eines
Unterstands sollte man darauf achten, daß die Kanten Konturen haben und die Ecken
abgerundet sind. Er fügt sich so besser in die Umgebung ein. Wenn man natürliche Materialien
verwendet, sollte man möglichst wenig Grünzeug verwenden, denn dieses wird möglicherweise
sehr schnell braun und muß dann immer wieder ersetzt werden. Die Größe eines Unterstandes
sollte groß genug sein, damit man sich gut bewegen kann, ohne gesehen zu werden, aber nicht
so groß, daß er auffällig wirkt. Nach Möglichkeit sollte er auch nicht höher sein als z.B. das
Buschwerk, das ringsum wachst. Wenn sich die Möglichkeit ergibt, sollte man Unterstände
immer auf einer Anhöhe errichten, weil man so einerseits eine bessere Deckung hat, andererseits
das herannahende Wild rechtzeitig sieht.
Das Schützenloch ist bei vielen Jägern die beliebteste Art des Unterstandes. In öffentlichen
Wäldern ist es allerdings nicht gerade günstig und möglicherweise sogar verboten, Schützenlöcher
zu graben. Wenn man diese Methode verwendet, sollte man das Loch hinterher wieder
zuschaufeln, damit es keine Gefahr für andere - vor allem in der Dunkelheit - darstellt.
Schützenlöcher werden häufig für die Antilopen- und Maultier- Hirschjagd im Westen der USA
verwendet. Wenn man ein Schützenloch aushebt, sollte man soviel Platz schaffen, daß man
problemlos schießen kann, ohne mit dem unteren Wurfarm anzustoßen. Wenn man irgendwelche
Büsche o.a. um den Unterstand herum entfernen muß, sollte man die Stümpfe anschließend mit
Erde beschmieren.
Laute Geräusche sind auf jeden Fall zu vermeiden, wenn man sich zum Unterstand hinbegibt oder
nach der Jagd wieder heimkehrt. Besonders geeignet sind Stellen mit mehreren sich kreuzenden
oder gabelnden Wildwechseln oder Fährten. Man sollte zuerst hier alle Möglichkeiten
ausschöpfen, bevor man sich andere Stellen sucht. In bäum- und strauchlosen Gegenden
empfiehlt es sich, hohes Gras als Unterstand zu nehmen. Auch hier sollte man darauf achten,
daß der untere Wurfarm genügend Bewegungsfreiheit hat. Es ist günstig, beim Aufstellen
darauf zu achten, daß man im Falle eines Falles entweder Schüsse direkt von der Seite oder
von schräg hinten anbringen kann. Man kann so die eigenen Bewegungen auf ein Minimum
begrenzen.
Man sollte in jedem Fall den Bodengrund sauber halten, d.h. alles entfernen, was ein Geräusch
verursachen könnte. Wenn man den Unterstand aufgibt, sollte man alles wieder möglichst
natürlich herrichten. Daß man keinen Abfall und sonstiges zurückläßt, sollte selbstverständlich sein.
Die Jagd vom Hochstand (Tree Stand)
Das Jagen von einem so genannten Tree Stand ist mittlerweile für viele Wildarten sehr
gebräuchlich. Die Benutzung eines Hochstandes kann sich sehr einfach gestalten, indem man
einfach auf einen Baum klettert und sich in eine Astgabel stellt. Die andere Möglichkeit ist
ein portabler Hochstand.
Es ist nicht empfehlenswert, stationäre Hochstände zu errichten, vor allem nicht in Gegenden,
in denen es schon genug davon gibt. Sie sind in ihrer Unnatürlichkeit eine Beleidigung fürs
Auge und erregen den Unmut der Nichtjäger. Außerdem sind solche Hochstände auch ein
Sicherheitsproblem, da man sich weder auf die Qualität der Ausführung noch auf den Zustand
des Holzes oder sonstigen Materials verlassen kann. Schon viele Jäger, die sich auf den
Augenschein verließen, haben sich ernstlich beim Ersteigen verletzt. Transportable
Hochstände sind Plattformen mit und ohne Sitzgelegenheit, die vom Prinzip her zum
ausgewählten Jagdplatz ohne viel Aufwand und Lärm transportiert werden können. Man kann
sie auch je nach Bedarf (Windwechsel etc.) schnell auf einem anderen Baum montieren. Ein
Hochstand hat noch weitere Vorteile: Zum einen verteilt sich unsere Körpergeruchswolke in
entsprechender Höhe über dem Wild. Zum anderen ist man auch über dem normalen
Sichthorizont der Tiere und hat zudem noch einen besseren Überblick, vor allem ins Unterholz.
Wie hoch soll ein Unterstand sein? Diese Frage wird niemals befriedigend beantwortet,
solange sich Bogenjäger darüber unterhalten. Es ist hier durchaus eine Reihe von Faktoren
zu beachten: das Gelände insgesamt, die avisierte Wildart, Anzahl und Position der Äste,
der Hintergrund, Typ und Größe des Baumes. Im Allgemeinen sollte die Höhe so zwischen
ca. 3,5 - 4m betragen. Man sollte immer daran denken, daß bei Bewegungen die Füße einiges
näher am Wild sind als der Kopf. Erfahrene Bogenjäger vermeiden höhere Positionen, weil
man dadurch auch weiter vom Wild weg ist, das man schießen will. Genau wie bei Unterständen
am Boden sollte man die Windrichtung beachten und vermeiden, daß der
Körpergeruch an die Stellen transportiert wird, die man bejagen will. Man kann hier genauso
entsprechende Tarndüfte etc. verwenden.
Am besten ist immer der größte Baum, der in der Nähe ist. Je größer bzw. dicker der Baum,
desto besser der Kontakt und die Montage des Hochstandes. Er wackelt weniger und man
fühlt sich sicherer. Der Baum sollte entweder gerade sein oder sich nach hinten neigen. Wenn
er sich nach vorne neigt, ist man in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt.
Die Verwendung von Nägeln, Schrauben, Draht und sonstigen Hilfsmitteln aus Metall sollte
man unterlassen. Wenn der Baum verarbeitet wird, bilden sie eine tödliche Gefahr. Für
Hochstände ohne Leiter gibt es geeignete Steighilfen, entweder zum Einschrauben oder zum
Anbinden. Die Steighilfen zum Einschrauben sind nicht überall erlaubt, weswegen man sich
vorher erkundigen sollte. Acht oder zehn Tritte reichen, um eine angemessene Höhe zu erreichen.
Eine Neuerung ist die zerlegbare, sehr leichte Aluminiumleiter. Eine Reihe von Jägern benutzt
dazu eine Leine, mit der sie nach dem Besteigen des Hochstandes die Leiter umlegen, damit
sie vom Wild nicht gesehen wird. Zum Herabsteigen wird sie dann wieder hochgezogen.
Man sollte seinen Hochstand immer einer Sicherheitsüberprüfung unterziehen. Dabei kann man
auch alles Quietschen, Scheppern und die Stellen, bei denen Metall auf Metall reibt, in
Ordnung bringen. Alle Geräusche dieser Art sind nämlich völlig unnatürlich und können das
Wild regelrecht vertreiben.
Wenn man von einer erhöhten Position aus jagt, sollte man immer eine Sicherheitsleine oder
besser einen Sicherheitsgurt tragen. Ein Sturz vom Baum oder Fels kann zu schweren
Verletzungen oder gar zum Tod führen. Man sollte bedenken, daß man bei einem Sturz aus
vier Metern Höhe eine Geschwindigkeit von ca. 35 km/h erreicht. Ein Sicherheitsgurt hat
auch noch einen anderen Vorteil. Man kann sich mit seiner Hilfe weit hinauslehnen und
Schußpositionen einnehmen, die sonst nicht möglich wären.
Die Leine, die man zum Hochziehen und Hinunterlassen seiner Ausrüstung benutzt, sollte man
nicht am Hochstand, sondern am Sicherheitsgurt befestigen. Auf einem Hochstand mit einer
relativ kleinen Plattform und wenig Bewegungsraum hat man immer gewisse
Gleichgewichtsprobleme. Deswegen ist es besser, wenn man alles, was man benötigt, bequem
mit den Händen erreichen kann, vor allem, ohne den Sicherheitsgurt ablegen zu müssen.
Man sollte auch oft von erhöhten Positionen aus trainieren, damit man sich an den Schußwinkel
gewöhnt. Auch die Visierung sollte entsprechend eingestellt sein, bevor man auf die Jagd geht.
Viele Bogenjäger neigen zu Hochschüssen, wenn sie von einem Hochstand aus schießen.
Mit einiger Übung ist das Problem ohne weiteres zu lösen. Nach unten schießt man am besten,
wenn man sich in der Hüfte nach vorne neigt, anstatt den Arm und die Schulter einfach zu
senken. Wenn man seinen Hochstand erklommen hat, sollte man als erstes den
Sicherheitsgurt anlegen. Dann hebt man den Bogen zum Schuß und kontrolliert, ob irgendwelche
Zweige oder sonstige Hindernisse im Weg sind. Anschließend wärmt man sich auf, indem man
den Bogen ein paar mal zieht. Einige Übungsschüsse (Pfeile mit Tarnduft bestrichen) schaden
auch nichts, bevor man sich endgültig bewegungslos in seine Lauerposition begibt.
Als weiteres Zubehör kann man auch noch eine passende Unterlage am Hochstand anbringen,
z.B. um Trittgeräusche zu dampfen oder die Rutschsicherheit zu erhöhen. Auch der Komfort
erhöht sich so an kalten Tagen. Man kann auch Markierungsband verwenden, um am
Schußfeld unterschiedliche Entfernungen zu markieren. Nach Beendigung der Jagd sollte man
diese wieder entfernen. Empfehlenswert ist des auch, den Weg zum und vom Hochstand mit
Leuchtband zu markieren. So findet man auch in der Dunkelheit den Weg.
Man sollte seinen Hochstand mit Farbe so tarnen, daß er nicht auffällt. Entsprechende Techniken
dazu siehe Lektion 3. Hochstände, die für sich alleine stehen, werden immer populärer. Sie sind
auch komplett zerlegbar und relativ einfach zu transportieren. Es gibt sie in einer Höhe zwischen
3 - 5 m. Sie sind sehr gut geeignet für Jäger, die körperliche Probleme haben mit dem
Erklimmen der üblichen Hochstände. Auch wenn im Jagdgebiet die Bäume nicht stark genug
sind, ist der Einsatz derartiger Hochstände eine gute Lösung. Ein derartiger Stand ist immer
nützlich, denn man kann die Leiter auch für andere Zwecke benutzen.
Die Pirsch
Keine der vier Grundarten der Bogenjagd bietet eine ähnliche Herausforderung und Befriedigung
zugleich wie die Pirschjagd. Es genügt nicht, daß man sich langsam und bedächtig vorwärts
bewegt. In einer Gegend, in der die Begegnung mit Wild sehr wahrscheinlich ist, sind auch noch
andere Faktoren zu beachten, wie z.B. der Wind, das Sonnenlicht, die Wetterbedingungen, eine
entsprechende Deckung und der Geräuschpegel. Wenn man so zum Jagderfolg kommt, ist dies
ein besonderer Grund, auf seine Trophäe stolz zu sein. Die Pirsch mit dem Bogen besteht
gewissermaßen aus zwei Teilen. Zuerst bewegt man sich langsam, hält öfters inne und hält
sorgfältig Ausschau nach Wild. Wenn man das Wild erspäht hat, bewegt man sich äußerst
vorsichtig und vor allem geräuschlos, bis man seine optimale Schußposition eingenommen hat.
Wenn man die folgenden Hinweise zur Pirsch genau beachtet, bleibt der Erfolg nicht aus.
Die Pirsch wird oft verglichen mit den Jagdmethoden der Katze, da die Bewegungen ähnlich
sind. Es ist hier sehr hilfreich, Haus- oder Wildkatzen in freier Natur bei der Jagd zu beobachten.
Wenn man in der Lage ist, sich genauso langsam und bedächtig und vor allem ruhig zu bewegen
und dann lange Zeit bewegungslos zu verharren, ist man auf dem besten Weg, sich zum Experten
für die Pirschjagd zu entwickeln.
Dick Sage, ein anerkannter Bogenjäger, setzt für die erfolgreiche Pirsch folgende Eigenschaften
des Jägers voraus: Ausdauer, Orientierungssinn, scharfe Augen, die Fähigkeit, sich lautlos zu
bewegen und ein Bogen, der schnell und genau zu handhaben ist. Ideale Bedingungen für die
Pirsch sind ein Untergrund, auf dem man sich leise bewegen kann und ein konstanter Wind
aus derselben Richtung. Jagen sollte man prinzipiell immer gegen den Wind, damit das Wild
keine Witterung aufnehmen kann. Eine sehr gute Ortskenntnis im Jagdgebiet ist ebenfalls von
grundlegender Bedeutung für den jagdlichen Erfolg.
Im Prinzip muß jeder Bogenjäger seine eigene Bewegungsart entwickeln. Die Basismethode is
t jedoch immer dieselbe: Man macht ein paar sehr vorsichtige und bedächtige Schritte, dann
verharrt man einige Minuten bewegungslos und beobachtet die Umgebung. Wenn man aus
Versehen ein lautes Geräusch verursacht, sollte man auf jeden Fall volle fünf Minuten warten
und still sein, bevor man sich weiter bewegt. In dieser Zeit hält man sehr sorgfältig Ausschau
nach Wild. Die Kleidung sollte keine Geräusche machen, die Schuhe oder Stiefel sollten leicht
sein. Auch ein Fernglas sollte zur Hand sein, um die Umgebung nach Wild abzusuchen.
Man sollte möglichst wenig aufrecht gehen. Gebückt und mit gebeugten Knien ist die bessere
Methode. Auch das Absuchen der Gegend sollte aus der Hocke geschehen. Beim Laufen sollte
man zuerst mit dem Zehen auftreten und dann langsam das Gewicht auf den abrollenden Fuß
verlagern. Auch sollte man nicht nur auf Äste und Steine auf dem Weg achten, sondern auch
nach Wild Ausschau halten. In einer Gegend mit vielen Wildzeichen sollte man für die Umschau
längere Pausen machen. 15 - 30 Minuten sind dazu nicht zu lang, vor allem am frühen Morgen
und in derDämmerung.
Beim Spähen sollte man nach Körperteilen des Wildes und nicht nach dem ganzen Tier
Ausschau halten. Man sollte sich im Klaren sein, daß es sowohl für das Wild als auch für den
Bogenjäger die Bewegung ist, die als erstes die Aufmerksamkeit erregt. Es ist auch meistens
eine kleine Bewegung eines Körperteils, die zur Wahrnehmung des ganzen Tieres führt.
Wenn man sich einem ausgemachtem Wild auf Schußweite nähern will, sollte man sich nicht
gerade, sondern in einer Diagonale auf das Tier zubewegen. Für den Fall, daß einen das Tier
schon erblickt hat, erregt diese Bewegungsform weniger Argwohn. Man sollte jede nur
mögliche Deckung ausnutzen, vor allem, wenn man Ausschau hält. Man sollte keinesfalls
seine Silhouette auf der Höhe eines Bergkamms zeigen. Bei der Jagd bergauf begibt man sich
am besten langsam in eine Position, aus der man, ohne selbst gesehen zu werden, den ganzen
Kamm und die gegenüber liegende Seite überblicken kann, bevor man ganz hinaufsteigt.
Auf diese Weise erspäht man oft Wild, ohne selbst irgend eine Aufmerksamkeit zu erregen.
Gelegentlich kann man sich dem Wild nur sehr stark gebückt oder auf dem Bauche kriechend
nähern. Auch in diesem Fall sollte man sich nicht in einer geraden Linie, sondern diagonal
annähern. Man kann am frühen Morgen oder in der Dämmerung vom Ansitz aus jagen und
tagsüber auf die Pirsch gehen. Aber man sollte beides zusammen nicht im selben Gebiet tun.
Ein Ausweichen in ein anderes Gebiet ist hier ratsam, weil man sonst das Wild durch Geruch
und Geräusche oder beides vertreibt.
Die Drückjagd
Diese Jagdmethode kann unter gewissen Umständen sehr erfolgreich sein, aber nur, wenn die
Bogenjäger genau wissen, was sie dabei tun müssen. Laute Drückjagden, bei denen sich die
Jäger schnell bewegen, sind sehr ineffizient, da das Wild erschreckt losbricht und versucht,
die Gegend zu verlassen. Man kann hier praktisch nur auf fliehendes Wild schießen, was man
eigentlich strikt unterlassen sollte, da es nur zu Verwundungen des Wildes führt.
Eine ruhige Drückjagd kann hingegen sehr erfolgreich sein, wenn sie von einer kleinen Gruppe
von Bogenjägern durchgeführt wird. Am effizientesten ist eine Kombination aus Drückjagd
und Ansitzjagd, d.h. einige Jäger sitzen auf der Lauer, während andere das Wild zutreiben.
Die Treibtechnik ist dann produktiv, wenn sich nicht mehr als zwei Jäger möglichst
geräuschlos durch ein kleineres Gebiet bewegen. Das Wild reagiert in der Regel langsam und
vorsichtig auf Geräusche und Bewegungen, wobei sich ohne weiteres eine gute Gelegenheit
für einen Schuß ergeben kann. Alle Teilnehmer sollten vorher eine Sicherheitsbelehrung
erhalten. Geschossen wird nur, wenn die Schußbahn auch hinter dem Wild klar ein sehbar ist.
Jäger mit Camouflage sollten sich auf jeden Fall mit einem orangefarbenen Absperrband an Hut,
Arm oder sonst wo kenntlich machen, damit sie sich gegenseitig sehen, aber nicht das Wild
beunruhigen. Eine Drückjagd sollte nie durch landwirtschaftliches Nutzgebiet erfolgen.
Jagdmethoden für Kleinwild
Die Methoden für die Jagd auf Kleinwild unterscheiden sich kaum von den bereits beschriebenen
für Großwild. Man muß auch hier die Besonderheit des Jagdgebietes berücksichtigen, ebenso die
Lebensgewohnheiten, insbesondere die während der Jagdzeit im Vordergrund stehenden. Die
Jagdtechniken sind in etwa dieselben, die man mit einer Feuerwaffe anwendet. Wenn man z.B.
Eichhörnchen mit Pfeil und Bogen jagt, kann man sich in einem Gebiet, in dem sie häufig
vorkommen, unter einem Baum auf die Lauer legen und warten, bis sie aktiv werden.
Ebenso kann man aber auch auf die Pirsch gehen. Beliebt ist mitunter auch die Jagd vom
Tree-Stand, gewissermaßen als Vorbereitung für die Jagd auf Großwild. Leute, die nicht
wissen, wie genau und wirkungsvoll ein Bogen sein kann, sind oft überrascht, wenn Federwild
damit bejagt wird. Waldhühner, besonders die in den Rocky Mountains, können problemlos
damit erlegt werden, und sie schmecken auch noch vorzüglich. Auch Enten und Gänse sind
gut zu jagen, und man kann auch dieselben Arten von Unterständen oder auch Lockvögel
verwenden wie für die Jagd mit Feuerwaffen. Spechte, Murmeltiere, Erdhörnchen und a
nderes Kleingetier sind zu Übungszwecken bestens geeignet. Wenn man in der Lage ist,
Kleinwild aufzulauern und aufzuspüren, ist man für die Jagd auf Großwild bestens vorbereitet.
Die Truthahnjagd
Die gleichen Jagdmethoden, die für Feuerwaffen gelten, sind auch hier für Pfeil und Bogen
geeignet. Sehr effizient ist es, wenn man am Abend die Plätze ausmacht, an denen sich die
Herden zur Balz treffen, und sie dann am nächsten Morgen am gleichen Ort wieder anlockt.
Balzende Vögel sind am frühen Morgen mit Krähen- oder Eulenrufen gut auszumachen. Im
Abstand von ca. 100 Metern wiederholt man seine Rufe und kann so die antwortenden Vögel
lokalisieren.
Wenn man die Truthähne so ausgemacht hat, jagt man am besten zuzweit. Der Schütze lauert
ca. 30 bis 60 Meter vor dem Rufenden, je nach den Gegebenheiten. Wo es erlaubt ist, kann
auch ein Lockvogel zwischen die zwei Jäger positioniert werden. Der Rufer versucht, den
Truthahn so zu dirigieren, daß er am anderen Jäger vorbeiläuft in Richtung des erspähten
Lockvogels und ihm so Gelegenheit zum Schuß gibt. Diese Jagdstrategie ist besonders im
Frühjahr erfolgreich, wenn die männlichen Tiere (Gobblers) auf der Suche nach den Hennen
sind.
Totale Camouflage und absolut vorsichtiges Bewegen sind wesentliche Voraussetzung für den
Erfolg bei der Truthahnjagd. Besonders schwierig ist es, den Bogen so auszuziehen, daß der
Truthahn nichts merkt. Wo es erlaubt ist, sollte man deshalb Unterstände benutzen. Man
sollte den Truthahn passieren lassen und versuchen, ihm in den Rücken zu schießen.
Bogenfischen
Wer es noch nie versucht hat, kann sich nicht vorstellen, wie viel Freude und Vergnügen man mit
dieser Art der Bogenjagd haben kann. Alles, was man dazu benötigt, ist ein Fischpfeil mit einer
entsprechenden Spitze, eine Leine mit einem Zuggewicht bis 50 kg und eine Rolle, um die Leine
aufzunehmen. Man schießt möglicherweise so oft, daß man am Ende des Tages einen
regelrechten Muskelkater hat. Wie immer sollte man sich auch hier vorher nach der Rechtslage
der jeweiligen Region bezüglich des Bogenfischens erkundigen. In ganz Nordamerika gibt es
Flüsse, Seen, Buchten und Teiche mit Friedfischen wie Karpfen und deren Verwandte. Man
kann sich mit dem Boot auf die Suche machen oder mit dem Wagen am Ufer entlang fahren.
Hilfreich ist dabei eine Polarisationsbrille, die die Oberflächenspiegelung des Wassers herausfiltert
und es so erleichtert, die Fische ausfindig zu machen. Das Frühjahr ist üblicherweise die beste
Zeit, man sollte sich am besten auch hier erkundigen, wo die besten Möglichkeiten sind. Das
Hauptproblem für den Neuling beim Bogenfischen ist die Brechung der Lichtstrahlen durch das
Wasser. Sie bewirkt, daß man den Fisch im Wasser höher stehen sieht als er tatsächlich ist.
Man muß hier um einiges tiefer zielen, wenn man Erfolg haben will.
Die passende Pfeilspitze für jedes Wild.
Bei der Kleintierjagd ist es unter Umständen durchaus sinnvoll, andere Jagdspitzen als den
Broadhead zu verwenden. Größere Tiere wie Füchse, Kojoten, Murmeltiere und Erdschweine
kann man hingegen nur mit einem Broadhead weidgerecht erlegen. Auf der anderen Seite sind
Eichhörnchen, Vögel, Kaninchen und dergleichen gute Kandidaten für Pfeile mit Blunt- spitzen.
Wo es erlaubt ist, kann man aber trotzdem Broadheads verwenden.
Es hat in der Vergangenheit ausführliche Diskussionen und auch Untersuchungen gegeben über
die richtige Pfeilspitze für die Truthahnjagd, denn ein Truthahn ist nicht einfach zu erlegen.
Die Hauptschwierigkeit liegt im Auffinden des Truthahns, denn er hinterläßt keine Blutspur
und ist außerdem so gut getarnt, daß man ihn kaum sieht. Allgemein herrscht die Meinung vor,
daß es bis jetzt noch keine befriedigende Lösung gibt.
Die folgenden Hinweise könnten den Jagderfolg steigern. Wenn man einen Broadhead benutzt,
ist es auch bei der Verwendung eines Stoppers nützlich, noch zusätzlich einen so genannten
string tracker zu verwenden. Man kann den Vogel auch dann lokalisieren, wenn man durch
ihn hindurch geschossen hat, was manchmal vorkommt. Neueste Untersuchungen haben
ergeben, daß die Verwendung von Bluntspitzen bei Schüssen in den Kopf oder Nacken immer
zum Erfolg führt. Wenn man einen Truthahn an diesen Stellen mit einem Blunt trifft, ist er in
der Regel sofort tot. Wenn man ihn woanders trifft, ist er kaum verletzt und nicht verloren.
Schüsse auf den Kopf sind allerdings sehr schwierig, weil Truthähne ihren Kopf ruckartig bewegen.
Das Auflauern des Wildes
Warten Warten Warten Warten Warten
Anfänger in der Bogenjagd wundern sich oft, wie erfahrene Bogenjäger konstant erfolgreich sind.
Wenn es eine Eigenschaft gibt, die einen Novizen von einem Veteranen unterscheidet, dann ist
es die Geduld, oder die Fähigkeit des Veteranen, zu warten, zu warten und nochmals zu warten.
Es kommt also darauf an, das Warten zu erlernen und sich in Geduld zu üben. Auch sind alle
Bewegungen auf der Jagd langsam und mit Bedacht auszuführen, sei es auf dem Hochstand
oder im Unterstand, auf der Pirsch oder auf der Drückjagd. Wenn man sich diese Bewegungsart
nicht systematisch aneignet, bleibt der jagdliche Erfolg zwangsläufig aus.
Warten! Ausschau halten! Lauschen! Wind!
· Prüfe immer den Wind.
· Schau nach Zeichen - Bewegung von Ohr, Blume oder einem anderen Körperteil.
· Lausche - nach verschiedenen Lauten von Tieren und Vögeln.
· Laß Deine Augen durch das Buschwerk und Unterholz wandern - bewege Dich sehr langsam,
den Kopf etwas, den Körper kaum, die Füße überhaupt nicht auf dem Tree stand, bei der
Pirsch nur ganz langsam.
· Setz Dich nieder, wenn Du kannst - bewege Dich immer weniger, benutze die Bäume als
Deckung.
· Sei Dir über das "V" im Klaren, das der Wind mit Deinem Geruch davon trägt.
Warten! Vorausschauen!
· Versuche, wie das Wild zu denken, das Du bejagst.
· Plane schon im Voraus, bei welcher Position Du schießen wirst und bei welcher nicht.
· Mach ein Kratzgeräusch, verwende einen Köder, versuche, es zu überlisten.
· Sei immer bereit - im Kopf und mit dem Bogen.
· Warten! Innehalten! Wann schieße ich, wohin ziele ich, wann schieße ich nicht.
· Man sollte sich angewöhnen, völlig reaktionslos zu bleiben, wenn man das Wild plötzlich
erblickt.
· Laß es nah herankommen und schieß nicht. Laß es vorbeilaufen und schieß schräg von hinten.
· Die Position des Tieres - die Breitseite ist am besten bei Großwild wie Elch und Bär, während
sich der Schuß schräg von hinten am besten bei Rotwild und Antilopen bewährt.
· Überhaste nichts beim Schießen, egal, was passiert - laß das Tier gehen, wenn es sein muß.
· Bring das Wild zum Stehen mit einem Ruf, "burrrrpp", oder mit pfeifen, quietschen oder der
bloßen Stimme.
· Konzentriere Dich auf einen Punkt im tödlichen Bereich.
· Laß den Bogen das Werk verrichten.
· Zeige Respekt vor dem Wild, das Du bejagst - wenn Du den Pfeil nicht richtig plazieren kann,
weil sich das Wild bewegt, schieß nicht - bleib fair und warte auf eine bessere Gelegenheit -
auf eine hundertprozentige oder laß es bleiben.
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Warten! Spur! Fährte! Fährte! Fährte!
Nach dem Schuß - warten - ruhig sein - wenn das Tier in Sicht ist, nicht einmal den Bogen
senken.
Lauschen - Schauen - wo zuletzt gesehen und gehört - Kompaßkurs nehmen.
Warten - eine Stunde - überlege Dir, wie die Nachsuche zu laufen hat - bei einem Schuß in
die Eingeweide beträgt die Wartezeit mindestens 6 Stunden, egal, wie das Wetter ist.
Finde den Pfeil, wenn möglich - markiere den Schuß - markiere den Beginn der Schweißspur.
Folge ihr, als wärst Du auf der Pirsch - bewege Dich sehr langsam.
Warten - schauen - lauschen - halte Dich an die Richtlinien für die Nachsuche nach Großwild.

Das Bild oben stellt eine übliche Szene auf der Weißwedelhirschjagd während der
Bogenjagdsaison dar. Betrachte das Bild aufmerksam und überlege, was hier vor sich geht.
Notiere Dir wichtige Überlegungen zu jedem unten aufgeführten Punkt. Und denke an den
Titel dieser Übung: Abwarten!
· Der Bogenjäger bist Du!
· Eine Hirschkuh hat den Schwanz oben!
· Die andere hat den Schwanz unten!
· Was macht der Hirsch?
· Was geschieht, wenn Du Dich bewegst und versuchst, zu schießen?
· Was geschieht vermutlich, wenn Du wartest?
· Wie entscheidest Du Dich?
1. Der Bogenjäger bist Du!
Du bist auf der sichtbaren Seite des Baumes (Tree-Stand).
Du bist "gefangen mit gesenktem Bogen"
Du bist nicht bereit zu ziehen.
Du wartest auf eine Gelegenheit für einen guten, fairen Schuß.
Du verharrst bewegungslos - aber wie lange kannst Du so verbleiben?
Weiter ...............................................................................................................
2. Eine Kuh hat den Schwanz oben!
Sie ist durch irgendetwas aufmerksam gemacht worden.
Sie fühlt, daß etwas nicht in Ordnung ist, weiß aber nicht, was.
Sie wird Dich bemerken, wenn Du nur die leiseste Bewegung machst.
Sie wird Zeichen geben, abzuhauen.
Weiter ...............................................................................................................
3. Eine Kuh hat den Schwanz unten.
Sie ist aufmerksam geworden durch die andere Kuh.
Sie wird auch die leiseste Bewegung von Dir wahrnehmen.
Sie wird auch Zeichen geben, abzuhauen.
Weiter ...............................................................................................................
4. Der Hirsch:
Ist in Deine Richtung gedreht.
Um eine gute Schußposition zu bieten, muß er über den Baumstamm zu Deiner Linken steigen.
Im Augenblick schenkt er den Kühen keine Beachtung.
Was wird geschehen, wenn Du Dich bewegst und versuchst zu schießen?
Was könnte geschehen, wenn Du wartest?
Weiter ...............................................................................................................
5. Wie entscheidest du dich?
Weiter ...............................................................................................................

Du befindest Dich innerhalb der Nadelbäume auf der linken Seite des Bildes. Das Bild stellt
eine typische Szene im Wapitigebiet während der Bogenjagdsaison dar. Sieh Dir das Bild für
eine Minute genau an und überlege Dir die folgenden Aussagen. Notiere Dir wichtige Dinge
zu jedem Punkt und versuche, die Situation insgesamt zu beurteilen. Und bedenke: der
Bogenjäger bist Du!
· Der Bogenjäger bist Du!
· Was macht die nächste Kuh?
· Was geschieht, wenn Du Dich bewegst?
· Was kann geschehen, wenn Du wartest?
· Was macht das dir nächste Kalb?
· Was macht das andere Kalb?
· Was macht das nächste Bulle?
· Wie entscheidest Du Dich?
1. Der Bogenjäger bist Du!
Du hast Dich über den Kamm und das Unterholz herangepirscht.
Du hast beim Weitergehen keine Deckung mehr, der Wind steht günstig.
Du bist viel zu weit weg für einen fairen Schuß, sowohl für die Bullen als auch für die Kuh
(mehr als 35 Meter).
Hast Du irgend eine andere Möglichkeit?
Weiter ........................................................................................
2. Die nächste Kuh
Sie fühlt Deine Gegenwart.
Sie ist nicht richtig in Hitze, denn dann wäre der Bulle näher.
Weiter .........................................................................................
3. Was geschieht, wenn Du Dich bewegst?
Wenn Du Dich deutlich bewegst, rennt sie weg und verscheucht die Herde.
Weiter .........................................................................................
4. Was kann geschehen, wenn Du wartest?
Weiter .........................................................................................
5. Das nächste Kalb!
Ist auch aufmerksam geworden, kennt aber Deine Position nicht.
Weiter .........................................................................................
6. Das andere Kalb!
Das andere Kalb schöpft offensichtlich noch keinen Verdacht.
Weiter .........................................................................................
7. Der nächste Bulle (der rechte auf dem Bild).
Ist vielleicht abgelenkt, jedenfalls schaut er nicht in deine Richtung. Weiter .........................................................................................
8. Wie entscheidest Du Dich?
Weiter .........................................................................................
Bogenjagd das ganze Jahr.
Sieh Dir das abgebildete Kreisdiagramm genau an. Du wirst bemerken, daß es enorme
Möglichkeiten für die Jagd gibt, nicht nur in allen vier Jahreszeiten, sondern auch auf viele
Arten von Wild und Vögeln. Für den Enthusiasten ist es ein Sport für das ganze Jahr. Vor
der Jagd sollte man allerdings jedes Mal die lokalen Gegebenheiten und die Jagdbestimmungen
erkunden.
Entsprechende Verantwortung zu zeigen sollte selbstverständlich sein.
zurück zum Anfang Zurück Anfang Education
Der Schuß aufs Wild und die Nachsuche.
Was es heißt, einen verantwortungsvollen Schuß anzubringen, wurde in Lektion 4
(Wann schießt man, wohin zielt man) ausführlich behandelt. Es ist für die Zukunft unseres Sports
ebenfalls von größter Wichtigkeit, nach einem verantwortungsvollen Schuß mit einem guten Treffer
als Resultat, die Nachsuche durchzuführen und das Wild zu bergen.
Eine erfolgreiche Nachsuche und ein Bergen des geschossenen Wildes beruht auf einem Wissen von
grundlegenden Fakten und einer entsprechenden Praxis, die man erlangt, wenn man sich selbst auf die
Suche macht und wenn man im praktischen Teil des IBEP den - Nachsuchen Lehrgang in freier Natur
absolviert. Aber es gibt noch einen anderen Faktor, der Bestandteil der Verantwortlichkeit eines
Bogenjägers ist. Die Hingabe an unseren Sport sollte so groß sein, daß wir bei jedem Tier, das wir
treffen, eine gründliche Nachsuche machen, auch wenn diese nicht nur Stunden, sondern Tage dauert
und zudem noch sehr mühsam ist. Nur wenn das Tier gefunden ist oder ein sicherer Beweis vorliegt,
daß das Tier nicht tödlich getroffen ist und sich wieder erholt, ist die Suche beendet. Personen, denen
dies zu aufwendig ist, tun uns allen einen großen Gefallen, wenn sie sich mit einer anderen Sportart
die Zeit vertreiben.
Wenn man die folgenden Ratschläge für die Nachsuche befolgt und den NBEF Big Garne Recovery
Guide genau gelesen hat, sollte man in der Lage sein, das Wild unter normalen Umständen zu finden
. Es ist durchaus nochmals erwähnenswert, daß ein Training mit erfahrenen Bogenjägern nicht zu
verachten ist. Es geht dabei nicht nur um die Verfolgung von "Hollywood"- Blutspuren,
(eine realistische Blutimitation -auch Hollywood- Blut genannt - besteht aus 4 Unzen Glycerin,
1 Unze roter Lebensmittelfarbe und 1-2 Unzen Wasser gut durchgemischt. Mageninhalte kann
man mit grün gefärbten Baumwollballen, die man zerrupft, imitieren). Nicht jede Fährte besteht
aus einer deutlich sichtbaren Schweißspur.
In diesem Fall ist es genauso wichtig, auch die anderen Zeichen einer Fährte zu erkennen, wenn
man das Wild finden will.
Nach dem Schuß.
Bewege Dich nicht. Verharre absolut ruhig. Tiere fliehen oft eine kurze Distanz und blicken dann
zurück, um zu sehen, was sie erschreckt oder belästigt hat. Du solltest nicht einmal Deinen Bogen
absetzen, bevor Du Dir nicht sicher bist, daß alles "klar" ist. Schau genau hin und lausche, wenn
das Tier wegrennt. Das Ausmachen von Orientierungspunkten für die Stelle, an der man das Wild
zuletzt gesehen oder gehört hat, und das Festhalten der Hauptrichtung sind sehr wichtig. Wenn
alles "klar" ist und man sich wieder bewegen kann, sollte man die erwähnten Punkte noch mit dem
Kompaß ausmachen und den Kurs notieren. Man sollte auch noch aufmerksam lauschen, wenn das
Wild schon außer Sichtweite ist. Tiere machen oft eine Menge Geräusche, wenn sie in Panik davon
rennen. Bei einem guten Treffer mit einem scharfen Broadhead kann man oft sehen oder hören,
wenn das Wild bewußtlos zusammenbricht. Auch sollte man sorgfältig mit dem Fernglas die Gegend
absuchen, insbesondere die Stelle, an der man das Tier zuletzt gesehen oder gehört hat und allgemein
die Richtung des Fluchtweges. Oft sieht man das Tier näher stehen oder liegen, als man denkt.
Bevor man an die Nachsuche geht, sollte man innerlich ruhig werden und sich noch einmal die
wichtigsten Dinge durch den Kopf gehen lassen, bevor man ans Werk geht. Wenn man von seiner
Position aus das Tier sehen kann, und es ist regungslos und aller Wahrscheinlichkeit nach tot, kann
man sich sofort auf den Weg machen. Ansonsten beträgt die Wartezeit mindestens eine Stunde, wenn
man vermutlich den Magen oder die Eingeweide getroffen hat, sollte man mindestens sechs Stunden
ruhig warten, bevor man mit der Nachsuche beginnt.
Bei einem Bogen moderner Bauart ist es oft schwierig, den Pfeilflug zu verfolgen und die Stelle
auszumachen, an der man das Wild getroffen hat. Deswegen kann man sich auch nie ganz sicher sein,
ob der Schuß tödlich war oder nicht. Es macht sich immer bezahlt, wenn man annimmt, daß der Schuß
doch schlechter war als man vermutet, denn so läuft man nicht Gefahr, das Wild durch einen eigenen
Fehler zu verlieren. Ein Wild, das schwer getroffen wurde, aber nicht innerhalb der nächsten 10 bis
30 Sekunden verendet, liegt oft nicht weiter als 100 Meter entfernt. Wenn man sich ihm zu früh
nähert, rennt es nochmals davon und wird in vielen Fällen nicht mehr gefunden.
Auch wenn ein tödlich getroffenes Tier innerhalb von 10 bis 30 Sekunden verendet, kann es noch
eine ziemlich weite Strecke laufen. Man sollte keinesfalls davon ausgehen, daß ein tödlich getroffenes
Tier innerhalb der Sicht- oder Hörweite verendet. Ein Hirsch kann mit einer tödlichen Wunde in
10 bis 15 Sekunden noch 100 bis 150 Meter davonrennen, egal, wie schroff und uneben das
Gelände ist. Eine etwas aufwendigere Nachsuche ist deswegen in den meisten Fällen notwendig.
Auf der Suche.
Nach einer angemessenen Wartezeit begibt man sich zur Stelle, an der das Wild getroffen wurde.
Man sollte hierbei vorsichtig nach Schweißspuren suchen und dabei acht geben, daß man andere
Spuren wie Haare, Federn, die Fährte oder den eigenen Pfeil niedertrampelt. Anschließend geht man
ans Markieren der Abschußstelle. Gut geeignet dafür ist Absperrband oder etwas Ähnliches
(anschließend sind diese Markierungen selbstverständlich wieder zu entfernen). Wenn es schon
sehr dämmerig ist, kann man auch Reflektorbänder benutzen, die man mit der Taschenlampe gut sieht.
Die Markierungen sollte man so weit oben wie möglich plazieren, damit man sie aus der Feme gut
erkennen kann. Auch den Baum des Tree Stands kann man kennzeichnen. Manche Bogenjäger
bringen hier eine Extramarkierung an, damit sie wissen, daß hier der Ausgangspunkt ist.
Wenn man den Pfeil nicht findet, sollte man nicht gleich annehmen, daß man daneben geschossen hat.
Man sollte im Gegenteil solange von einem Treffer ausgehen, bis das Gegenteil offensichtlich ist.
Der Pfeil kann möglicherweise noch im Tier stecken oder ist so unter der Grasnarbe oder einem
anderen Untergrund "verschwunden", daß ihn auch eine aufwendige Suche nicht zu Tage bringt.
Anschließend bewegt man sich langsam in die Richtung, in der das Wild verschwunden ist. Die
Suche nach allen möglichen Zeichen beginnt. Interessant sind sehr kleine Tropfen Blut am Boden,
an Büschen, auf Steinen und Zweigen und auf der Unterseite von Blättern.
Blut auf beiden Seiten der Fährte bedeutet eine volle Penetration. Eine schwache Schweißspur kann
entweder bedeuten, daß der Pfeil etwas höher im Tier noch steckt, oder daß das Austrittsloch verstopft
ist durch Haut, Haare oder Organe. Jede Stelle einer sichtbaren Fährte sollte markiert werden. Eine
Nachsuche allein sollte man nach Möglichkeit vermeiden; eine gemeinschaftliche Suche mit einem oder
zwei anderen Jägern ist wesentliche besser. Der Schütze ist meist sehr aufgeregt und bleibt besser an
der letzten Spur stehen, während die anderen nach Spuren suchen und nach dem Wild Ausschau halten.
Man kann bei der Fährte manchmal die Richtung bestimmen, denn das Blut spritzt in die Richtung, in
die das Tier rennt. Rotes Blut bedeutet eine Blutung aus einer Arterie, dunkles Blut aus einer Vene.
Schaumiges, mit Blasen durchsetztes Blut weist auf einen Lungenschuß hin. Eine grünliche Substanz
mit Talg, klarer Flüssigkeit und sehr wenig Blut bedeutet entweder einen Treffer in die Eingeweide
oder aber - abhängig vom Schußwinkel - der Pfeil traf vorher andere Organe, bevor er durch den
Bereich der Eingeweide drang.
Tödlich verwundetes Wild bewegt sich oft bergab in Richtung einer Wasserquelle (aber nicht immer).
Ein verwundeter Weißwedelhirsch hebt selten den Schwanz und rennt meistens mit dem Schwanz nach
unten davon.
Wenn man die Fährte verloren hat.
Wenn man jedwede Spur verloren hat, geht man zurück zur letzten Stelle der Fährte. Es bleibt nichts
anderes übrig, als auf Händen und Knien die ganze Umgebung Abschnitt für Abschnitt sehr genau
abzusuchen. Man sollte alles absuchen, auch andere Fährten und Wildwechsel, die in der Nähe sind.
Wenn man auch im weiteren Umkreis nichts gefunden hat, sollte man alle möglichen Wege überprüfen,
die das Wild gegangen sein könnte und auch die Plätze absuchen, in denen sich das Wild vermutlich
versteckt bzw. sein Wundbett sucht. Wichtig dabei ist auch das Verhalten anderer Tiere, die in der
Nähe sind. Das Schreien der Krähen, das Bellen von Eichhörnchen oder Hunden oder das Kreisen
von Raben kann ein Hinweis auf die Gegenwart des Wildes sein.
Wenn die Suche erfolglos war, bleibt nichts anderes übrig, als nochmals bei der Abschußstelle von
neuem zu beginnen. Das Wichtigste ist, daß man nicht einfach aufgibt. Die Suche sollte solange
fortgeführt werden, bis irgendein Resultat erreicht ist.
Besondere Situationen bei der Nachsuche.
Eine Nachsuche bei Nacht sollte keinen Anlaß zu Furcht und Sorge geben. Wenn man eine Gaslaterne
benutzt, scheint aufgrund des phosphoreszierenden Inhalts der Schweiß des Wildes zu glühen. So
manche Spur ist so bei Nacht leichter zu finden als beim Tag. (Geeignet sind alle fluoreszierenden
Lichtquellen). Nachts ist es außerordentlich wichtig, mit dem Kompaß laufend den Kurs zu überprüfen
und auch festzuhalten. Man kann daraus auch die Richtung ermitteln, die das Tier genommen hat.
Plötzlich eintretender Regen- oder Schneefall erfordern ein sofortiges Beginnen mit der Nachsuche, es
sei denn, ein Bauchschuß ist zu vermuten. Andernfalls läuft man Gefahr, daß alle Spuren bedeckt oder
abgewaschen sind. Ein Verlust des Wildes ist dann sehr wahrscheinlich. Extreme Hitze ist in einigen
Regionen vor allem während der Bogenjagdsaison ein großes Problem. Auch hier ist die Nachsuche
möglichst rasch aufzunehmen, um ein Verderben des Fleisches zu vermeiden. Räuber sind ebenfalls
in manchen Gegenden ein Problem. Bären, Coyoten oder auch wilde Hunde können in wenigen Minuten
einen Tierkörper zerstören. Wenn das Tier nicht bis zum Einbruch der Nacht gefunden ist, stehen die
Chancen schlecht, denn dann beginnt die Zeit, in der diese Räuber aktiv werden und auf Nahrungssuche
gehen. Wenn man den Körper über Nacht zurücklassen muß, sollte man ein Kleidungsstück anbringen
in der Hoffnung, daß der menschliche Geruch abschreckend wirkt. Nach Möglichkeit sollte man das
Wild in einen Baum hängen. Auf jeden Fall sollte man den Körper in einer größeren Entfernung von
der Aufbruchstelle lagern. Treffer in den Läufen. Ein Treffer in den Läufen kann das Wild
niederbringen, aber die Nachsuche muß sofort begonnen werden, um die Wunde offen und am Bluten
zu halten. Vorsicht beim Annähern an das erlegte Wild.
Es gibt keine größere Freude, als nach einem guten Schuß und einer erfolgreichen Nachsuche endlich
das Wild vor sich liegen zu sehen. Aber diese Freude sollte man schnellstens unter Kontrolle bringen
im Interesse der Sicherheit der Begleiter und auch der eigenen. Ein Tier kann absolut ruhig daliegen
und plötzlich sehr lebendig werden. Schon mancher Jäger wurde ernsthaft oder sogar schwer verletzt,
weil er sich allzu sorglos dem Wild näherte.
Nachdem das Wild ausgemacht ist, sollte man durch Beobachtung der Rippen und des Brustkorbes
feststellen, ob das Tier noch atmet. Dies geschieht am besten mit dem Fernglas aus sicherer
Entfernung. Wenn das Wild noch lebt, sollte man still und langsam in Position gehen und einen
Fangschuß ins Herz anbringen wie in Lektion 4 beschrieben. Wenn keine Atmung mehr festzustellen
ist, begibt man sich am besten auf die Seite des Tieres, auf der sich weder Hufe noch Klauen befinden,
und traktiert die Flanken mit einem langen Stock oder dem Bogenarm. Wenn das Wild kein
Lebenszeichen von sich gibt, begutachtet man von schräg hinten die Augen. Wenn sie offen sind und
"der Blick glasig und starr, ist das Tier tot.
Wenn sie schielen oder geschlossen sind, ist höchste Vorsicht geboten, denn das Tier ist
möglicherweise noch am Leben. Auch hier ist ein Fangschuß aus sicherer Entfernung angebracht.
Unter keinen Umständen sollte man mit dem Ausnehmen oder Fotografieren beginnen, bevor man
nicht eine Überprüfung, wie oben beschrieben, durchgeführt hat. Ein verletztes Haustier ist mitunter
schon sehr gefährlich, aber es ist kein Vergleich zu einem wilden Tier.
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Die Umwandlung eines erlegten Wildes in ein exzellentes Nahrungsmittel für den Jäger und seine
Familie beginnt im Augenblick der Feststellung des Todes. Der beste Koch kann aus verdorbenem
Fleisch kein Essen mehr zubereiten, aber jeder Unerfahrene ist in der Lage, aus einem guten Stück
Fleisch ein gutes Mahl zu kochen. Wer keine Erfahrung mit der Zubereitung von Wild hat, findet am
Schluß des Kapitels einige Hinweise. Jedes Wild kann zu Wildbret verarbeitet werden, nicht nur
Hirsch, Elch, Wapiti, Bär, Antilope, sondern auch so manch anderes.
Aufbrechen Schritt für Schritt.
Die Vorgehensweise ist auf den nächsten Seiten Schritt für Schritt im Bild dargestellt. Wenn man
sich an dieses Schema hält, sollte man keine größeren Probleme bekommen, auch wenn man sich zum
ersten Mal auf diesem Gebiet versucht. Als Ergänzung zu den Bildern sind im Folgenden noch ein
paar Ratschläge aufgeführt, die zur Vermeidung von Fehlern beitragen sollten.
· Es ist nicht notwendig, einem Tier die Kehle durchzuschneiden. Es ist vergeudete Zeit, da das
Tier bereits durch die Pfeilwunde verblutet ist.
· Rotwild hat Drüsen an den Hinterlaufen; es gibt Jäger, die diese Drüsen entfernen, weil sie so
eine Beeinträchtigung der Fleischqualität befürchten. Der Sache nach richtet man mehr Schaden
als Nutzen an, wenn man an diesen Drüsen herumschnitzt, die besser nicht mit den Händen oder
einem Messer berührt werden sollten.
· In Lektion 3 wurden die Ausrüstungsgegenstände aufgeführt, die für das Aufbrechen wichtig
sind. Hier kommen sie jetzt zum Einsatz. Im Wagen hat man noch andere wichtige Dinge wie
einen Wildsack (oder mehrere für z.B. einen Elch), mehrere Ein-Liter-Flaschen mit einer
Essiglösung (zwei Eßlöffel Essig auf einen Liter Wasser). Das Essigwasser spritzt man in die
Bauchhöhle und wäscht sie so aus. Die leichte Säure des Essigs verflüssigt das Blut und
erleichtert so das Säubern.
· Die Vorderläufe sollte man mit einem Seil nach vorn binden. Man tut sich so leichter bei der Arbeit.
· Mit dem Messer, einer Axt oder einer Knochensäge trennt man den Brustkorb auf, um die Luftröhre
zu entfernen. Es ist wichtig, so viel wie möglich von ihr zu entfernen, da sie als erstes verdirbt und
das Fleisch als Folge ebenfalls in Mitleidenschaft zieht.
· Es empfiehlt sich, das Stück aufzurichten oder aufzuhängen, weil das Ausnehmen und Trocknen
so leichter von der Hand geht.
· Jacke, Hemd und Pullover zieht man am besten aus, weil eine Verschmutzung meist unvermeidlich
ist. Am besten ist allerdings eine Regenjacke mit verstellbarer Ärmelweite als Überzieher.
· Es sollte sichergestellt sein, daß zerstörtes Gewebe (vor allem im Bereich der Einschußstelle)
und Blutergüsse komplett entfernt sind, da es ebenfalls sehr schnell verdirbt und das umgebende
Fleisch ebenfalls unbrauchbar macht.
· Das Herz und die Leber der meisten Tiere sind eine Delikatesse. Wenn man es nicht kennt,
sollte man es versuchen. Die Leber mancher Tiere ist möglicherweise nicht geeignet. Am besten
fragt man einen Biologen aus der Gegend um Rat. Wenn man das Herz aufheben will, sollte man
es auf jeden Fall öffnen, gründlich säubern und trocken reiben.
· Das Aufbrechen ist nicht ungefährlich. Deswegen sollte man sorgfältig und vorsichtig arbeiten.
Man hat als Werkzeug ein sehr scharfes Messer. Auch an gesplitterten Knochen kann man sich
ordentlich verletzen.
· Man sollte auch auf seinen Broadhead oder die Schneiden seiner Pfeilspitze achten. Es ist auch
nicht ausgeschlossen, daß die Pfeilspitze eines anderen Jägers noch im Wild steckt. Es sind schon
eingewachsene Pfeilspitzen in kerngesunden Tieren gefunden worden. Wenn man allzu sorglos
agiert, kann eine solchen Spitze zu einer ernsthaften Verletzung führen.
· Man sollte nicht vergessen, seine Beute zu kennzeichnen, wie es das Gesetz erfordert. Die
Bestimmungen hierzu sind nicht einheitlich, weswegen man sich auf jeden Fall in einem neuen
Jagdgebiet genau erkundigen sollte. Das Etikett sollte am besten mit einem stabilen Draht
befestigt werden, damit es beim Transport nicht abhanden kommt.
· Die Bauchhöhle sollte offen gehalten werden, damit der Körper auskühlt. Am besten spreizt man
sie mit einem Stock auf.
· Die Geschlechtsmerkmale sollten sichergestellt werden, wenn dies erforderlich ist.
Field-Dressing Schritt für Schritt:


Der Transport des Wildes zum Camp oder Wagen.
Es ist immer gut, wenn man zum Transportieren des Wildes oder seiner Teile einen Helfer hat,
denn es ist eine anstrengende Tätigkeit, die auch einem jungen Jäger in guter körperlicher
Verfassung zu schaffen macht. Man sollte sich dabei keinesfalls übernehmen und so oft pausieren
wie nötig. Viele Veteranen entbeinen das Wild, um sich die Arbeit zu erleichtern.
Wenn Insekten zum Problem werden, sollte man sich nach dem Aufbrechen mit dem Verstauen in die
Transportsäcke beeilen. Fliegen und andere Insekten können das Fleisch innerhalb kurzer Zeit
ruinieren, wenn man keine Vorsorge trifft.
Wie schleift man ein Tier, das man schon eingepackt hat, zum Wagen, ohne die Hülle zu zerreißen
und den Schutz zu ruinieren? Ganz einfach: man legt das verpackte Wild auf eine kräftige
gewebeverstärkte Plastikplane o.a. Wegen der guten Gleitfähigkeit kommt man so problemlos
über die meisten Hindernisse hinweg. Das Tier sollte gut auf der Plane, die zu einem Sack geformt
ist, festgebunden sein, bevor man loslegt. Auf Schneeboden lassen sich so auch größere Tiere
problemlos transportieren.
Es können auch Umstände gegeben sein (Gelände, Wetter oder andere Faktoren), die einen
normalen Wildtransport unmöglich machen. In solchen Fallen ist das Ausbeinen des Wildes ein
gangbarer Weg, denn so kann man ca. 60 bis 75% des Gewichtes einsparen. Möglicherweise ist
diese Methode in einigen Gebieten nicht erlaubt, weswegen man sich auch hier besser vorher erkundigt.
Der Transport nach Hause.
Wenn man es nicht schon vorher gemacht hat, sollte man spätestens beim Erreichen des Camps oder
des Fahrzeugs das Fleisch mit Essigwasser säubern. Man kann dazu Papiertücher oder ähnliches
verwenden. Wenn man im Lager ist, sollte man das Wild im Schatten lagern außerhalb der Reichweite
von Räubern wie Bären, Coyoten etc. An warmen Tagen kann man einen Schlafsack zur Isolierung
benutzen.
Auf dem Transport nach Hause sollte man das Tier im Transportsack verstaut haben und unansehnliche
Präsentationen auf dem Wagendach oder im Anhänger vermeiden. Man sollte sich an dieser Stelle
nochmals an die Ausführungen zu diesem Thema in Lektion 2 erinnern, vor allem hinsichtlich des
negativen Einflusses auf die Nichtjäger in der Bevölkerung.
Wenn man allein ist beim Aufladen des Wildes, kann man es an einem Ast höher hängen als das
Wagendach. Die Plastikplane, die man zum Transport als Schlitten verwendet hat, leistet auch hie
r gute Dienste beim sanften Herablassen auf das Wagendach. Kräftiges Pfeffern des Wildkörpers
unterstützt die Insektenabwehr. Besonderes Augenmerk sollte man auf die Augen, das Maul und
die Nase legen, vor allem, wenn der Kopf aus dem Transportsack herausschaut, weil das Tier zu groß ist.
Das Tier sollte am besten bei einer Temperatur von ca. 5 Grad Celsius gelagert werden. Es bekommt
dem Fleisch besser als die ständigen Temperaturwechsel zwischen Tag und Nacht im Camp. Das
Ablagern des Fleisches macht es zarter und hebt den Geschmack. Zur Dauer der Ablagerung gibt
es sehr unterschiedliche Meinungen, aber sieben bis zehn Tage sollten genügen. Auch eine Lagerung
von zwei Wochen bei konstanter Temperatur wird durchaus von manchen Jägern geschätzt.
Das Zerwirken des Wildes.
Wenn man selbst keine Erfahrung hat, sollte man sich die Grundtechniken von einem Fachmann
zeigen lassen. Vielleicht kennt man den Metzger am Ort oder man hat einen Freund, der sich damit
auskennt. Es gibt eine Reihe von Büchern und Zeitschriften zu diesem Thema. Man kann sich so
nicht nur anatomisches Wissen, sondern auch die entsprechenden Techniken aneignen, die für das
Zerwirken benötigt werden. Wenn man Illustrationen als Vorlage für seine Arbeit nimmt, sollte man
in der Lage sein, sich nach den Konturen der Muskeln und Gelenke zu richten. Wenn man sich nicht
sicher ist, sollte man seine Arbeit unterbrechen und sich in seiner Vorlage über das weitere
Vorgehen versichern.
Wildbret ist nicht leicht zu bekommen und auch zu schade, um durch eine schlampige Arbeit ruiniert
zu werden. Wichtig: Alles lose Fett ist zu entfernen, weil es das Fleisch ruiniert. Um beim Lagern
Gefrierbrand zu vermeiden, sollte man entsprechende und geeignete Verpackungen
(spezielle Gefrierbeutel etc.) verwenden. Papier, wie es der Metzger verwendet, ist hier gänzlich
ungeeignet.
Zerlegen und Lagern.
· Wenn man das Tier zu Hause hat, aus dem Fell geschlagen und aufgehängt, muß es portionsweise
zerlegt werden.
· Wenn man sich entschieden hat, es selbst zu versuchen, sollte man sich genau an seine Vorlagen
halten. Am besten ist es, wenn man einen Helfer hat, der weiß, wie es geht.
· Das Tier wird an den Hinterlaufen aufgehängt und am Rückgrat entlang in der Mitte mit einer
Säge durchgetrennt.
· Anschließend legt man eine Hälfte mit der Innenseite nach oben auf den Tisch und befolgt seine
Arbeitsanweisung.
· Die meisten Schnitte, aber nicht alle, werden an den Gelenken gemacht. · Teile, die mit Blut vol
l gesogen sind, legt man am besten für einen Tag in eine leicht konzentrierte Salzlake.
· Immer daran denken: das Fett ist sofort zu entfernen. Es wird sehr schnell ranzig und verdirbt so
das Fleisch oder zumindest den Geschmack.
· Leber und Herz sollte man nicht wegwerfen. Auch Zunge und Nieren sind für Feinschmecker
eine Köstlichkeit.
· Es gibt verschiedene brauchbare Verpackungen für das Einfrieren, die alle brauchbar sind und
ihren Zweck erfüllen. Papier jeder Art ist dafür ungeeignet.
· Wenn es sehr kalt ist, kann man das Wild im Freien
aufhängen und anschließend mit der Bandsäge
halbieren.
· Gewichtsbestimmung des Wildes. Lebendgewicht, Schlachtgewicht, Fleischgewicht? Das
New York State Department of Environmental Conservation hat ein Pamphlet veröffentlicht
(Proper Care of Your Deer ), dem zu entnehmen ist, wie man das jeweilige Gewicht berechnet.
Eines der drei muß bekannt sein, um die anderen ausrechnen zu können.
· Es gibt Leute, die auf die alte Methode schwören:
Schlachtgewicht dividiert durch 0,8 ergibt das
Lebendgewicht. Ein Test ergibt, daß man mit dieser Methode ziemlich genau ist.
Ein Hirsch mit einem Schlachtgewicht von 120 Pfund hat ein Lebendgewicht von
153 Pfund.
· Die meisten Jäger hängen ihr Wild zum Abhängen mit dem Kopf nach oben auf, damit das Blut
aus dem Brustraum abläuft. Nach der alten Methode hängt man es auf mit dem Kopf nach unten.
Der Metzger macht es mit seinem Fleisch ebenso.
· Viele Bogenjäger beinen ihr Wild aus und verarbeiten die einzelnen Teile so,daß sie sich zum
Kurzbraten (Steaks etc.) oder zum Schmoren eignen.
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Die folgenden Rezepte sind nicht geeignet, Fehler bei der Fleischbehandlung zu korrigieren.
Eine ordentliche Fleischbehandlung macht sich hier bezahlt. Leber und Herz werden üblicherweise
zuerst gegessen.
Hirschburger:
2 Pfund gehacktes Wildbret.
4 Scheiben frisches Brot fein gewürfelt.
1/4 Pfund gehackter grüner Schweinespeck oder Rinderfett.
Gewürze nach Geschmack.
1 gehackte Zwiebel.
Alle Zutaten gründlich mischen. Gewürze hinzugeben. Zu Frikadellen formen und frittieren oder
braten wie einen Hamburger.
Gebackene Leber:
Am besten schneidet man die gefrorene Leber mit einem elektrischen Messer in dünne Scheiben.
Kurz anbraten und nur einmal wenden. Sie wird sonst hart.
Herz:
In schwach gesalzenem Wasser kochen; abkühlen lassen und in Scheiben schneiden für belegte Brote
. Auch vor dem Einfrieren sollte man es kochen. Merke: Beim Einfrieren: Die Leber stets roh, das
Herz stets gekocht.
Geschmortes Wildbret:
3 Pfund Wildbret, Schale oder Rücken.
2 Eßlöffel Senf oder Meerrettich.
1 Tasse passierte Tomaten.
Salz und Pfeffer.
1 Teelöffel Selleriesalz.
Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen und in Mehl wenden; in einer schweren Pfanne oder einem Topf
von allen Seiten scharf anbraten; Selleriesalz, Senf oder Meerrettich und die Tomaten hinzufügen;
Zugedeckt im Ofen ca 3 Stunden sanft schmoren, bis es weich ist.
Kotelett von Wildbret:
Zuerst in einer Kasserolle 1/4 Tasse Margarine erhitzen und eine gehackte Knoblauchzehe darin
Farbe nehmen lassen; die Koteletts hinzufügen und ebenfalls braun werden lassen; folgende Zutaten
hinzufügen:
1 Dose Tomaten
3 mittelgroße Karotten in Scheiben
1/2 Teelöffel Salz
1 Dose Waldpilze
1/4 Teelöffel gehackte Petersilie
1 Stück grüner Pfeffer, gehackt
1/4 Teelöffel Oregano
Bei bedeckter Kasserolle 1/2 Stunde schmoren lassen, bis die Koteletts weich sind. Wenn notwendig,
Wasser hinzufügen. Dieses Gericht kann man auch im Dampftopf zubereiten. Die Garzeit beträgt
hier 15 Minuten.
Stew:
Ein berühmtes Rezept hierzu stammt von Mrs. L. P. Williams aus Turin, New York.
Es lautet wie folgt:
2 Pfund Wildbret ohne Sehnen und Haut in kleinere Stücke schneiden; Speckfett auslassen und das
Fleisch in der Pfanne anbraten; Salzen und Pfeffern; 1 Messerspitze gemahlene Nelken,
1 fein gehackte Zwiebel, eine halbe Tasse Ketchup, 1 Teelöffel Essig und
eine Tasse Rotwein hinzufugen; Sanft schmoren, bis das Fleisch weich ist.
Anmerkung; man kann das Wildbret auch mit Schweine- oder Rindfleisch mischen.
Würste:
5 Pfund Wildbret
3 Teelöffel Pfeffer
5 Pfund Schweinefleisch
1 Prise Beifuß
Das Fleisch und die Gewürze gründlich vermengen und durchkneten. Eingefrorene Würste
sollten innerhalb von drei Monaten verbraucht werden.
Weitere Rezepte zum Thema "Wurst" sind erhältlich bei "Venison", Department of
Natural Resources, Fernow Cornell University, Ithaca, NY 14850
Mariniertes Wildbret:
Man kann Wildbret vor der Zubereitung auch marinieren. Wir bevorzugen diese Methode
beim Herz. Ein sehr gutes Rezept stammt von Anne Hunter aus Fairfield, Connecticut:
4 Teelöffel Olivenöl.
Etwas frisch gemahlener Pfeffer.
Saft von 1-2 Limetten.
2 Teelöffel Curry.
Orangensaft und 1 Glas Rotwein.
2 Teelöffel Ingwer.
1 Teelöffel Salz.
2 Teelöffel geriebene Zwiebel.
Das in kleinere Stücke geschnittene Fleisch 2 Stunden in der Marinade belassen
Hackbraten:
1 1/2 Pfund gehacktes Wildbret
1/2. Teelöffel Zwiebelpulver
1/2 Pfund Schweinswürste
1 Teelöffel Salz
3 Eier
1/2 Teelöffel Pfeffer
1 Tasse eingeweichte Semmelbrösel
1/2 Teelöffel Knoblauchpulver
1 Teelöffel Beifuß
1 Tasse Milch
Alle Zutaten gründlich mischen und durchkneten. Zu einem Laib formen und in einem Bräter
oder einer Form bei 180 Grad mindestens 1 Stunde backen. Er kann so serviert werden oder mit
einer Pilzsoße, die die letzten 5 Minuten mitgebacken wird.
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Sicherheit:
· Wenn man den Ruf eines Tieres imitiert oder wenn man an einer Drückjagd teilnimmt, sollte
sichergestellt sein, daß man von den anderen Jägern für das gehalten wird, was man ist. Da die
meisten Tiere nur schwarz - weiß sehen, kann man sich problemlos mit einem Band aus einer
auffälligen oder fluoreszierenden Farbe entsprechend
markieren.
· Wenn man aus einem Schützenloch schießt, sollte man darauf achten, daß der untere Wurfarm
frei ist.
· Wenn man von einem Tree stand oder einer erhöhten Position aus jagt, sollte man das nie ohne
Sicherheitsgurt oder Sicherheitsleine tun, und für den Transport der Ausrüstung eine Schleppleine
benutzen. Die Plattform des Standes sollte waagerecht sein. Die Bäume sollten entsprechend
stark sein. Stationäre Stände sollten vermieden werden.
· Man sollte nie mit einem geneckten Pfeil herumlaufen, denn es ist sehr gefährlich. Erst wenn
man noch ein paar bedächtige Schritte macht, um in Schußposition zu kommen, ist es angebracht.
Benutze eine orangefarbene Kennung, wenn Du in voller Camouflage auf der Lauer nach einem
Truthahn liegst, besonders während der allgemeinen Jagdsaison.
· Wenn man auf der Nachsuche ist, sollte man immer wissen, wo man ist und seine Bewegungen
festhalten, damit man den Weg zurück wieder findet.
· Beim Aufbrechen sollte man besonders vorsichtig sein. Es können sich noch Pfeilspitzen oder
Teile davon im Wildkörper befinden. Außerdem hat man ein scharfes Messer als Werkzeug und
möglicher weise schlüpfrige Hände.
· Beim Abhäuten, Zerwirken und Zerlegen des Wildes ist ebenfalls ein vorsichtiges und
bedächtiges Arbeiten angebracht. Mit dem Messer kann man schnell abgleiten und dabei sich
und andere verletzen.
Kontrollfragen
1. Was sind die vier gebräuchlichsten Methoden der Bogenjagd?
2. Warum sollte man nie mit einem geneckten Pfeil herumlaufen?
3. Welche Lichtquelle ist am besten für die Nachsuche bei Nacht?
4. Wozu ist ein Kompaß gut, wenn Du ein Tier erlegt hast?
5. Warum solltest Du immer ein Seil benutzen, wenn Du vom Hochstand aus jagst?
6. Welche Materialien sind geeignet für die Markierung einer Schweißspur, der Du gerade
folgst?
7. Warum solltest Du nach dem Ausnehmen des Wildes so bald wie möglich die Bauchhöhle
auswaschen?
8. Warum ist es manchmal wichtig und notwendig, die Eingeweide vom Ort des Aufbruchs zu
entfernen?
9. Welche zwei Alternativen gibt es zu den Tree Stands, die man erklettern muß?
10. Welcher Gegenstand ist für die Sicherheit absolut notwendig, wenn man von einer erhöhten
Position aus jagt?
Was ist wenn...?
Leitfragen:
1. Wie kann man die Blutung einer Wunde stoppen?
2. Benenne drei bis vier Kleidungs- oder sonstige Gegenstände, die bei einem Notfall zu
gebrauchen sind.
3. Zähle vier bis fünf Dinge auf, die Du in jedem Fall auf der Jagd dabei haben solltest.
4. Nenne zwei Maßnahmen, die eine Hypothermie verhindern können.
5. Wie kommt es zum Aussterben gefährdeter Wildarten?
6. Benenne einige alternative Todesarten für das Wild, die ein Jagdgegner zur Auswahl hat.
7. Wie wäre es um die Zukunft der Bogenjagd bestellt, wenn es die NBEF und das International
Bowhunter Education Program nicht gäbe?
Bei jeder jagdlichen Unternehmung ist die Möglichkeit eines Unfalls nie auszuschließen. Laut Statistik
ist das Jagen allerdings weniger gefährlich als das Treppensteigen. Aus der Möglichkeit eines Unfalls
folgt im Prinzip nichts außer der Empfehlung, das alte Pfadfindermotto "Sei immer vorbereitet" zu
beherzigen. Wenn man sich bewußt ist, daß immer etwas passieren kann, ist man auch meistens in der
Lage, bei einem plötzlichen Mißgeschick richtig zu
reagieren.
Die beste Methode, sich auf die Eventualität eines Unfalls vorzubereiten, ist die Vorbeugung. Man
kann sehr viele Unfalle vermeiden, wenn man vorher alle möglichen Situationen durchdenkt, denen
man auf der Jagd begegnet, ebenso wie die eigenen Aktionen und die Bedingungen, die dabei gegeben
sein könnten. Eine erfolgreiche Vorbeugung erfordert allerdings einige Voraussetzungen:
· Eine positive und zuversichtliche Einstellung hinsichtlich der eigenen Vorbereitungen und der
Fähigkeit, mit Problemen umzugehen.
· Ein ausreichendes Erste Hilfe - Wissen, um verhindern zu können, daß aus kleinen Problemen
sehr ernsthafte werden.
· Ein ausreichendes Wissen und nach Möglichkeit eine entsprechende Erfahrung beim
Verhalten in freier Natur. Auch sollte man immer seine Notfall - Ausrüstung dabei haben.
Die folgenden Hinweise für Erste Hilfe und sonstige Notfälle beinhalten die entsprechenden
Ausrüstungsgegenstände, die man mit sich führen sollte; zeigen, wie man seine Kleidungsstücke für
verschiedene Zwecke einsetzen kann; wie man verschiedene Arten von Wunden und sonstige
Probleme behandelt, und wie man überlebt, wenn man sich, fern von zu Hause, vom Camp oder vom
Fahrzeug, verletzt oder verirrt hat. Diese Hinweise sollte man nicht nur einmal durchlesen. Am
besten sollte man sich diese Dinge vor jeder Jagdsaison vor Augen führen, damit man im Falle
eines Falles richtig handelt und sich nicht durch panische Aktionen ernsthaft gefährdet.
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Erste Hilfe.
Es gibt drei Arten von Unfällen, denen ein Bogenjäger gewachsen sein sollte.
Eine starke Blutung. Hier hilft nur ein direkter Druck. Dabei legt man
die Finger direkt auf oder in
die Wunde, um die Adern abzu drücken und so die Blutung zu stoppen. Bei größeren Wunden empfiehlt
es sich, ein kleines Polster aus seinem Unterhemd oder einem ähnlichen Kleidungsstück zu formen und
dieses fest auf die Wunde zu drücken, sei es mit der Hand, mit einer Schnur oder am besten mit einer
Bandage Wenn man die Wunde mit den Fingern oder einem Kompressionsverband verschlossen hat,
sollte man sie nicht mehr öffnen, da sonst die sich bildende Gerinnung wieder aufbricht und es dann
viel schwieriger ist, die Blutung nochmals zu stoppen. Aderpressen sind sehr gefährlich und sollten
nach Möglichkeit nicht verwendet werden.
Knochenbrüche. Man sollte sie so lassen, wie sie sind und nur versuchen sie zu schienen. Dazu kann
man alles Mögliche nehmen, Zweige, Äste, Pfeile (ohne Spitzen) oder auch das andere Bein. Einen
Verletzten sollte man nur so weit wie unbedingt nötig transportieren. Man kann ihn entweder auf
dem Rücken tragen oder aus Kleidungsstücken und zwei Stangen oder dünnen Baumstämmen eine
Tragbare fertigen.
Panik. Reiß Dich zusammen! Vor nicht allzu langer Zeit kam ein Bogenjäger ums Leben, weil er in
Panik geriet. Er machte keine Versuche, die Blutung einer Wunde zu stoppen, die er sich durch
einen Pfeil beigebracht hatte. Stattdessen versuchte er, seinen Wagen zu erreichen. Die beste
Notfallausrüstung und die besten Kenntnisse im Bereich Erste Hilfe sind wertlos, wenn man nicht
in der Lage ist, einen klaren Kopf zu behalten.
Verletzungen durch Pfeilspitzen.
Stell Dir vor, Du fällst in einen Jagdpfeil mit einer rasiermesserscharfen Spitze, oder noch besser,
in einen ganzen Köcher voll. Oder das eben scharf geschliffene Messer rutscht beim Ausnehmen ab.
Oder man schleift einen Broadhead und verletzt sich ordentlich dabei. Wenn Deine Pfeilspitzen und
Dein Messer so scharf sind, wie sie sein sollten, muß immer mit Verletzungen gerechnet werden,
die zum Abbruch einer jagdlichen Unternehmung führen können.
In solchen Fällen muß man wissen, was zu tun ist. Was mache ich, wenn mein Jagdgefährte mit
einem Pfeil im Bein am Boden liegt, da Blut fließt in Strömen und das Fahrzeug steht eine Meile
entfernt? Auf jeden Fall niemals in Panik geraten. Eine Panik bekämpft man am besten, indem
man einfach überlegt, was zu tun ist und sich bemüht, es sofort in die Tat umzusetzen.
Verletzungen an den Extremitäten.
Sehr wichtig, die Blutung muß oberhalb der Wunde durch einen Kompressionsverband unter Kontrolle
gebracht werden. Eine Verletzung einer Schlagader führt zu einem enormen Blutverlust innerhalb
kurzer Zeit. Die meisten Erwachsenen ertragen nicht mehr als ca 1 Liter Blutverlust ohne ernsthafte
Folgen. Ein sauberes brauchbares Stück Stoff (Halstuch oder irgendein passendes Stück Kleidung)
kann als Kompresse genommen werden. Die Kleidung um die Wunde sollte dabei so weit wie möglich
entfernt bzw. abgeschnitten werden.
Verunreinigung durch Dreck, Gras, Düngemittel etc. sollte vermieden werden. Schnee - falls
vorhanden - um die Wunde herum aufgebracht verringert die Blutung und Schwellung. Aderpressen
sind selten notwendig und nicht ungefährlich. Ihre Anwendung kann zum Verlust des Körperglieds
führen und u. U. die Blutung noch verstärken. Einen Pfeil oder ein Messer in der Wunde sollte man
so sichern, daß sie auf dem Transport nicht wandern können.
Einen Pfeilschaft sollte man ca. 10 cm über der Wunde abschneiden, damit er nicht herumwackelt.
Das verletzte Glied sollte man entsprechend hoch lagern, um die Blutung zu verringern. Bevor man
sich auf den Weg macht, sollte man die Blutung stoppen; wenn sie wieder auftritt, sollte man die
Fahrt bzw. den Transport unterbrechen und versuchen, sie unter Kontrolle zu bringen, bevor man
sich wieder auf den Weg macht.
Verletzungen im Brustraum.
Die Gefahr einer tiefen Brustwunde liegt in der Verletzung des Brustfells. Durch die normale
Atmung kann so Luft in den Brustraum angesaugt werden. Wenn dies der Fall ist, besteht höchste
Lebensgefahr, weil die Lunge kollabieren kann. In diesem Fall sollte der Verwundete ausatmen,
so weit es geht. Die Wunde sollte dann sofort luftdicht abgeschlossen werden (Plastiktüte,
Zellophan der Zigarettenschachtel etc.) , bevor er wieder einatmet. Des Weiteren sollte die
Atmung so flach wie möglich gehalten werden, um ein Ansaugen von Luft so weit wie möglich zu
verhindern.
Verletzungen im Bauchraum.
Generell gelten hier die gleichen Prinzipien wie bei Verletzungen von Extremitäten. Muskel-
und Hautverletzungen können mit einem Kompressionsverband versorgt werden. Bei tiefen
Wunden besteht die Gefahr einer Organverletzung, die zu einer schweren, aber nicht sichtbaren
Blutung in die Bauchhöhle führen kann. Solche Verletzungen kann man nicht mit einem
Kompressionsverband unter Kontrolle bringen.
Der einzige Weg ist der ins nächste Krankenhaus, und zwar ohne jeden Zeitverlust. Wenn
erschwinglich, sollte man die Ambulanz (Notarzt etc) zu Hilfe rufen. Der Verletzte sollte auf
keinen Fall essen oder trinken. Wenn besondere gesundheitliche Einschränkungen vorhanden
sind, sollte man diese umgehend mitteilen.
Der Verwundete sollte warm gehalten werden, da ein großer Blutverlust zur Senkung der
Körpertemperatur führt und die normalen Körperfunktionen beeinträchtigt werden. Die Beine
sollten etwas hochgelegt werden, um eine Blutung nach unten zu vermeiden. Bei einer
Verletzung durch eine Pfeilspitze sollte man eine ähnliche zur Hand haben, um sie dem Arzt zu
zeigen. Obwohl diese Arten von Verletzungen selten sind, sollte man trotzdem wissen, was zu
tun ist. Immerhin kann man so ein Leben retten. Das eines anderen oder gar sein eigenes.
Überleben im Notfall.
Man sollte sich immer vorher überlegen, was man tun kann, um sich nicht zu verirren oder auch
Vorkehrungen treffen, daß man eher gefunden werden kann, wenn es passiert. Wenn man sich
verirrt, sollte man an die in diesem Fall fünf wichtigsten Dinge denken: Sicherheit,
Notsignalgebung, Unterschlupf, Nahrung und Socken. Wenn man sich vor der Jagd richtig
vorbereitet hat, sollte man die wichtigsten Dinge dabei haben und auch wissen, wie man sie benutzt.
1. Eine Grundausrüstung für den Notfall sollte mindestens folgende Gegenstände
beinhalten: Trillerpfeife, Bandagen und Leukoplast, Messer, Streichhölzer wasserdicht
verpackt, Taschenlampe mit Ersatzbatterien und Ersatzbirne, Anzündhilfen, Plastikplane,
Rettungsdecke oder -sack, ein großer Müllsack, Kompaß und Karte, Wasserflasche,
Nahrung wie Schokolade, Müsliriegel etc, genügend Medikamente, wenn man welche
regelmäßig einnehmen muß, und noch spezielle Gegenstände für bestimmte Situationen.
2. Sicherheit. Du solltest vor allem vor Dir selbst in Sicherheit sein. Wenn man sich verirrt
, sollte man vermeiden, durchzudrehen. Am besten setzt man sich hin und versucht
nachzudenken, wo man vor her war und wo man jetzt ist. Wenn man nicht mehr weiter
weiß, sollte man einfach an etwas anderes denken, um sich abzulenken. Wenn es Nacht
wird, sollte man ein Feuer anmachen.
3. Notsignale geben. Am Tag empfiehlt sich ein stark rauchendes Feuer, nachts ein sehr
helles. Eine Trillerpfeife ist viel weiter zu hören als die eigene Stimme, und außerdem
kann man viel länger pfeifen als rufen. Ein unzerbrechlicher Signalspiegel oder der
Spiegel aus dem Camo- Schminkkasten ist hier sehr hilfreich.
4. Unterschlupf. Guten Schutz vor Wind und Kälte bieten ein überhängender Fels, ein
umgestürzter Baum oder ähnliches. Zwischen dem Feuer und dem Schutz sollte
genügend Platz sein zum Sitzen und Liegen. Bei tiefem Schnee sollte man sich einen
Nadelbaum aussuchen, der ca 2m hoch herausragt. Man gräbt sich am Stamm entlang
ein Loch bis zum Bodengrund. Schnee ist ein sehr guter Isolator und bewahrt vor dem
Erfrieren. Mit einer Plastikfolie ca. 1x2 Meter und etwas Nylonschnur kann man sich
einen geschützten Unterschlupf bauen; als Wärmequelle kann man eine Dauerkerze
nehmen mit einem Stück Alufolie als Reflektor. Trockene Zweige oder Blätter geben
innen eine ausreichende Isolation ab.
5. Nahrung. Lebensmittel sind eine wunderbare Sache, aber man sollte auch wissen,
welche Pflanzen eßbar und nicht giftig sind (es gibt hierzu reichlich Literatur incl. des
Handbuchs der Pfadfinder). Es gibt sehr viele Beeren, Nüsse und andere Waldfrüchte
als Ergänzung zur Notration, die man immer bei sich hat.
6. Socken. Da gibt es nichts zu lachen, denn seine Socken und Füße sollte man trocken
halten. Wenn man bei kaltem Wetter nasse Füße bekommt, ist man in ernsthaften
Schwierigkeiten, wenn man sie nicht schnell trocknen kann. Ein paar extra Socken
und Unterwäsche sind manchmal unbezahlbar. Polypropylene- oder Wollsocken
erfüllen in den meisten Fällen ihren Zweck.
Hypothermie
Hypothermie oder das Absinken der Körpertemperatur - vor allem im Körperinneren und den
lebenswichtigen Organen - bedeutet einen langsamen Tod ohne jede Vorwarnung. Tiefe
Temperaturen sind nicht unbedingt der Grund, denn sie kann auch schon bei Temperaturen
knapp über dem Gefrierpunkt eintreten. Wind und Nässe sind oft die Hauptursache dafür,
daß der Körper seine gewohnte innere Temperatur nicht mehr halten kann. Wenn man sich
bei Temperaturen unter 10 Grad Celsius in der Wildnis aufhält und womöglich ein starker
Wind weht, begleitet von Regen und Schnee, oder man gar ins Wasser fällt, sind folgende
Ratschläge und ihre Befolgung lebenswichtig.
Man sollte die Kombination von kaltem, windigem und nassem Wetter vermeiden, wenn es
geht. Ansonsten sollte man auf jeden Fall angemessen gekleidet sein. Man sollte in der Lage
sein, den ganzen Körper zu schützen, also auch Hände, Gesicht und Füße. Man sollte immer
mit dem schlechtest möglichen Wetter rechnen.
Zusätzlich zur Notfallausrüstung sollte man vor allem in der kalten Jahreszeit noch zusätzliche
Kleidungsstücke und Sonstiges zum Warmhalten dabei haben. Man sollte bei kaltem Wetter
nichts unternehmen, wenn es die eigene körperliche Konstitution oder andere Faktoren nicht
ratsam erscheinen lassen. Wenn man durchnäßt ist, sollte man anhalten, ein Feuer anmachen
und einen Unterschlupf errichten, die Kleider wechseln und abwarten. Man sollte sich immer
bewegen, um Wärme im Körper zu erzeugen.
Nach Möglichkeit sollte man nie allein auf die Jagd gehen. Man sollte immer jemanden mitteilen
, wohin man geht und wann man voraussichtlich wieder zurück ist. Man sollte sich dann auch an
die eigene Zeitvorgabe halten, es sei denn, man ist in ernsten Schwierigkeiten. Man kann auch
im Wagen einen Zettel hinterlassen mit einer Beschreibung, wohin man geht und was man
vorhat. Man sollte mit dem Kompaß schon vor Beginn der Jagd die Richtung für den Heimweg
festlegen und aufschreiben, damit man sie nicht vergißt. Das ist sehr hilfreich, wenn man
schlechte Sicht hat oder in die Dunkelheit gerät. Eine topografische Karte sollte man immer
benutzen.
Ein schwerer Sturz.
Ob man einen schweren Sturz überlebt, hängt sowohl von den eigenen Vorkehrungen als auch
davon ab, was man hinterher noch zu tun in der Lage ist. Wenn man jemanden informiert hat,
wohin man geht und wann man zurück ist oder eine Nachricht über seinen Verbleib im Wagen
hinterlassen hat, kann man davon ausgehen, daß rechtzeitig Hilfe kommt. Wenn man mit einem
Gefährten jagt, kommt die Hilfe viel schneller, vor allem, wenn man vorher entsprechende
Pfeifsignale vereinbart hat. Mit einer Trillerpfeife ist man nicht nur lauter, sondern auch
ausdauernder als mit der eigenen Stimme. Dreimal Pfeifen mit Unterbrechung ist der übliche
Notruf. Die Verletzungsmöglichkeiten sind sehr verschieden, wenn man vom Hochstand fällt.
Man kann längere Zeit bewußtlos sein, sich das Rückgrat oder Becken brechen oder mit bösen
Quetschungen noch irgendwie in der Lage sein, sich fortzubewegen.
In einer derartigen Situation ist jeder Strohhalm recht. Aber man sollte seine Situation sehr
genau durchdenken. Ist Hilfe in der Nähe zu erwarten oder gar nicht? Wie ernsthaft sind die
Verletzungen, kann ich mich noch fortbewegen oder was kann ich mit den Mitteln, die mir zur
Verfügung stehen, bewerkstelligen? Alles, was man bei sich hat, kann ein Hilfsmittel sein.
Kleidungsstücke und größere Halstücher für einen Kompressionsverband, um eine Blutung
zu stoppen oder gegen die Kälte; Gürtel, Schuhbändel, Bogensehne, Reepschnur, Bogen,
Pfeile, Zweige, Äste für die Herstellung einer Schiene, zur Fixierung gebrochener Glieder
oder Gelenke.
Das beste Mittel gegen einen Sturz ist Vorsicht. Empfehlenswert ist die NBEF- Broschüre
zum Thema "Tree Stand". Man sollte auch seine Sicherheitsvorkehrungen immer treffen,
wenn man jagen geht. Ohne Sicherheitsgurt oder ähnliches sollte man das Besteigen eines
Hochstandes unterlassen. Auch sollte man alles andere für die Sicherheit immer mit sich
führen, damit man sich in jeder erdenklichen Situation zu helfen weiß.
Was wäre, wenn es keine Ausbildung für oder gar keine Bogenjagd gäbe?
Seit einigen Jahren führen einige gutgläubige, gut finanzierte, aber fehl geleitete Organisationen
einen unermüdlichen Feldzug gegen den Jagdsport. Obwohl diese Vereinigungen nur ca. 10%
der Bevölkerung ausmachen, versuchen sie, die anderen 80 %, die dazu keine Meinung haben,
auf ihre Seite zu ziehen.
Unsere Aufgabe ist es, sich nicht nur in der Jagd, sondern auch in der Hege und Pflege
auszukennen. Wir müssen in der Lage sein, diesen 80% der Bevölkerung, die mit uns die
Liebe zur Natur teilen, mit Fakten aufzuwarten anstatt mit Emotionen.
Hast Du jemals behauptet, daß Dich nur männliche Tiere interessieren? Bist Du wirklich nur
ein Trophäenjäger? Wenn das so ist, gibst Du zu, daß Dich die Grundprinzipien der Hege
und Pflege und ihre praktische Umsetzung nicht im Geringsten interessieren. Damit arbeitest
Du unseren Gegnern voll in die Hand. Die NBEF hat zur Jagd und zur Wildpflege einige
grundlegende Aussagen und Klarstellungen veröffentlicht. Man sollte sie genau kennen,
damit man sachlich fundiert für den Jagdsport argumentieren kann.
Zur Unterstützung gibt es noch eine Poster- Serie zu diesem Thema. Sie ist erhältlich beim
NEBF Supply Office, Rt. 6, Box 199, Murray, Ky 42071. Diese Poster verdeutlichen, wie
ein verantwortungsvoller Naturschutz auf wissenschaftlicher Basis agiert. Der
Öffentlichkeit wird so nahegebracht, was die Grundbedingungen für den Schutz unserer
Tierwelt sind, und wie der Mensch nicht nur zerstörend, sondern vor allem erhaltend
eingreifen kann für Tier und Umwelt.
Die National Bowhunter Education Foundation.
Die NBEF ist eine gemeinnützige Ausbildungsorganisation, deren Aufgabe in der
Begründung, Weiterentwicklung und schließlich weltweiten Betreuung der internationalen
Lehrgänge für Bogenjäger besteht. Der Vorstand der NBEF besteht aus 21
ehrenamtlichen Präsidiumsmitgliedern aus den Vereinigten Staaten und Kanada. Es handelt
sich hier ausschließlich um sehr erfahrene und überzeugte Bogenjäger, die über ein
entsprechendes Wissen verfügen. Viele haben einen akademischen Abschluß und sind
entweder selbst in der Weiterbildung tätig oder in Berufen wie Biologe, staatlicher
Jagdausbilder, Herausgeber von Bogenjagd Zeitschriften, Bogensporthändler oder Funktionär
in nationalen oder internationalen Bogensport- Organisationen.
Die ursprüngliche Idee für die NBEF/IBEP stammt von W.H. Wadsworth, der 1969 mit einer
Gruppe von Bogenjägern aus New York daran arbeitete. Der Lehrgang wurde 1974 ins
nationale Programm aufgenommen unter der Leitung der Bowhunting and Conservation
Division of the National Field Archery Association (NFAA), und ging 1979 in eine unabhängige
Stiftung über, die allen Bogenjägern und deren Organisationen weltweit zur Verfügung steht.
Der Vorstand der NBEF sieht seine Hauptaufgabe darin, das Programm des IBEP hinsichtlich
Inhalt und Materialien zu aktualisieren, während Tausende freiwilliger zertifizierter Ausbilder
den Lehrgang jahrlich mit ebenfalls Tausenden von Bogenjägern durchführen, teilweise in
Kooperation mit staatlichen und regionalen Forst- und Wildschutzbehörden. Die Grundidee des
IBEP ist, daß die Zukunft der Jagd von einem entsprechenden Sportsgeist abhängt. Daraus
folgt, daß die Zukunft der Bogenjagd von einer ordentlichen Ausbildung der Bogenjäger abhängt.
Deswegen ist es das erklärte Ziel der NBEF/IBEP, eine Ausbildung für eine sichere Bogenjagd
zu gewährleisten, die eine entsprechende Wertschätzung und Rücksichtnahme auf die Umwelt
vermittelt und die Teilnehmer dazu anhält, als Sportsmann immer ein Vorbild zu sein.
Um dieses Ziel zu verwirklichen, steht das vorliegende Ausbildungsprogramm IBEP allen
staatlichen und sonstig interessierten Organisationen zur Verfügung. Es wird durchgeführt
von zertifizierten und kompetenten staatlichen oder ehrenamtlichen Ausbildern. In kurzen
Worten, die NBEF ist das Resultat gemeinsamer Anstrengungen der besten Bogenjäger,
Jagdausbilder, Wildexperten und Naturschützer, die man sich vorstellen kann.
Die NBEF leistet mit ihrem International Bowhunter Education Program einen wesentlichen
Beitrag für die Jagdausbildung in Nordamerika, Europa und Afrika. Sie leistet damit einen
wichtigen Beitrag zur Jagd überhaupt in diesen Ländern. Das Hauptanliegen bleibt aber
die Sicherung der Zukunft der Bogenjagd.
Wer unterstützt die NBEF und ihre Programme?
Die NBEF wird unterstützt von der Vereinigung für die Jagdausbildung einschließlich der
Verantwortlichen für die Jagdausbildung in ganz Nordamerika. Diese Organisation billigt nicht
nur uneingeschränkt die Programme und Materialien der NBEF, sondern ist zu einer
generellen Zusammenarbeit bei Themen, die die Jagd allgemein betreffen, immer bereit.
Die NBEF wird auch von vielen regionalen, nationalen und internationalen Bogensport- und
Bogenjagd- Organisationen, ebenso auch von namhaften Herstellern und Vertreibern von
Bogensport- Zubehör unterstützt.
Als Antwort auf die Frage "was wäre, wenn es keine NBEF/IBEP gäbe", kann man ohne
weiteres behaupten, daß die Zukunft des Bogensports in Gefahr wäre. Die NBEF zeigt den
Weg, den wir in der Ausbildung gehen müssen. Von ihr hängt auch die Zukunft des Jagdsports
generell ab. Die Bogenjäger und auch die anderen Jäger unterstützen den Naturschutz weltweit
mit ihren Lizenzgebühren, den indirekten Steuern (11% in den USA) und sonstigen Beiträgen
für Naturschutz Organisationen wie die NBEF. Dies ist ein Weg, wie man sich an der
Sicherung unserer Sportart beteiligen kann.
Die Wahrheit über Wildverluste.
Da die Bogenjagd von der Öffentlichkeit besonders argwöhnisch begutachtet wird, ist es nicht
unwichtig, klarzustellen, inwieweit es zu Wildverlusten durch die Verwendung von Pfeil und Bogen
kommt. Auch andere Jäger und Sportsleute, die sich nicht mit der Bogenjagd befassen und auch
nicht wissen, wie ein Pfeil wirkt und welche Auswirkungen Pfeilwunden haben, haben irreführende
und regelrecht falsche Ansichten, die dem Ansehen unserer Sportart nicht zuträglich sind.
Mit Wildverlust ist gemeint, daß Tiere, die durch einen Pfeil tödlich verwundet wurden, bei der
Nachsuche nicht aufgefunden werden konnten. Zahlreiche Untersuchungen in den verschiedensten
Regionen und zu unterschiedlichsten Zeiten haben immer die gleichen grundlegenden Fakten
ergeben, wie z.B. auch in Missouri, New York und New Jersey: Die Jagd mit dem Bogen ist
genauso human und effizient wie jede andere Art des Jagens und führt auch nicht zu höheren
Wildverlusten als die anderen Jagdmethoden. Zusätzlich kann noch angemerkt werden, daß der
Verlust möglicherweise sogar noch geringer ist, denn im Falle eines Fehlschusses erholt sich das
Wild von einer Pfeilwunde relativ schnell, denn ein Pfeil verursacht weder einen Schock noch
zerstört er das Gewebe um die Einschußstelle.
Welchen Alternativen gibt man als Gegner der Jagd den Vorzug?
Als Antwort auf die Anti- Jagd- Organisationen, die selten an nüchternen Fakten über Hege
und Pflege interessiert sind, sollte die Betrachtung und Beurteilung möglicher Folgen eine
r zu hohen Wilddichte in den Mittelpunkt gestellt werden. Die Jagdgegner sollten sich darüber
klar werden, daß eine Überpopulation an Wild nicht nur negative Auswirkungen auf das Wild
selbst mit sich bringt, sondern auch den Menschen - direkt oder indirekt - betrifft. Entsprechende
Informationen dazu sollten auf eine sachliche Art präsentiert werden und in Übereinstimmung
stehen mit den entsprechenden Darlegungen dieser Schrift, insbesondere den Lektionen 1 und 2.
Wie rechtfertigt man das Töten?
Diese Frage wird einem sehr gern von Gegnern der Jagd gestellt. Eine passende Antwort hierzu
sind folgende Ausführungen: Es ist selbstverständlich Jedermanns Recht, sich persönlich gegen
die Jagd auszusprechen. Die Jagd anderen verbieten zu wollen, ist eine andere Sache. Aber wenn
man schon strikt gegen die Jagd überhaupt ist, sollte man sich schon entscheiden, auf welche Art
und Weise die Tiere, die man angeblich schützen will, ums Leben kommen sollen. Daß sie - wenn
nicht durch die Jagd - auf die eine oder andere Weise sterben, ist klar. Aber welche soll's denn sein?
Tod durch Verhungern: Ein Tier, das zu wenig Nahrungsquellen hat, stirbt langsam und qualvoll.
Es wird schwach, die Körperfunktionen lassen nach und es wird so zur Beute für wilde und
domestizierte Räuber wie Coyoten, Wölfe und Hunde.
Tod durch Krankheiten: In einer Welt, in der die Tiere nur noch geschützt werden, sind sie für
den Menschen keine Nahrungsquelle mehr. Die Folge ist eine Zunahme der Wilddichte, der die
Nahrungsbasis nicht mehr entspricht. Als Alternative zum eben erwähnten Hungertod werden
einzelne Tiere anfälliger für Krankheiten, weil ihnen eine geeignete und ausreichende Nahrung
fehlt. Die verschiedenen entstehenden Krankheiten greifen wegen der hohen Wilddichte
entsprechend rasch um sich. Neben den Mangelerscheinungen durch Unterernährung führen
diese Krankheiten zu einer weiteren Schwächung und enden in einem Massensterben, vor allem
in Gegenden mit einem harten Winter. Aber nicht nur die erwachsenen Tiere verenden im
Winter, auch der Nachwuchs, hervorgebracht von bereits geschwächten Muttertieren, überlebt
kaum die ersten kritischen Tage und Wochen.
Tod durch Hunde: Leute, die keinen intensiven Kontakt zur freien Wildbahn haben, können
sich nicht vorstellen, welche Probleme allein durch Hunde entstehen. Es sind dies verwilderte
Hunde, die ausgesetzt wurden oder auch Exemplare, die in der Wildnis geboren wurden.
Hunde und Coyoten paaren sich in manchen Gegenden, und das Resultat ist noch schlimmer als
die ursprünglichen Elterntiere. Hunde jagen im Rudel oder einzeln, wobei sie sich langsames,
altes oder krankes Wild aussuchen. Sie verfolgen es, reißen es nieder und fressen es bei
lebendigem Leib. Das Wild ist erst erlöst, wenn es vor lauter Qualen das Bewußtsein verliert.
Verkehrsunfälle durch Wild: Diese Art von Unfällen hat nicht nur den Tod des Wildes,
sondern auch neben horrenden Sachschäden den Tod oder schwere gesundheitliche Schäden
für die Insassen zur Folge. Allein in Pensylvania, das eine sehr hohe Wilddichte an
Weißwedelhirschen hat, liegt die jährliche Zahl der Unfälle, verursacht durch diese Tierart,
zwischen 24 - 30.000! Es ist aber nicht nur das Rotwild, das diese Unfälle verursacht.
In manchen Gegenden gibt es das Problem auch mit Antilope, Maultierhirsch, Elch, Moose
und Bär. Wenn man eine Vorstellung von der Größe dieser Tierarten hat, braucht man
nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, was passiert, wenn einem so ein Tier bei einer
Geschwindigkeit von 80 bis 100 km/h in den Wagen läuft.
Das besondere Problem für die Tiere ist dabei, daß sie nicht unmittelbar nach dem Unfall
oder in der Nähe verenden. Meistens rennen sie in die Wälder, soweit sie noch in der Lage
sind. Aufgrund der Schwere der Verletzungen besteht keine Aussicht auf Heilung, und so
verenden sie schließlich nach Tagen oder Wochen qualvoll im Wundbett. Es gibt auch
Verletzungen, bei denen der Tod noch viel später eintritt: Ein gebrochener Kiefer, eine
gerissene Speiseröhre, eine Leberquetschung oder ähnliches.
Die Frage an die Gegner der Jagd lautet also: Welche der hier aufge führten Todesarten
trifft denn nun Ihren persönlichen Geschmack? Für uns Bogenjäger gibt es nur eine Antwort.
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Der Kampf gegen die falschen Tierfreunde.
Die Gemeinschaft derer, die sich für irgendwelche Rechte der Tiere stark machen, hat uns den
Kampf angesagt. Aber leider gibt es immer wieder Bogenjäger, die diese Leute mit ihrem
unmöglichen Verhalten auf der Jagd noch mit Munition versorgen.
Die Teilnahme an unserem Ausbildungsprogramm ist eine gute Grundlage, sich seine
Verantwortlichkeiten als Bogenjäger klar zu machen: Verantwortung gegenüber den
Nichtjägern, dem Wild, den anderen Jägern und den Grundeigentümern. Wenn wir weiterhin
mit dem Bogen jagen wollen, müssen wir nicht nur die im Programm der IBEP vermittelten
Grundlagen weitergeben, sondern uns auch entsprechend verhalten.
Sicherheit:
Du solltest immer Deine Notfall- Ausrüstung auf der Jagd dabei haben. Du solltest sie auch
immer wieder überprüfen, besonders Dein Erste Hilfe Set. Man sollte immer mit dem
schlimmsten Wetter rechnen und die entsprechende Kleidung mit sich führen. Kompaß und
eine entsprechende Karte gehören zur Grundausrüstung. Ein genaues Festlegen des Kurses
für den Heimweg ist sehr hilfreich. Du solltest immer detaillierte Informationen über Dein
Vorhaben zurücklassen, nicht nur bei einer zuverlässigen Person, sondern zur Sicherheit auch
im Wagen. Sei immer gut vorbereitet, behalte in Notsituationen einen kühlen Kopf und versuche
immer, mit den Mitteln, die Dir zur Verfügung stehen, das Beste aus Deiner Situation zu machen.
Kontrollfragen:
1. Wie kann man die Blutung einer Wunde stoppen?
2. Benenne drei bis vier Kleidungs- oder sonstige Gegenstände, die bei einem Notfall
zu gebrauchen sind.
3. Zähle mindestens fünf Dinge auf, die Du in jedem Fall auf der Jagd dabei haben solltest.
4. Nenne zwei Maßnahmen, die eine Hypothermie verhindern können.
5. Wie kommt es zum Aussterben gefährdeter Wildarten?
6. Benenne einige alternative Todesarten für das Wild, die ein Jagdgegner zur Auswahl hat.
7. Wie wäre es um die Zukunft der Bogenjagd bestellt, wenn es die NBEF und das
International Bowhunter Education Program nicht gäbe?
Schlußwort
Ein guter Bogenjäger wird man nur, wenn sich mit Hingabe und Ausdauer in vielen Stunden und
Tagen im Feld und auf der Jagd die notwendige Erfahrung erwirbt. Es ist kein bequemer Weg,
aber der weise Bogenjäger ist sich bewußt, daß er nie genug weiß. Deswegen bemüht er sich,
bei jeder Unternehmung etwas Neues hinzuzulernen. Darin besteht aber gerade die Befriedigung,
die unser Sport mit sich bringt. Es ist kein statischer Sport, sondern eher eine Herausforderung,
bei der sich nicht nur ständig die Bedingungen ändern, sondern auch unsere Gemütslage
Weidmanns Heil!
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Ein paar Adressen für den Bogenurlaub. | ||||||||||
Wer in die Liste gerne aufgenommen werden möchte, wendet sich einfach | ||||||||||
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| Bogensporthotel im Schwarzwald | |||||||||
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· 36 Zimmer mit Dusche und WC · Hallenbad, Sauna u. Solarium · 2 Fita-Plätze · 28 3-D Tierparcours · Feldbogenparcours · Bogenschießhalle (6 x 22m) · Möglichkeit im Indianer-Tipi zu übernachten.
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| Johanneshof im Allgäu | |||||||||
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Bogenschießen auf einem der größten und schönsten Jagdparcours in Deutschland. · 300.000 qm großer Parcour · Fita-Platz · Sachkundige Bogenschulung mit Trainer · Komplettausrüstung gegen Kaution · Eintages-Schnupperkurse · Ferienwohnung mit Fernseher, Küche, drei Schlafzimmern, Bad und WC
Johanneshof
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| Mut zur Wildnis | |||||||||
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Spurenlesen, Handwerk, Survival, Philosophie, Teutoburger Wald
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| Biber-Tours | |||||||||
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Wer Paddeln mit Bogenschießen verbinden will, ist bei Biber-Tours in der Mecklenburger Seenplatte genau richtig. 8 Ferienwohnungen, eigener Campingplatz, 3D Parcours, Kanuverleih und das alles auf 42 Ha. Verschiedene Veranstaltungen
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| Pension Posthansl | |||||||||
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Einen Bogenparcours gibt es nicht in unmittelbarer Nähe, dafür findet Familie Scholz immer einen Strohballen, damit man auf dem weitläufigen Grundstück seinem Hobby nachgehen kann.
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| Mit Pfeil und Bogen in das Salzkammergut | |||||||||
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Zimmer mit Dusche, WC Tel. u. Sat-TV.
Gasthaus - Pension Gattinger
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· 26 Zimmer mit Dusche / WC · Ruhige Lage in einem Hochtal auf 1000 m · Jagdparcours mit 32 Scheiben / 3-D Animals · Feldparcours mit 14 Scheiben · Sauna · überdachtes Bogenschießatrium für 18 - 24 m
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Heutaler Hof
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Mit Pfeil und Bogen auf in die Berge · Im Waidringer Ortsteil Strub liegt einer der schönsten Jagdbogenparcours Europas! · Jagdbogenparcours mit 14 3D-Zielen auf ca. 6 ha Fläche auch in den Wintermonaten geöffnet!
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Im höchstgelegenen Bergdorf der Steiermark, der Planneralm, auf 1600m Seehöhe, werden Träume à la >Robin Hood< Wirklichkeit!
Jugend- und Familiengästehaus
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Bogenurlaub für die ganze Familie inmitten der Kitzbühler Alpen, dort wo die gemütlichsten Berge versammelt sind.
Wir sind ein Familienbetrieb mit Ferienwohnungen, Komfortzimmer und Restaurant. Fordern Sie unsere Pauschalangebote und unseren Hausprospekt an.
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Unser Familienbetrieb befindet sich 4 km oberhalb von Gloggnitz in sonniger Höhenlage auf 800m am Fuße des "Großen Otter", umgeben von Wiesen und Wäldern zwischen dem Semmering- und Wechselmassiv. An den Ausläufern der Ostalpen - den sogenannten "Wiener Hausbergen - der Raxalpe und dem Schneeberg.
Schlagl 16, A-2640 Raach am Hochgebirge
Sie erreichen uns Tel. + Fax: 02662 - 43923
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| Hotel Alpenblick | |||||||||
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Herzlich Willkommen: Bogenschützen im wildromantischen alpinen Bogenschießpark im autofreien Braunwald.
Hotel Alpenblick
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| Bogensport im Böhmerwald | |||||||||
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Berghotel, ehemalige Mühle im Nationalpark Böhmerwald, am Bach gelegen und von Wald und Wiesen umgeben, unterhalb des Keltenkultplatzes "Riesenschloß", in 900m Höhe. (ca. 40 km bis Grenze Bayerisch Eisenstein, zwischen Kasperske Hory und Vimperk)
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| Bogensporthotel in Frankreich | |||||||||
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Bei dem berühmtesten Bogenbauer Frankreichs
In dem schönsten Natur-Park Frankreichs (Vercors) bieten wir:
Domain de Piache & Traditional Legend (Wir sprechen Deutsch)
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ich hoffe das diese Lektüre euch weiterhilft und Ihr nie den Spaß am
Bogenschießen verliert.
Alles ins Kill
Olav Lorscheider
InternetI(Sollte sich jemand hier wieder finden der in der Qellenliste nicht angegeben ist
bitte kurze Mail an mich dann wird er sofort eingetragen ,oder auf Wunsch sein Text gelöscht.
Bei manchen Texten konnte ich einfach keinen Autor ermitteln und manchmal wurde mir auf
meine Mails auch nicht geantwortet was ich als stillschweigende Zustimmung gewertet habe..)
http://www.tjbd.de (Bowhunter Edukation)
Olav ............. Kommentare und Zusammenstellung ( im Jahr 2005)
Mein Tip!!
"Wege zum erfolgreichen Bogenschießen" , von Terry Schaeven, ein
hervorragend geschriebenes Buch für Anfänger und Fortgeschrittene!
Zu beziehen über
SEGI-SPORT Sven Giesa, 29,- €
Viel Spaß bei diesem schönen
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Deine Verantwortung als Bogenjäger.
Die Wirkung eines Jagdpfeiles.
Planungen für einen Jagdurlaub in anderen Ländern.
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